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Hirtenbrief aus dem Vatikan – nur leere Worthülsen

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Hirtenbrief aus dem Vatikan – nur leere Worthülsen

 

Vatikan-Flagge

Der vatikanische Anti-Christ Ratzinger

Papst Benedikt - 2

Dieser gottlose Anti-Christ Ratzinger, der sich selbst als sogenannter Papst sieht, verhöhnt mit seinem Hirtenbrief an die irischen Katholiken die Opfer der vatikanischen Kinderficker. 5000 Priester, die allein in den USA mehr als 14tausend Kinder geschändet haben, sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Der sogenannte Papst entschuldigt sich für die Verbrechen, bietet sogar an sich mit Missbrauchsopfern persönlich zu treffen, kündigt scharfe Maßnahmen an und verhöhnt im gleichen Schriftzug die Opfer, indem er die Schuld wieder einmal von sich und der römisch-katholischen Kirche weist und sie der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, der Sexualisierung der Gesellschaft zuschiebt. Das klingt nicht nur in den Ohren der Opfer wie blanker Zynismus und Hohn. Jeder Vater, jede Mutter eines missbrauchten Kindes muss sich zwangsläufig bei diesen Worten des anti-christlichen sogenannten Papstes Ratzinger angespuckt und mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen fühlen. Dieser vatikanische Hirtenbrief erreicht eher das Gegenteil von dem, was geplant und erhofft war.

Hirtenbrief des Papstes: Kein Wort zu Deutschland

Missbrauchsopfer sind tief enttäuscht über Papst-Brief

Viele hatten erwartet, dass sich der Papst in seinem Hirtenbrief zum Missbrauchsskandal in Irland auch zu den Fällen in Deutschland äußert. Doch sie werden enttäuscht. Er tadelte die irischen Bischöfe für ihre Vergehen und kündigte eine Untersuchung an. Missbrauch sei jedoch „weder ein rein irisches noch ein rein kirchliches“ Problem. Vielmehr sieht der Papst eine Ursache dafür im sozialen Wandel und der Verweltlichung der Menschen.                 

Benedikt XVI. geht mit keinem Wort auf die Situation nach dem Missbrauchsskandal in deutschen kirchlichen Einrichtungen ein. In seinem 20-seitigen Schreiben an die Gläubigen in Irland heißt es lediglich einmal, das Problem des Missbrauchs von Kindern sei „weder ein rein irisches noch ein rein kirchliches“. Das war nach Ansicht des Chefs der deutschen Abteilung von Radio Vatikan, Bernd Hagenkord, zu erwarten, denn der Hirtenbrief richtet sich nicht wie eine Enzyklika an die katholische Kirche im allgemeinen, sondern nur an die Gläubigen in Irland: „Er ist ja relativ deutlich, was die Fehler angeht. Er benennt ganz klar Schuldige, das Fehlverhalten, das Scheitern von Bischöfen.

Die deutsche Situation ist anders. Wir sind noch nicht so weit, dass wir sagen könnten, wir wollen den Schritt in die Zukunft wagen. Wir sind noch in der Aufklärung mittendrin. Hätte er alles einbeziehen wollen, wäre das ein wolkiger, allgemeiner Text geworden.“

Trotzdem ist der Hirtenbrief in Sachen Kindesmissbrauch natürlich als eine Art Grundsatzerklärung des Papstes zu verstehen. Noch einmal Pater Hagenkord: „Er bezeichnet ganz klar Missbrauch als Sünde und Verbrechen. Er sagt ganz deutlich, dass die staatlichen Behörden mit einzubeziehen sind, dass sie einbezogen werden müssen in die Aufklärung. Er nennt Ross und Reiter beim Namen. Also er ist nicht jemand, der sich hinter irgendwelchen Säulen versteckt – vor allem in den Absätzen, in denen er die einzelnen Gruppen direkt anspricht: die Täter, die Opfer, die Bischöfe. Da ist er sehr deutlich in seiner Sprache.“

Das ist der Papst tatsächlich. Er kündigt in seinem Schreiben übrigens auch an, dass er bereit sei, persönlich mit Missbrauchsopfern zu sprechen. Zudem kündigt er eine Visitation an, also eine vatikanische Untersuchung in irischen Bistümern.

