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Eine kleine Wiedergutmachung

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Eine kleine Wiedergutmachung

Dass Banker und ähnliche Finanzhaie unbelehrbare Großkriminelle sind, dass sie ihre Geld- und Gewinngeschäfte wie die Organisierte Kriminalität, wie die Mafia, die Cosa Nostra, die Dranghetta oder sogar wie AlKaida betreiben, habe ich schon so oft in Beiträgen geschrieben, dass ich es inzwischen selber kaum noch lesen oder hören will. Sie sind die weltweiten Finanz-Terroristen mit Nobel-Lap-Top, Satelitentelefon, Luxuswagen mit Chauffeur und allem Comfort, nicht selten ihren Privat-Jets und ihren dreckigen Connections zu noch dreckigeren, schmierigen, geldgeilen sogenannten Volksvertretern und Spitzenpolitikern, untereinander bestens vernetzt und kooperativ einander zuarbeitend und in jeder Hinsicht konspirativ verschworen, ohne sich wechselseitig zu lieben oder gar den besseren Coup gegen die widerstandsunfähige Völkergemeinschaft zu gönnen. Sie brauchen für ihre kriminellen Machenschaften keine Maschinenpistolen, keine Sprengfallen oder Selbstmordattentäter, sie benötigen keine Drogenkartelle  –  obwohl zweifellos zu so manchem gelungenen Coup während der Siegerpartys nicht nur Edelnutten, Hunderte Liter besten und teuersten Champagner und Kokain kostenlos herum gereicht werden.

Wer sich illegal Milliarden Dollar, Schweizer Franken und Euro ergaunert und unter den Nagel reißt, der darf auf solchen Erfolgspartys auch schon mal so richtig die Sau rauslassen, den eigenen Schwanz in so mancher Edelnutte versenken und sich so richtig bei Bunga-Bunga gehen lassen.

Derartige Partys sind eine ausgesprochen lukrative Einnahmequelle für die bestbezahlten Nutten dieser Welt, jede will wenigstens einmal dabei sein und irgendeinem fetten Aufsichtsrat unvergeßlich einen blasen.

Banker wollen das Leben genießen, die Provisionen dieser Finanzdienstleister gehen totsicher planmäßig auf den Nummernkonten in den bekannten Steuerparadiesen ein.

Nur unfähige Vollidioten zahlen auf Cent und Euro ihre gesetzlich vorgeschriebenen Steuern,  –  Banker und Finanzhaie machen das nie, schon aus Grundprinzip und geschäftlichem Selbstverständnis nicht, denn sie sind nicht annähernd so unterhaltsam wie der Räuber Hotzenplotz.

Wer weiß schon, wie lange und wie oft man noch zu so einem generalstabsmäßig geplanten und untereinander abgesprochenen lukrativen Manipulationsgeschäft zusammenkommt?

Aber sie fürchten sich auch nicht vor dem Erwischtwerden durch nationale oder internationale Finanzaufsichten, denn sie wissen nur zu genau, dass die nicht einmal ansatzweise genügend Personal haben, um jedem dieser Mafia-Banker auf die Finger zu sehen. Außerdem sind bei etwas Glück und ausgefeilter Herumtrickserei die Gewinnmargen derart unvorstellbar groß, dass die potenziellen Millionenbußgelder nicht ernsthaft abschrecken.

Wie gesagt, sie brauchen keine schwer bewaffnete Terroristenarmee, denn die Banker selbst und höchstpersönlich erledigen am Lap-Top die Drecksarbeit mit ein paar Klicks, aber sie töten ebenfalls weltweit Existenzen und ganze Volkswirtschaften mit eiskalter Gelassenheit. Hunderte Tote pflastern ihren Weg durch die globale Bankenwirtschaft. Zig-Milliarden müssen eben erst mal beschafft werden, das kostet weltweit seinen Preis.

