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Endlich das Schweigen brechen

Veröffentlicht am
Endlich das Schweigen brechen

 

Vatikan-Flagge

Bischöfe beraten über Missbrauch

Zollitsch: Ehrlichkeit ist der einzige Weg      

Nicht viel mehr als die bereits üblichen leeren Formeln um Vergebung

Missbrauchsentschädigungen: Bischöfe wollen keine Zahlen nennen

Kann das wirklich Sinn machen? Katholische Kirche denkt über Entschädigung für die Opfer nach

Missbrauch und Gewalt systematisch vertuscht

Sühne muss auch finanziell wehtun

Nach wie vor kein Platz für Opfervertreter und -organisationen am Runden Tisch

Entschädigungen sehr unwahrscheinlich

Entschädigungszahlungen dürfen kein Schweigegeld sein

Bergmann fordert die katholische Kirche zu Entschädigungszahlungen auf

Kampagne gegen sexuellen Missbrauch gestartet

Schock-Videos gegen sexuellen Missbrauch

Endlich das Schweigen brechen

Gefordert ist das Ende der Opferrolle

Kritikpreis “Verschlossene Auster” an Vatikan verliehen

 

Erzbischhof Zollitsch 2

Wieder einmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte – oder würden sie diesem Mann ihr Kind anvertrauen?

Auf ihrer Herbstvollversammlung wollen die 67 katholischen Bischöfe und Weihbischöfe auch die Frage von Entschädigungszahlungen für missbrauchte Kinder und Jugendliche erörtern. Die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals beschäftigt die katholische Deutsche Bischofskonferenz weiter.

Auf ihrer traditionellen Herbstvollversammlung, die noch bis zum Donnerstag im Priesterseminar von Fulda stattfindet, werden die 67 katholischen Bischöfe und Weihbischöfe unter anderem die Frage von Entschädigungszahlungen für missbrauchte Kinder und Jugendliche erörtern. Außerdem steht die Vorstellung neuer Präventionsmaßnahmen auf dem Programm der nichtöffentlichen Sitzungen. In den vergangenen Monaten haben sich tausende Hilfesuchende an die Kirchen-Hotline für Missbrauchsopfer gewendet. Von Ende März bis Mitte September seien exakt 3149 Anrufe entgegengenommen worden, wie die Bischofskonferenz mitteilte; mehr als 23 000 Anrufe seien aufgelaufen, hätten jedoch nicht beantwortet werden können. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gab schwere Fehler der katholischen Kirche im Umgang mit Missbrauchsfällen zu. „Wir wissen, dass wir versagt haben“, sagte er. „Wir haben Opfern zu wenig zugehört, Fehler falsch beurteilt, und unser Handeln, wie andere auch, oft zu sehr darauf ausgerichtet, dass das Ansehen der eigenen Institution, der Kirche, gewahrt bleibe.“ Die Kirche habe die Probleme zu spät wahrgenommen, aber daraus auch gelernt. Zollitsch sagte, dass die katholische Kirche durch die Missbrauchsfälle stark an Glaubwürdigkeit verloren habe. Fehler und „auch das langjährige Nicht-Handeln“ hätten viele Menschen in ihrem Glauben erschüttert.

Zuletzt hatten Missbrauchsopfer aus dem Jesuitenorden eine Entschädigung von über 80 000 Euro pro Person gefordert. Da der Orden nicht in der Lage sei, derartige Forderungen zu tragen, wolle man sich damit an die Bischofskonferenz wen- den, hieß es am vergangenen Wochenende. Es dürfte jedoch ausgeschlossen sein, dass die ohnehin angeschlagenen katholischen Bistümer solchen Forderungen nachkommen. Vielmehr muss sich auch die Versammlung mit weiteren Sparmaßnahmen beschäftigen.