Aber andererseits verkündet er keine Strafen für die Täter, fordert vor allem zu Gebeten für die Kirche auf, spricht vom großen Geschenk des priesterlichen Dienens und von gemeinsamen Anstrengungen, die jetzt unternommen werden müssten.

Konkrete Maßnahmen enthalte der Hirtenbrief „aus deutscher Perspektive wenig, weil er nicht in das innerkirchlich-strukturelle Aufarbeiten eingreift. Er versucht geistliche Impulse zu geben. Es geht um geistliche Aufarbeitung, sozusagen das Auferbauen der Kirche, damit sie weiter nach vorne blicken können“, sagt Pader Hagenkord.

Und das ist vermutlich auch ein Punkt, der Protest bei den Betroffenen auslösen könnte. Denn unabhängig von der wirklich eindeutig klaren Entschuldigung des Papstes entsteht beim Lesen doch das Gefühl, dass sich Benedikt XVI. eher um das ramponierte Image und den Schaden sorgt, der der katholischen Kirche ent- standen ist. Abgesehen davon klingen einige der päpstlichen Worte verdächtig nach Allgemeinplätzen – wie: „Wirklicher Fortschritt ist gemacht worden, aber es bleibt noch viel zu tun.“ Auch die Feststellung Benedikts, die Verfahren der Kirche zur Absicherung in solchen Fällen würden in einigen Teilen der Welt als vorbildlich angesehen, dürfte nicht überall auf Zustimmung stoßen.

Benedikt 20

Blanker Hohn für die Opfer

Wirklich für Ärger könnte aber sorgen, dass Benedikt XVI. den sozialen Wandel und die Verweltlichung für die Taten mitverantwortlich macht. Er schreibt nämlich: „In diesem Gesamtkonzept müssen wir das verstörende Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu verstehen versuchen.“ In den Ohren der Opfer dürfte dieser Rechtfertigungsversuch wie blanker Hohn klingen und auch der Absatz an katholische Eltern, „die Kirche setze weiter die Maßnahmen der letzten Jahre um, um junge Menschen in Pfarreien und Schulen zu schützen“, dürfte diese nicht gerade beruhigen. 

Das Schreiben sei eigentlich ziemlich desaströs, so ist zu hören. Vatikaninsider gehen deshalb davon aus, dass die Kritik an Papst und Kirche nach dem Hirtenbrief von Benedikt XVI. eher weiter zunimmt.

Eigens spricht der Papst die Missbrauchsopfer und ihre Familien an: „Ihr habt schmerzlich gelitten, und das tut mir aufrichtig leid. Ich weiß, dass nichts das Unrecht ungeschehen machen kann, das ihr erlitten habt.“ Ihr Vertrauen sei verraten, ihre Würde verletzt worden; viele hätten mit Anzeigen kein Gehör gefunden. Es sei verständlich, dass ihnen Vergebung schwer falle, so Benedikt XVI. Dennoch bitte er sie „demütig“, an die heilende Kraft der Liebe Jesu zu glauben. Den Tätern droht er Rechenschaft „vor dem allmächtigen Gott und vor den zuständigen Gerichten“ an. Die betreffenden Priester und Ordensleute hätten „Schande und Unehre“ über ihre Mitbrüder gebracht; zusätzlich zu der „ungeheuren Verletzung für die Opfer“ sei auch dem Ansehen der Kirche schwerer Schaden zugefügt worden. „Erkennt eure Schuld offen an, unterwerft euch den Forderungen des Rechts, aber verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit“, so der Papst. Verständnis äußert er für unschuldige Kleriker, die sich für die Fehler anderer verantwortlich gemacht sähen oder „enttäuscht, irritiert und verärgert“ über das Krisenmanagement ihrer Vorgesetzten seien.