Banker und unsere globalen Finanzhaie sind eben gut ausgebildete Schwerstkriminelle, gegen die Gangster wie Al Capone wie harmlose Witzfiguren erscheinen, ohne jegliche Moral oder Skrupel, sie verweigern sich den Begriffen von Recht und Unrecht, – denn das ergibt sich nur aus ihrem Erfolg oder Misserfolg. Sie verkörpern bis ins Detail genau das, was viele Arbeitgeber bei potenziellen, jugendlichen Auszubildenden bemängeln, die strikte und konsequente soziale, gesellschaftliche und ethische Inkompetenz. Aber sie sind auch psychophatische exzessive Egomanen, zynisch und menschenverachtend, brutal und gleichgültig gegenüber dem imensen Schaden, den sie anrichten, durchaus vergleichbar mit den Nazis des 3.Reiches. Sie kennen selbstverständlich keinerlei Gewissensbisse, obwohl sie sich ihrer Verbrechen durchaus und im vollen Umfang bewusst sind. Sie handeln skrupellos mit einer Ethik wie die weltweit vernetzten Kinderficker und Kinderpornoproduzenten. 

Hauptsache, es bringt möglichst viele Milliarden Gewinn,  –  Menschen und das Leid, das sie ganz direkt verschulden, tangieren sie nicht.

Natürlich wäre eine Möglichkeit der verteidigenden Notwehr diese Finanz-Terroristen ebenfalls mit unbemannten Drohnen zu jagen, zu liquidieren, in die Luft zu sprengen wie die islamischen Faschisten in aller Welt.

Aber haben Sie eine waffentaugliche, ferngesteuerte High-Tech-Drohne?

So manche hochrangige Minister und Staatsrepräsentanten haben eine Zugriffsberechtigung und nutzen diese auch, aber zweifellos nicht die Opfer dieser manipulativen, allein auf Gewinnmaximierung orientierten Banken-Mafia-Terrororganisation.

Aber eben diese hochrangigen Minister und Staatsrepräsentaten stehen schon seit vielen Jahren in Anbhängigkeit und auf den geheimen Lohnlisten der Banken-Mafia.

Sie, als konkret widerstandsunfähiger Teil des verwalteten regierten Stimmviehs können bestenfalls mit Bauchschmerzen ihren vertrauensunwürdigen Volksvertreter wählen,  –  die Banker kaufen sich hingegen ganze Regierungen und Parlamente, denn Geld spielt bei ihnen nur eine untergeordnete Rolle, solange sie es maximal vermehren können, egal mit welchen kriminellen Machenschaften.

Und selbst wenn es tatsächlich gelänge die 6000 weltweit führenden und mächtigsten Banken-Kartellbosse zu liquidieren, per Kopfschuss oder mit Hilfe einer Bombe zu töten,  –  wobei ich jeden Mord an einem Banker mit Zähneknirschen und breitem Grinsen tolerieren würde  –  würde sich nichts ändern. Denn die Nachfolger der Big-Bosse warten schon sehnlich darauf auf die freigewordenen Vorstandsstühle nachzurücken. 

Da sind Milliarden zu verdienen, abzuschöpfen und zu ergaunern.

Kriminelle Energie und Einfallsreichtum werden belohnt, Ehrlichkeit nicht.

Ein paar Hundert Millionen Euro oder Dollar Bußgelder durch die staatlichen oder multinationalen Finanzaufsichten sind da nur eine unzureichende Reparationszahlung und Wiedergutmachung, schmälern nur unwesentlich die Gewinne, tun weh, aber nicht auf Dauer.

Lerne: Nur tote Banker sind gute Banker.

Es braucht eben auch ein bißchen Geduld und viele, viele Tote im Nadelstreifenanzug,  –  irgendwann wird der Nachschub an Kriminellen auf dem Finanzsektor schon deutlich nachlassen, weil selbst bei Milliardengewinnen die Freude daran schal wird, wenn man dafür mit einem Loch im Kopf oder von einer Bombe zerfetzt auf dem Friedhof unter einem wunderschön gestalteten Marmorsockel liegt.