Trotzdem wollen die Bischöfe über die Anerkennung der Opfer sprechen. Entschädigungszahlungen seien eine Möglichkeit. Zu deren möglicher Höhe wollte sich der Erzbischof allerdings nicht äußern. Die von einer Betroffenen-Initiative vorgeschlagene Summe von 80.000 Euro könne er sich allerdings nicht vorstellen. Der DBK-Vorsitzende signalisierte aber, dass die Bischofskonferenz bald einen Vorschlag am Runden Tisch in Berlin einbringen wolle. Den Opfern gehe es aber nicht nur um Geld, sagte der Freiburger Erzbischof. „Es geht vielen erst einmal darum, dass sie gehört werden.“ Die Kirche müsse zuhören und brauche „höhere Sensibilität“. Häufig seien es erst die Medien, gewesen, „die den Opfern eine Stimme gegeben haben – was eigentlich unsere Aufgabe gewesen wäre“, sagte Zollitsch.

Die Jesuiten wollen ihren Lebensstil einschränken und mit den freiwerdenden Mitteln die Opfer sexueller Übergriffe entschädigen. Einmalig könnten 5000 Euro gezahlt werden, heißt es. Grünen-Fraktionschefin Künast sieht in der Ankündigung ein Beispiel für andere Einrichtungen. Die Deutsche Bischofskonferenz hält sich zu dem Vorstoß bedeckt. Nach dem Benediktinerkloster Ettal will nun auch der Jesuitenorden in Deutschland Opfern sexueller Gewalt Entschädigungen anbieten – auch wenn katholische Bischöfe das bisher anders sehen. „Wir sind sehr daran interessiert, im Einvernehmen mit der Deutschen Bischofskonferenz zu einer Lösung zu kommen“, sagte Ordenssprecher Thomas Busch in München zu dem möglichen Konflikt.

Kampagnebilder gegen Missbrauch

Ein Mann, von dem nur der Unterkörper zu erkennen ist und der schwarze Kleidung trägt, steht hinter einer Frau und hält ihr fest den Mund zu. Nach einer Weile gelingt es ihr, sich zu befreien. „Es bleibt ein Geheimnis zwischen uns, hat er gesagt, nachdem er mich missbraucht hat“, sagt die Frau nun mit fester Stimme in die Kamera. Ein gesichtsloser Unbekannter drückt einem Jungen die Hand vor den Mund. Das Gesicht hinter der Hand wird älter und älter, bis irgendwann ein Erwachsener die Hand wegdrückt und mit düsterem Blick verkündet: „Er sagte: Das bleibt ein Geheimnis zwischen uns. Das Schweigen hat mich ein Leben lang zum Opfer gemacht.“ Der Spot, den es auch mit einem Mann als Opfer gibt, wurde von dem bekannten Filmregisseur Wim Wenders gedreht und endet mit der Botschaft: „Es ist nie zu spät, über sexuellen Missbrauch zu sprechen.“

Die frühere Familienministerin Christine Bergmann (SPD), die im Frühjahr von der schwarz-gelben Bundesregierung zur unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs berufen wurde, stellte gestern zusammen mit Wenders in Berlin eine Kampagne zu dem Thema vor, zu der auch der eindringliche Kinospot gehört. Ziel ist es, Missbrauchsopfer dazu zu bringen, über ihre Erfahrungen zu reden. Bergmann hofft, dass eine stärkere Präsenz dieses Themas in der Öffentlichkeit mögliche Täter abschreckt.

Siehe    http://www.tagesspiegel.de/politik/bischoefe-beraten-ueber-missbrauch/1938150.html

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EEF9F890831E547D5843011E22D 9783BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.tagesschau.de/inland/bischofskonferenz138.html

http://www.fr-online.de/politik/selbst-schuld/-/1472596/4662146/-/index.html

http://www.focus.de/panorama/vermischtes/missbrauchsfaelle-katholische-kirche-denkt-ueber-finan zielle-anerkennung-nach_aid_553976.html

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/27/0,3672,8114011,00.html

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1144276/Missbrauchsfaelle-Bischoefe-unter-Druck#/b eitrag/video/1144276/Missbrauchsfaelle-Bischoefe-unter-Druck