Erzbischhof Zollitsch

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, interpretierte das Papstschreiben an die irischen Katholiken als allgemeingültig auch für andere Länder: „Papst Benedikt XVI. wendet sich durch seinen Hirtenbrief mit eindringlichen Worten an die Katholiken in Irland. Was er ihnen sagt, hat Geltung für die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in Deutschland.“ Ohne Wenn und Aber verurteile der Papst „die schrecklichen Verbrechen, die an jungen Menschen begangen wurden, als Mitglieder der Kirche, besonders Priester und Ordensleute, sie sexuell missbrauchten“. Man wisse, so Zollitsch, dass auch in Deutschland Fehler gemacht worden seien: „Wir dürfen Fehler nicht wiederholen und brauchen auch in Deutschland eine lückenlose Aufklärung und uneingeschränkte Transparenz.“

Daran arbeiteten alle Bistümer. Zollitsch weiter: „Deshalb verstehe ich die Mahnung des Papstes an die Bischöfe in Irland zugleich auch als Mahnung an uns.“ Der Skandal sexuellen Missbrauchs sei kein bloß irisches Problem, „er ist ein Skandal der Kirche an vielen Orten und er ist der Skandal der Kirche in Deutschland“.

Kurz vor Veröffentlichung des Hirtenbriefs zu den Missbrauchsfällen in der irischen Kirche ist Benedikt XVI. in Deutschland hingegen selbst unter Druck geraten. Nach SPIEGEL-Informationen wurde Joseph Ratzinger in seiner Zeit als Münchner Erzbischof 1980 besser über den Fall eines aus Essen nach München versetzten Kinderschänders informiert als bislang bekannt. In einem Übergabebrief des Bistums Essen an die von Ratzinger damals geleitete Erzdiözese hatte klar erkennbar gestanden, dass Kaplan Peter H. sich sexuell an Kindern seiner Gemeinde vergriffen hätte. So erklärte es das Bistum Essen vorige Woche man habe München nicht im Unklaren gelassen, was für ein Problemfall da komme.

Unter Ratzingers Vorsitz befasste sich der erzbischöfliche Ordinariatsrat am 15. Januar 1980 mit dem Fall. Laut Sitzungsprotokoll habe der Kaplan „für einige Zeit um Wohnung und Unterkunft“ in einer Münchner Pfarrgemeinde gebeten: „Kaplan H. wird sich einer psychisch-therapeutischen Behandlung unterziehen.“ Trotzdem meldeten Ratzinger und sein Erzbistum den Kinderschänder nicht der Polizei. Im Sitzungsprotokoll heißt es stattdessen lediglich über die Wohnungssuche des Geistlichen: „Dem Gesuch wird zugestimmt.“

Der Psychotherapeut Werner Huth erhob schwere Vorwürfe gegen das Essener Bistum. Huth sagte dem Berliner „Tagesspiegel“, er habe die Bistumsleitung davor gewarnt, den pädophilen Kaplan in der Jugendarbeit einzusetzen. Auch in der Amtszeit von Ratzinger habe er seine Bedenken leitenden Geistlichen vorgetragen, darunter auch einem Weihbischof, sagte der Psychotherapeut. Die Warnungen seien ignoriert worden. Der heute 80-jährige Huth hat als Psychiater und Psychotherapeut unter anderem sexuelle Störungen behandelt und war lange Berater für die katholische und die evangelische Kirche.

Vatikan-Sprecher Federico Lombardi wehrte die Kritik ab, der deutsche Papst hätte jetzt auch konkret auf die Fälle in seiner Heimat eingehen sollen. Der Papst müsse nicht jeden Tag über alles sprechen, sagte Lombardi. Benedikt habe wiederholt gegen Missbrauch Stellung bezogen und mit Opfern gesprochen, außerdem sei das Problem der irischen Bischöfe verschieden. Ob denn Benedikts Bekenntnis, «ich bedauere das aufrichtig» («I am truly sorry»), als Entschuldigung zu werten sei, müsse jeder für sich herauslesen. Nicht ausgeschlossen wird, dass Benedikt sich später zum Skandal in Deutschland äußert.