Ein Teilaspekt, eine Konstante in diesen verbrecherischen Machenschaften aber ist stets gegeben, ganz ungeachtet, ob es sich um Zins-Manipulationen, um den Preis von Gold oder Diamanten, Devisen oder andere Manipulationsgeschäfte am Rande oder außerhalb der gesetzlichen Regelungen handelt, die Deutsche Bank ist totsicher darin involviert, denn es gibt keine Betrugsebene zwischen Bestechungsgeld, Korruption und mafiösen Absprachen zur Zinsmanipulation, die dieser Bank des internationalen Finanzverbrechens zu dreckig, zu illegal ist. Wenn in einer Woche oder einem Monat  ermittelt würde, dass die Deutsche Bank sogar eine geheime Spezialabteilung unterhält, deren Aufgabe es ist absolut fähige Killer anzuheuern, Kontakte zu Profikillern zu pflegen, die unerwünschte Kritiker gekonnt durch fingierte Unfälle oder schlicht kaltlächelnd per Kopfschuss ausschaltet, – würde mich das nicht die Spur verwundern.

Die Deutsche Bank – und viele andere deutsche und internationale Banken eifern ihr da nach – hat sich ganz gewiss des finanziellen Profits eine Parole der bundesdeutschen Sponti-Bewegung aus den 80er Jahren zu eigen gemacht:

Legal  –  illegal  –  scheißegal

Die Macht des Geldes 6

Libor Zinsmanipulation durch

multinationales Banken-Kartell 

Rekordstrafe für die Deutsche Bank 

US Regierung plant weitere Klagen gegen Banken

Banken als „Club der dreckigen Banditen“

Banken zu Rekordstrafen verurteilt

Hier läuft globale Finanzkriminalität pur

Die Deutsche Bank zahlt gerne

EU verhängt Rekordstrafen gegen Banken

Kein Ende bei Bank-Skandalen erkennbar

Es wird betrogen nach allen Regeln der Kunst

EU verhängt Milliardenstrafen

Deutsche Bank muss 725 Millionen Euro zahlen

Der Tag der Milliardenstrafen für die Banken-Mafia

Wann wird der Deutschen Bank

endlich die Lizenz entzogen?

Die Deutsche Bank wie immer

im Zentrum des Skandals

Die EU-Kommission geht gegen Banken, darunter die Deutsche, mit Härte vor. Für die Manipulation von Zinssätzen müssen sie drastische Rekordbußgelder zahlen.

Selbstverständlich will die Deutsche Bank immer und überall Branchenprimus  sein. Bei den Geldstrafen im Skandal um Zinsmanipulationen muss sie sich keine Sorgen machen – da macht ihr diesen Titel keiner streitig. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia ging in die Vollen und verhängte am Mittwoch  gegen sechs internationale Großbanken die Rekordbuße von 1,71 Milliarden Euro. Allein die Deutsche Bank muss 725 Millionen Euro zahlen, mehr als jedes andere Institut.

Für die Finanzbranche insgesamt ist das ein weiterer Tiefpunkt in einer ganzen Reihe von juristischen Verfahren, die sich die Konzerne und ihre Mitarbeiter  durch unkontrollierte und zügellose Gier eingehandelt haben. Im konkreten Fall hatte die EU-Kommission Absprachen zwischen Händlern aufgedeckt, die das Kartellrecht untersagt. So steuern  die Banker wichtige Stellgrößen der Finanzwelt, an denen Geschäfte im Umfang von Hunderten Billionen Dollar hängen,  nach ihren Interessen. Auf diese illegale Weise spekulierten sie mit Referenzzinssätzen wie dem im London gehandelten Libor, dem Euro-Pendant Euribor und dem japanischen Tibor. Die bilden die Basis für zahllose Kredite und andere Finanzprodukte.

Noch drastischer wären die Sanktionen ausgefallen, hätten nicht die Banken unter dem Druck der Ermittlungen  kooperiert. Weil die Geldhäuser aber an der Aufklärung mitwirkten, ließ sich Brüssel auf Vergleiche ein. Die britische Bank Barclays entging so diesmal allen Zahlungen. Die Deutsche Bank bekam immerhin einen Nachlass von rund einem Drittel gegenüber der eigentlich fälligen Strafe. Zahlen müssen auch Société Générale, Die Royal Bank of Scotland, JP Morgan, Citgroup und RP Martin.