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1054880/Missbrauch-systematisch-vertuscht#/beitrag/ video/1054880/Missbrauch-systematisch-vertuscht

http://www.derwesten.de/nachrichten/Katholische-Kirche-raeumt-Versagen-ein-id3738428.html

http://www.n-tv.de/politik/Bischoefe-setzen-auf-Praevention-article1533151.html

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11897791/492531/Die-Bundesregierung-will-erreic hen-dass-sich-mehr-Opfer.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/kampagne-gegen-missbrauch/1939202.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article9783094/TV-Spot-von-Wim-Wenders-hilft-Missbrauchso pfern.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EA0CBDDF8451F49C690E23422B E7BFDD7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/zeitgeschehen/Das-Schweigen-brechen;art16698,57376 07

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6027184,00.html

http://www.fr-online.de/politik/raus-aus-der-opferrolle/-/1472596/4665148/-/index.html

http://www.focus.de/panorama/vermischtes/missbrauch-forderungen-nach-entschaedigungen-fuer-s exuell-missbrauchte-kinder_aid_554310.html

http://www.hr-online.de/website/specials/home/index.jsp?rubrik=53853&key=standard_document_3 9791069

http://www.n-tv.de/politik/Bergmann-startet-Kampagne-article1537341.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/missbrauch-in-der-kirche-entschaedigung-darf-kein-schweigege ld-sein-1.1003107

http://www.wdr.de/radio/wdr2/mima/573457.phtml

http://www.n-tv.de/panorama/Kritikpreis-fuer-katholische-Kirche-article1031791.html

http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Der-Missbrauch-des-Missbrauchs-article1538371.html

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1144922/Film-Kampagne-gegen-Missbrauch#/beitrag /video/1144922/Film-Kampagne-gegen-Missbrauch

 

 

Ich habe da noch einen Tipp für Sie, damit Sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen, ich wüsste doch in Wahrheit garnicht, weshalb ich besonders die katholische Kirche so vehement vorführe und ihre Scheinheiligkeiten ans Licht zerre. Ich spreche nicht gerne davon und erinnere mich auch nicht gerne, aber ich habe selber einschlägige Erfahrungen machen müssen, wozu die Würdenträger und die Sisters of God fähig sind. Hinter diesem Link    http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/e-books-04.html     finden Sie meinen Roman „Dunkle Tage der Kindheit“, kein neues Leidensszenario, sondern ein Überlebensbuch, das Mut macht das Unrecht öffentlich zu machen. Sie finden dort auch eine Leseprobe

Cover 2a

Einige Leser/innen haben mir vorgeworfen, ich würde einen Privatkrieg gegen die katholische Kirche führen, während andere nur erschüttert über das Gelesene waren. Ich bekam auch Morddrohungen, weil ich die heilige Mutter Kirche verunglimpfen würde. Das alles sei schließlich mehr als 50 Jahre her  –  und irgendwann müsse auch mal Ruhe sein. Andere rieten mir lieber einen Ausgleich, eine Versöhnung mit der katholischen Kirche zu suchen. Doch Autoren, ich nenne mich ganz bewusst nicht Schriftsteller, haben mit ihrem Verständnis und der Kunst der Sprache, die sie leicht als Waffe einsetzen können, auch eine Verpflichtung, die Verpflichtung verborgene und verleugnete Wahrheiten ans Licht zu zerren, den Opfern von Gewalt wenigstens ein kleines Stück Gerechtigkeit und Wahrheit zurückzugeben. Ich bin schließlich kein Geburtstags-Dichter und auch nicht nur für schöne Geschichten mit Happy Ends zuständig. Es ist nicht meine Aufgabe mit einer seit Jahrhunderten existierenden Unrechtsorganisation einen Seperatfrieden zu schließen. Ich klage an, aber ich suche nicht die Versöhnung, denn die toten Opfer von katholischer Gewalt in Kinderheimen lassen dies nicht zu.

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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