Brief der Schande

Der Papst schreibt von Reue, von Schande und entschuldigt sich bei den Opfern – doch das reicht vielen Iren nicht: Sie kritisieren Benedikts Hirtenbrief zum Missbrauchsskandal als Versuch der Vertuschung. Pop-Sängerin Sinead O’Connor wirft dem Vatikan vor, er wolle sich aus der Affäre ziehen. Während der Vorsitzende der irischen Bischofskonferenz, Kardinal Sean Brady, von einem „historischen Tag“ sprach, zeigten sich die Vertreter der Missbrauchsopfer mehrheitlich enttäuscht. Die Kirche wolle sich mit dem inhaltsleeren Brief bloß Zeit erkaufen, kritisierte der Dubliner Andrew Madden, der 1995 als eines der ersten Opfer die Kirche verklagt hatte.

Klar und doch nicht klar genug

In seinem Hirtenbrief geht Benedikt XVI. das derzeit brennendste Kirchenthema provinziell an: Er richtet sein Schreiben ausschließlich „an die Katholiken Irlands“ und blendet die Situation in anderen Ländern derart aus, als wäre dort nie etwas gewesen.

„Das Schweigen des Papstes kommt nicht gut. Es wird sicher nicht seine Autorität und sein Ansehen in der Kirche erhöhen. Dabei hätte ihm schon ein Wort des Mitgefühls an die Opfer Sympathien eingebracht.“ Der Brief vermittle aber den Eindruck, es gehe dem Papst hauptsächlich um das Ansehen der Kirche.

Schwach ist der Brief allerdings dann doch dort, wo er über die Ursachen des Missbrauchs nachzudenken versucht, wo er, über die Verwaltungsmaßnahmen hinaus, in die Zukunft blicken möchte. Benedikt legt nahe, dass der Missbrauch vor allem durch die moralische Laxheit in Klerus und Kirchenvolk begünstigt wurde, dadurch, dass die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils als Beginn einer weichen Welle missverstanden worden seien. Ist die Kirche also dort, wo streng geglaubt und eifrig von Keuschheit geredet wird, vor Missbrauch sicher?

Dies ist, mit Verlaub, Unsinn. Viele gerade der älteren Missbrauchsfälle, die nun offenbar werden, zeigen das: Pädophile suchen sich in konservativen Milieus genauso Begründungen für ihr Tun wie in liberalen oder linken. Benedikt XVI. ordnet die Missbrauchsfälle einfach in sein Denksystem ein – das hilft den Opfern so wenig wie der katholischen Kirche.

Pope Benedict XVI holds the host during the the feast of the Presentation of the Lord in the Saint Peter's Basilica at the Vatican

Der Papst ist bedenklich entrückt

Der Hirtenbrief des Papstes ist eine Enttäuschung, seine Analyse trifft nicht zu. Sexueller Missbrauch ist eine Tat und keine „Handlung“ oder „Annäherung“, wie Benedikt schreibt. Die anhaltende Ferne des Papstes zur Rechtsstaatlichkeit, seine Entrückung, ist problematisch. Als seien beide Sphären wie mit einem inneren Band verbunden. Institutionen, die die Tür hinter sich schließen, die eine hierarchisch, streng und voller Rituale, die andere vermeintlich libertär, licht und menschenfreundlich, ließen sie in ihren inneren Räumen den sexuellen Missbrauch von Männern an Jungen geschehen und vertuschten ihn. Und schwiegen jahrelang. Diese anhaltende Ferne zur Rechtsstaatlichkeit, diese Entrückung, ist problematisch. Wie auch jene Passagen über die Schwierigkeiten der irischen Gesellschaft, die ihm zufolge erst mit der Modernisierung und Säkularisierung begannen. So als sei der Missbrauch nicht gerade in jenen düsteren und kargen Jahren vor dem EU-Beitritt geschehen, in denen die Kirche immense Macht über die irische Gesellschaft hatte.

siehe    http://www.tagesschau.de/inland/zollitschhirtenbrief100.html

http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentarhirtenbrief100.html

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684759,00.html

http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE62J04D20100320

http://www.zeit.de/newsticker/2010/3/20/HAUPTGESCHICHTE-HIRTENBRIEF24273944xml

http://www.welt.de/politik/article6855887/Scham-Reue-aber-kein-Wort-zu-deutschen-Faellen.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/351/506530/text/