EU-Kommissar Almunia machte keinen Hehl aus seinem Entsetzen über das Verhalten der Finanzkonzerne. „Was beim Libor- und beim Euribor-Skandal so schockierend war, ist nicht nur die Manipulation der Referenzzinssätze, die von den Finanzregulierungsbehörden weltweit bekämpft wird, sondern auch das abgestimmte Verhalten zwischen Banken, die eigentlich im miteinander im Wettbewerb stehen sollten“, betonte der Spanier.

Die Deutsche Bank bemühte sich, die Verfehlungen als Probleme der Vergangenheit darzustellen. „Der heutige Vergleich ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen, Altlasten zu bereinigen“, erklärten die beiden Chefs, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Einzelne Mitarbeiter hätten schwere Verstöße gegen Werte und Überzeugungen der Deutschen Bank begangen. „Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sich diese Art von Fehlverhalten nicht wiederholt.“Rein geschäftlich gesehen wirft das die Deutsche Bank nicht um, weil sie sich auf diese  Kosten schon vorbereitet hatte.  „Die Vergleichssumme ist bereits weitestgehend in den Rückstellungen der Bank für Rechtsstreitigkeiten berücksichtigt“, erklärte das Unternehmen. Ende Oktober hatte das Institut die finanzielle Vorsorge für Prozesse und Rechtsstreitigkeiten aller Art auf über vier Milliarden Euro erhöht. Das drückt massiv auf den Gewinn, ist aber verkraftbar.

Dennoch propagieren Fitschen und Jain einen Kulturwandel, um das Institut aus den negativen Schlagzeilen zu holen. Aus Sorge vor einem neuen Skandal untersagten sie   Anfang des Jahres ihren Händlern, sich über elektronische Nachrichten mit den Kollegen der Konkurrenz auszutauschen. Die dürfen nicht mehr die sogenannten Multi-Party-Chatrooms benutzen. Was auf diesen Internet-Plattformen geschah, durchforsten die Aufsichtsbehörden. Sie analysieren die Kurzbotschaften, um zu prüfen, ob die professionellen Händler Informationen ausgetauscht haben, die Kurse beeinflussen können.

Nicht nur Almunias Kartellbehörde macht der Branche zu schaffen. Auch die eigentlichen Finanzaufsichten in Deutschland, aber auch in Großbritannien und anderen Ländern gehen  dem Verdacht auf Kursmanipulationen nach. Bereits seit Monaten untersuchen sie, ob sogar Devisenkurse gezielt gesteuert wurden. Bei diesem Geschäft mit Dollar, Pfund, Rand und Yuan ist die Deutsche Bank weltweit die Nummer eins und kontrolliert zusammen mit der Citi fast ein Drittel des globalen Marktes.

Auch die Aufarbeitung der Finanzkrise wird die Branche noch lange belasten. Allein auf die US-Banken kommen nach Schätzung der Ratingagentur Standard & Poor’s noch Strafen in Höhe von über 100 Milliarden Dollar zu. Jahrelang bündelten und verkauften sie Wertpapiere, die für faule Immobilienkredite standen und die nach Platzen der Immobilienblase in den Vereinigten Staaten dramatisch an Wert verloren. Gerade erst stimmte die US-Bank JP Morgan einem Vergleich mit der Washingtoner Regierung zu, der das Geldhaus 13 Milliarden Dollar kostet. Eine Ende der juristischen Streitigkeiten und Klagen ist nicht in Sicht, auch nicht für die Deutsche Bank. Auch sei mischte im Geschäft mit faulen Hypothekenkrediten in den USA kräftig mit.

Philippe Moryoussef wusste, dass die Sache verboten war, als er am 12. Februar 2007 seinen Kollegen einweihte. „Wenn Du ein Geheimnis bewahren kannst, erzähl ich’s Dir…Wir werden die Sätze nach unten drücken“, schrieb der Zinshändler an einen befreundeten Banker. „Wenn Du ein Wort davon ausplapperst, sage ich Dir nichts mehr. Bitte behalt’s für Dich, sonst wird es nicht klappen.“

Moryoussef handelte damals für die britische Barclays-Bank mit Zins-Derivaten. Und hatte viel zu verlieren: Ein paar Wochen später, am 21. März 2007, wurden die meisten Futures und Optionen fällig, mit denen Moryoussef Milliarden auf die Entwicklung der Libor- und Euribor-Zinsen wettete. Die Zinssätze an diesen Money Market Dates – dem dritten Mittwoch im März, Juni, September und Dezember – entscheiden darüber, ob Moryoussef seine Wetten gewinnt oder verliert. Eine kleine Abweichung nach oben oder unten bedeutet für den Händler riesige Gewinne – oder Verluste.