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5374402,00.html

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/papst-hirtenbrief-missbrauch-ID12690260 13953.xml

http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/D-Vatikan-Irland-Kirchen-Schulen-Kinder-Missbrau chsskandal-Papst-kritisiert-irische-Kirche;art154776,2258923

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E977A2EE410D5479F8E2FAC89D 81AE8FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/papst_benedikt_xvi_zu_den_missbrauchsfaellen_1.525 7395.html

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Missbrauchsopfer-sind-tief-enttaeuscht-ueber-PapstBri ef/story/15285288

http://kurier.at/nachrichten/1986997.php

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8057145,00.html

http://www.derwesten.de/nachrichten/Papst-bedauert-Missbrauchfaelle-kein-Wort-zu-Deutschland-i d2764993.html

http://www.derwesten.de/staedte/plettenberg/Klare-Worte-zu-Missbrauch-in-der-Kirche-id2758609.ht ml

http://www.n-tv.de/panorama/Papst-geisselt-Missbrauch-article785536.html

http://www.ksta.de/html/artikel/1268991434795.shtml

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684798,00.html

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684784,00.html

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Benedikt-XVI-Missbrauch;art141,3062474

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/hirtenbrief-papst-reaktionen-

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Eine-Botschaft-auch-an-uns_aid_834708.html

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,8057303,00.html

http://tirol.orf.at/stories/430767/

http://www.sueddeutsche.de/politik/357/506536/text/

http://www.welt.de/debatte/article6859649/Der-Papst-ist-bedenklich-entrueckt.html

http://www.mopo.de/2010/20100321/deutschland-welt/panorama/papst_benedikt_verliert_kein_wort _zu_deutschen_missbrauchsfaellen.html

Benedikt 29a

Wie immer geht es darum Verantwortung und Schuld abzuweisen

Schon wieder ein Anti-Semitismus-Vergleich aus dem Vatikan

Vatikanischer (Hass)Hausprediger sorgt für wütende Proteste

Kindesmissbrauch ist Verrat am Evangelium

Kirchenaustritte steigen dramatisch an

Das Volk Gottes wird auf dummes Geplapper (Kritik am Vatikan) nicht hören …

Deutsche Bischöfe: Kirchenaustritt ist ein Anschlag auf Gott

Papst 254-3 

Benedikt XVI. hat im Petersdom der Feier des Leidens und Sterbens Jesu beigewohnt. Die Auslegung der Lesungen übernahm dabei der päpstliche Hausprediger Raniero Cantalamessa. Er lobte die moderne Vorstellung, wonach Opfer und Schwache zu schützen seien, als späte Frucht der Revolution Christi. Cantalamessa ging im Folgenden auf die in erster Linie von Männern ausgeübte Gewalt auf Frauen und Kinder ein: „Ich rede hier nicht von der Gewalt gegen Kinder, mit der sich unglücklicherweise nicht wenige Mitglieder des Klerus befleckt haben. Davon wird schon genug außerhalb der Kirche gesprochen.“

Dann zitierte der päpstliche (Hass-)Hausprediger aus einem persönlichen Brief, den ihm ein jüdischer Freund geschickt habe. Dieser Freund drücke darin seine Abscheu vor den Unterstellungen aus, womit die Öffentlichkeit derzeit den katholischen Klerus überschütte. Der Freund, so Cantalamessa, habe geschrieben: „Die Überleitung von persönlicher Verantwortung und Schuld zu kollektiver Schuld erinnern mich an die schändlichsten Aspekte des Antisemitismus.“

Dieser Vergleich rief wütenden Protest hervor, etwa vom Zentralrat der Juden in Deutschland, der von einer bodenlosen Frechheit sprach, aber auch in den USA. Papstsprecher Pater Federico Lombardi distanzierte sich später. Ein solcher Vergleich könne zu Missverständnissen führen, so Lombardi. Cantalamessas Ausführungen entsprächen nicht der Haltung des Vatikan.

Ein Verweis auf die Debatte um sexuellen Missbrauch in der katholischen Jugendarbeit war aus den Worten des Papstes nicht zu lesen. Das Osterfest steht für die katholische Kirche in diesem Jahr wegen des Missbrauchskandals unter keinem guten Stern. In einem vom Kirchenprotokoll abweichenden Schritt stellte sich der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, ausdrücklich hinter den Papst, der wegen des Skandals mehrfach persönlich angegriffen worden ist. Das Volk Gottes werde auf dummes Geplapper nicht hören, bekräftigte Sodano. „Die ganze Kirche ist mit Ihnen“, sagte der Kardinal dem knapp 83-jährigen Kirchenoberhaupt. Sodano wünschte dem müde wirkenden Benedikt fröhliche Ostern. Niemals zuvor war eine Ostermesse auf dem Petersplatz mit einer solchen Botschaft an den Papst eröffnet worden.

 

Wenigstens ein deutscher Bischof hat den Mut die wirkliche hässliche Visage des Vatikan zu enthüllen und der scheinheiligen Heuchelei von Bedauern und Schuld ein Ende zu setzen. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller startet einen Frontalangriff auf die Medien, pöbelt im Regensburger Dom gegen die Kritiker der katholischen Kirche, vergleicht die Berichterstattung über schwerste Verbrechen von vatikanischen Kinderfickern mit der Hetze der Nazis und fordert von den Gläubigen die kritiklose Unterstützung.

betender Bischof

Gut so, ein klares Feindbild ist allemal besser als diese kriecherische Bedauern-Heuchelei, wie sie viele andere Bischöfe und der Papst zeigen. Allerdings wird damit das Wenige des päpstlichen Hirtenbriefs mit einem Schlag wieder völlig zunichte gemacht.

Regensburger Bischof hetzt gegen Medien

Ein abartiges Ablenkungsmanöver

‚Das Heulen der Wölfe schreckt mich nicht‘

Wer nach den Nazis ruft, ist oft selber einer – oder wer den Teufel an die Wand malt ist meistens selber der Belzebub

Mancher Bischof oder Kardinal wäre in letzter Zeit gut beraten gewesen einfach die Schnauze zu halten

Der Zentralrat der Juden ist entsetzt über Bischof Müller

NS-Vergleich: Falschmeldung oder lügt der Bischof mit seinem Dementi? 

Bistum will von NS-Vergleich nichts wissen

Wer den Wind säet, wird den Sturm ernten

Der Regensburger Hassprediger Bischof Gehard Ludwig Müller gießt Öl ins bereits flammende Feuer 

Bischof Müllers Medienschelte löst Empörung aus  

Kurienkardinal distanziert sich von Bischof Müller

Bischof Mueller 2

In der Missbrauchsdebatte wirft Bischof Müller den Medien eine kirchenfeindliche Haltung vor. Sie wollten die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche erschüttern – wie schon zur NS-Zeit. Es werde versucht, die ganze katholische Kirche und ihre Einrichtungen in Misskredit zu bringen, fügte der Bischof in einem Hirtenwort hin- zu. „Solche, die um jeden Preis die katholische Kirche um ihren guten Ruf bringen wollen, haben sich die „Regensburger Domspatzen“ als Opfer ausgesucht. Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden“, sagte Müller nach Mitteilung des Bischöflichen Ordinariats. Geistliche müssten derzeit auf der Straße abschätzigen Blicken und Beleidigungen am Telefon ertragen.

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Medien in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eine Kampagne gegen die Kirche vorgeworfen. Der Bischof rückte die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten. „Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen die Kirche“, sagte Müller am Samstagabend nach Informationen des Bayerischen Rundfunks in einer Predigt im Regensburger Dom. Der Bischof bat die Katholiken, der Kirche treu zu bleiben, „so wie auch damals die Katholiken und Katholikinnen treu gewesen sind.“ Den Medien gehe es darum, die Glaubwürdigkeit der Kirche zu erschüttern. Die Menschen würden „manipuliert durch verkürzte Berichte, durch ständige Wiederholung von Vorgängen aus alter Zeit, so dass der Eindruck erweckt wird, die Kirche ­ das ist eine Institution, wo die Leute völlig verdorben sind“, sagte Müller in dem Gottesdienst.