Moryoussef wollte gewinnen. Und fand deshalb einen Weg, seine Chancen zu verbessern: Täglich um 11 Uhr Londoner und Brüsseler Zeit melden die größten Banken an eine zentrale Stelle, zu welchen Sätzen sie sich gegenseitig Geld leihen. Aus den Werten wird ein Durchschnitt gebildet, heraus kommen Libor und Euribor, die wichtigsten Leitzinsen für den Geldmarkt in der Londoner City und der Eurozone. Moryoussef und seine Kollegen beeinflussten einfach die Geldhändler, die die Sätze meldeten, um die Zinsen in die für sie günstige Richtung zu lenken. So strickten sie sich Wetten, die sie nicht verlieren konnten.

Persönlicher Profit war dabei wohl die wichtigste Motivation: „Ich lebe und sterbe mit diesen Zinssätzen. Ich träume sogar von ihnen“, schreibt ein UBS-Händler in Emails, die später den Ermittlern in die Hände fielen. Die Verluste trugen dafür andere: Weltweit sind Derivate und Finanzprodukte im Wert von Hunderten Billionen Dollar an die Zinssätze gekoppelt, die Mouryoussef und die anderen Londoner Händler manipulierten. Einige hatten deshalb Gewissenbisse: „Ich werde den Libor nicht sieben Basispunkte von der Wahrheit angeben, UBS könnte dafür seine Lizenz verlieren“, gibt ein UBS-Banker zu bedenken.

Doch die meisten zögern nicht. „Es ist Wahnsinn, wieviel Geld man mit der Libor-Festsetzung verdienen kann“, frohlockte im August 2007 ein Banker der RBS: „Das ist jetzt ein Kartell hier in London“. Sein Kollege konstatierte vier Monate später: „Hier läuft die reinste Manipulation“. Die Händler erfanden Codewörter für ihre Manipulations-Feldzüge, redeten sich mit Decknamen wie „Die drei Musketiere“ an. „Unsere Meldung hat das gesamte Fixing verschoben. Hahahah“, feiert ein RBS-Trader seinen Erfolg.

Die Bankenkontrolleure haben weltweit auf diese Exzesse mit drakonischen Strafen reagiert. Über 3,5 Milliarden Dollar Geldbuße haben Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien inzwischen Barclays, UBS, Royal Bank of Scotland, ICAP und Rabobank aufgebrummt. Auch die EU hat nun sechs Banken, darunter Royal Bank of Scotland, Société Générale und die Deutsche Bank, zu Strafen von 1,71 Mrd. Euro verdonnert. Doch das dürfte das Problem kaum lösen.

Denn Bußgelder tun den Geldhäusern auf Dauer nicht wirklich weh. Zudem treffen sie die Banken selbst, die Mentalität der Banker dürften sie kaum verändern. Sie ist aber das eigentliche Problem: Die Chats und Emails der Londoner Händler sind nicht nur Protokolle des Betrugs. Sie sind Zeugnisse des moralischen Verfalls einer Branche.

Aus ihnen spricht der unbedingte Wille, sich die Welt gefügig zu machen, sie den eigenen Interessen zu unterwerfen, ohne Rücksicht auf Verluste  im wahrsten Sinne des Wortes, mit Organisierter Kriminalität, Kartell-Betrug. Das Ansehen von Bankern liegt beinahe auf selber Ebene wie das von Volksvertretern, direkt hinter Kinderschändern. Die Finanzindustrie hat diese Einstellung ihrer „Masters of the Universe“, wie sich die Händler der Finanzen selbst gerne nannten, ins Verderben geführt, und die Welt in die Finanzkrise. Es ist diese verbrecherische Mentalität, die sich ändern muss, wenn sie es mit dem Kulturwandel wirklich ernst meint, – aber das war nie vorgesehen, dazu sind die Gewinnmargen viel zu verlockend.