Die jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle sind nach Auffassung der allermeisten Bundesbürger nur die Spitze des Eisbergs. Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag glauben 89 Prozent der Befragten, dass die große Mehrheit der Fälle bislang unentdeckt geblieben ist. Nur sieben Prozent teilen diese Einschätzung nicht. Einen Hinweis auf die weite Verbreitung sexuellen Missbrauchs gibt auch die Anzahl derjenigen, die angaben, Kenntnis von solchen Fällen aus ihrem persönlichen Umfeld zu haben. Dies waren 15 Prozent und damit jeder siebte. Im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche ruft die Medienschelte des Regensburger Bischofs Müller immer mehr Kritiker auf den Plan. Der Deutsche Journalisten-Verband warf dem Geistlichen „skandalöse Polemik“ vor. „Es ist Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten, kritisch über die zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche zu berichten“, erklärte die stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Ulrike Kaiser. Bischof Müller polemisiere gegen die Überbringer der schlechten Nachrichten und versuche so offenbar, von den Fakten abzulenken.

Siehe      http://www.sueddeutsche.de/politik/376/506554/text/

http://www.ksta.de/html/artikel/1268991434981.shtml

http://www.kath.net/detail.php?id=26079

http://www.news-adhoc.com/kampagne-gegen-die-kirche-idna2010032190291/

http://www.br-online.de/aktuell/missbrauchsfaelle-regensburg-bischof-gerhard-ludwig-mueller-ID12 69160586266.xml

http://www.regensburg-digital.de/bischof-muller-gericht-statt-gotteshaus/19032010/

http://www.derwesten.de/nachrichten/Bischof-wirft-Medien-Kirchen-feindlichkeit-wie-zu-NS-Zeit-vor -id2765908.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/medien-zu-missbrauchsskandal-bischof-vo n-regensburg-zieht-ns-vergleich_aid_491617.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,541606,00.html

http://blog.thebrights.de/2010/01/21/abmahnung-berichterstattung-uber-padophilen-priester-unerwu nscht/

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/ns-vergleich-zentralrat-entsetzt-ueber-kath olischen-bischof_aid_491797.html

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Bischof-wirft-Medien-Kirchenfeindlichkeit-vor_aid_ 834861.html

http://www.abendzeitung.de/bayern/174084

http://www.regensburg-digital.de/bischof-mullers-nazi-vergleiche/21032010/

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/bischof-mueller-bistum-will-von-ns-verglei ch-nichts-wissen_aid_491818.html

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/missbrauch-regensburg-mueller-ID12691 69651567.xml

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,685009,00.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/missbrauchsskandal-kurienkardinal-distan ziert-sich-von-bischof_aid_491947.html

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3086&pk=536582&p=1

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E8B43FB3E78C74F0882813D22B A5CBED2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

siehe auch den Roman über die schlimmen Misshandlungen, Demütigungen und Gewalt durch katholische Ordensschwestern gegen Waisenkindern in einem katholischen Waisenhaus im Bergischen Land, ihre lieblose, unerträgliche Kindheit und den Tod von Waisenkindern, die ermordet wurden, weil ihre Hautfarbe nicht weiß war, die unehelichen und ausgesetzten Kinder von US-Soldaten bzw. ihrer Geliebten, die der Volksmund zu dieser Zeit “Negerhuren” nannte

Cover 2a

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/e-books-04.html

siehe auch Beiträge zum Thema   “Der Vatikan”   

http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/vatikan.html

Missbrauchs-Talk bei Maischberger

Anklage ist die schlechteste Verteidigung

Die katholische Kirche ist doch keine kriminelle Vereinigung – oder etwa doch?

Kirchenaustritte – stiller Protest nimmt dramatisch zu

Pädophile pflegen eine erstaunlich große Lobby

Soll das Zöllibat abgeschafft werden?

Selbstdemontage bei „Menschen bei Maischberger“: In der Diskussion um Kindesmissbrauch durch Priester zeigt sich, dass die Verteidiger der katholischen Kirche mit dem Rücken zur Wand stehen. Ihre Argumente: Die anderen sind schuld – oder mindestens genauso schlimm.