Allein der Blick auf die Deutsche Bank zeigt, welche Mammutaufgabe das bedeutet, und wie aussichtslos das Unterfangen bisher zu sein scheint. Mit 725 Millionen Euro müssen die Frankfurter die höchste Strafe für die Zins-Manipulationen an die EU-Kommission zahlen. Deutschlands größtes Geldhaus ist am stärksten vom Mentalitätsproblem der Branche betroffen. Bankchef Fitschen hat den Kulturwandel deshalb zum offiziellen Programm seines Hauses gemacht. Doch ob auch die Händler in London diese Ansage so sehr verinnerlicht haben wie ihr Chef in Frankfurt, darf bezweifelt werden.

Dass nächste Bußgeldverfahren gegen deutsche und internationale Banken wegen verbrecherischer Finanzmanipulationen steht bereits kurz vor dem Abschluss …

siehe   http://www.fr-online.de/wirtschaft/libor-zinsmanipulation-rekordstrafe-fuer-deutsche-bank,1472780,25517938.html

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/libor-eu100.html

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/hypothekenkredite-us-regierung-plant-weitere-zivilklagen-gegen-banken/9171372.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1494348/Zinsmanipulation_Banken-als-Klub-der-Banditen

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Libor-Luege-article11851891.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bankenkartell-ziedler-ueber-libor.5f68d5e4-189f-4398-b855-63eb1433b61f.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article122546186/Deutsche-Bank-im-Zentrum-des-Skandals.html

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/gesamt-eu-verhaengt-im-zinsskandal-milliarden-rekordstrafe-gegen-banken_id_3455290.html

http://www.br.de/nachrichten/grossbanken-waehrung-manipulation-100.html

http://www.dw.de/kein-ende-bei-banken-skandalen/a-17271444

http://www.wz-newsline.de/home/ratgeber/geld-recht/manipulierte-zinssaetze-was-kunden-wissen-muessen-1.1496540

http://www.taz.de/Wegen-Zinsmanipulationen/!128790/

http://www.zeit.de/news/2013-12/04/banken-analyse-libor-und-co—worum-es-beim-zinsskandal-geht-04151407

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE9B304G20131204

http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/korrektur-update-eu-verhaengt-milliardenstrafen-fuer-zinsmanipulation-12694881.html

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/manipulation-von-zinssaetzen-eu-kommission-verhaengt-rekordstrafe-im-libor-skandal-1.1835138

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/libor-skandal-eu-verhaengt-milliardenstrafe-gegen-banken-a-937114.html

http://www.stern.de/wirtschaft/news/libor-skandal-eu-kommission-will-strafen-gegen-banken-verhaengen-2075235.html

http://www.nzz.ch/wirtschaft/newsticker/eu-verhaengt-im-zinsskandal-rekordstrafe-gegen-banken-zus-international-1.18198079

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/libor-skandal-der-tag-der-milliardenstrafen-fuer-banken/9165706.html

http://www.ksta.de/wirtschaft/-libor-skandal-rekordstrafe-fuer-banken,15187248,25517736.html

Nachtrag:

Die kriminelle Dreistigkeit der Deutschen Bank ist ja inzwischen allgemein bekannt und beinahe schon sprichwörtlich, – und sie befindet sich da nicht nur in mieser Gesellschaft mit anderen skrupellosen Bankern aus Deutschland, sondern auch international. Man kann durchaus sagen, dass das internationale Banken-Kartell die größte, mächtigste und aktivste Verbrecher-Organisation auf der Welt ist. Doch statt die nun bestehende Lage für ein Nachdenken zu nutzen und vielleicht einen anderen, gesetzestreuen und fairen Geschäftsweg einzuschlagen, wirft die Deutsche Bank der Politik vor Banken in Deutschland international zu sehr zu beschränken und zu gängeln. Das ist eine Aussage wie die eines erwischten simplen Taschendiebs, der der Polizei vorwirft, dass es nicht fair sei, dass sie ausgerechnet ihn erwischt hätten, weil er die Gesetze gebrochen und gestohlen habe. Andere rauben da in weit größerem Stil und kommen ungeschoren davon.

Weitere Milliardenbußen für die Deutsche Bank

Agrarspekulationen –

Deutsche Bank sucht Diskussion mit ihren Kritikern

Wie kann es sinnvoll sein mit den Tätern über ihre kriminellen Machenschaften zu diskutieren?

Deutsche Bank will über Spekulation

von Lebensmitteln diskutieren

Hypothekenstreit mit der US-Finanzaufsicht

Deutsche Bank weiter unter massivem Druck

Deutsche Bank Vorstände ohne jedes Unrechtsbewusstsein

Die beiden Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain schliessen weitere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie eine Kapitalerhöhung nicht aus – und gehen mit der Politik hart ins Gericht. Die Deutsche Bank will sich zudem mit ihren Kritikern im Streit über Agrarspekulationen an einen Tisch setzen. Die beiden Bankchefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain kündigten eine Konferenz für das kommende Jahr an, um mit ihnen über das Thema zu sprechen. Einen konkreten Termin für das Treffen nannte die Bank am Sonntag auf Anfrage nicht.

Die Deutsche Bank fährt bei ihren Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten auf Sicht. «Es gibt keine Endsumme, wir befinden uns in einem laufenden Prozess», sagte Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen in einem gemeinsam mit dem anderen Co-Chef Anshu Jain geführten Interview. Auf den Vorhalt, manche Personen würden die bislang von der Bank für Rechtsrisiken zurückgestellten vier Milliarden Euro für zu wenig halten, sagte Fitschen: «Vorsicht mit diesen Zahlen! Wir erhöhen die Reserven immer dann, wenn wir es für notwendig halten.» Jain sagte auf die Frage, ob er angesichts der hohen Rechtskosten eine Kapitalerhöhung ausschliesse: «Wir bekennen uns zu hohen Kapitalstandards, mehr kann ich dazu nicht sagen.»

„Es ist populär zu sagen, dass die Banken zum Hunger in der Welt beitragen. Aber das stimmt einfach nicht“, sagte Fitschen. Vielmehr helfe man Bauern in Schwellenländern überleben zu können, „weil sie mit festen Preise für ihre Ernten rechnen können“. Weiter betonte der Banker: „Wenn uns jemand logisch nachweisen könnte, dass dieses Geschäft schädlich ist, dann würden wir von heute auf morgen aussteigen.“ Die Deutsche Bank hatte erst Anfang Dezember angekündigt, sich aus Teilen des Rohstoffgeschäfts zurückziehen zu wollen. An den umstrittenen Spekulationsgeschäften im Rohstoffbereich will der deutsche Branchenprimus jedoch festhalten, ebenso wie am Handel mit Edelmetallen. Kritiker sehen die Finanzprodukte zur künftigen Preisentwicklung der Rohstoffe (Futures) als einen Auslöser für spekulative Preisspitzen bei Lebensmitteln. Befürworter betonen hingegen die Funktion der Papiere zur Preissicherung.

Kritik an Deutschlands größter Bank hält Co-Chef Jain insgesamt für berechtigt. „Wir werden zu Recht kritisiert. Das heißt nicht, dass ich mit jedem Kommentar über uns einverstanden wäre.“ Die Kritik sei nachvollziehbar. „Es ist an uns zu zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg Fortschritte machen“, so Jain weiter. Er betonte, dass die Bank den Kulturwandel in der Branche anführe.

siehe   http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/weitere-milliardenbussen-fuer-deutsche-bank-moeglich-543962

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/agrarspekulationen-deutsche-bank-will-konferenz-mit-kritikern_id_3500559.html

http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Agrarspekulationen-Deutsche-Bank-geht-auf-Kritiker-zu;art139,714379

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/konferenz-geplant-deutsche-bank-will-ueber-lebensmittel-spekulation-verhandeln-12721826.html

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/4027982/deutsche-bank-weiter-unter-druck.html

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.agrar-agrarspekulationen-deutsche-bank-geht-auf-kritiker-zu.1db80924-5ffa-48cb-a180-017e56a54f65.html

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1528192

siehe auch Beiträge zum Thema   „Nieten im Nadelstreifen“     http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/nieten-im-nadelstreifen 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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