Es war Ostern, und wie so oft vorher haben sie mit den anderen Kindern aus der Gemeinde auf dem Dachboden herumgetollt. Aber irgendwann waren die anderen Kinder gegangen und Benedikt Treimer und seine beiden Geschwister brauchten jemanden, der mit ihnen spielt. Die Eltern waren beschäftigt, aber der Kaplan sagte: Klar spiele ich mit euch. Also kam er mit auf den Dachboden. „Wen ich erwische, der gehört mir“, sagte der Kaplan, und erwischt hat er dann Benedikt, damals zwölf Jahre alt, und spätestens, als die Hand des Kaplans in seiner Hose war, wusste Benedikt, dass es kein Spiel mehr war. Danach sollten sich dann die beiden Geschwister verstecken, während der Kaplan und Benedikt im Nebenzimmer warteten, und kaum waren Bruder und Schwester außer Sichtweite, umarmte der Kaplan Benedikt von hinten, verlangte, dass er die Hose herunterziehe, bedrängte ihn.

Daheim erzählte die Schwester alles, zum Glück, denn Benedikt war so geschockt, dass er gar nichts sagen wollte. Immer hatte die Mutter der Kirche vertraut, war selbst engagierte Christin und jetzt das. Dieser Kaplan war ihr schon vorher aufgefallen: Ihr Vater lag im Sterben, und dieser Mann saß stumm neben ihr, eiskalt, es interessierte ihn nicht. Die Mutter informierte den Stadtpfarrer, der glaubte ihr sofort, das wundert sie noch heute, und am nächsten Tag war der Kaplan verschwunden. Zu einer Anzeige kam es nicht.

Benedikt wollte nicht mehr über den Vorfall sprechen, er wollte ihn vergessen, und der Anwalt sagte: Wenn ihr vor Gericht geht, wird alles an die Öffentlichkeit gezerrt. Die Familie unterschrieb ein Stillschweigeabkommen mit der Kirche. Benedikt bekam etwas Geld und einen lauwarmen Entschuldigungsbrief des Kaplans. Die Familie forderte, dass dieser Mann nie wieder in der Jugendarbeit eingesetzt werden dürfe, doch die Kirche verweigerte eine Garantie. Und so kam es, dass der pädophile Kaplan wenig später wieder im Auftrag der Kirche mit Kindern zu tun hatte, da missbrauchte er dann einen kleinen Jungen 22-mal.

Sie macht das gut.

Sandra Maischberger hatte sich am Dienstagabend das Thema „Die Priester und der Sex: Verschweigen, verleugnen, vertuschen?“ vorgenommen. Und Maischberger lässt zuerst und konsequent die Opfer zu Wort kommen, lässt sie ausreden, ihre Geschichten erzählen, hört zu. Die Geschichte von Benedikt spricht für sich. Wer wollte so einen ungeheuerlichen Vertrauensmissbrauch, wie er ihn erlebt hat, rechtfertigen?

Wer könnte eine Kirche verteidigen, die wissentlich einen Pädophilen wieder auf Kinder loslässt?

Wer wollte eine Institution entschuldigen, die, wie der Komponist und ehemalige Regensburger Domspatz Franz Wittenbrink berichtet, sadistische Gemeinheiten als Erziehungsmethode zulässt?

„Ich will einen kleinen Zwischenruf machen“, sagt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, aber Maischberger lässt es nicht zu, dass er Wittenbrink unterbricht, noch nicht, erst darf der Musiker noch in Ruhe die Kopfnüsse und die eingerissenen Ohren beschreiben, die er als Kind in Regensburg erlebt hat, dann kommt der Bischof zu Wort.

Und der erzählt von seinem Vater. Der habe ihn ja auch geschlagen. Gewalt in der Erziehung habe eine lange Geschichte, die habe es nicht nur in der Kirche gegeben.

So sieht das auch die Schriftstellerin Gabriele Kuby. Sie trauert um die Kirche, sagt sie. Denn die Kirche habe doch eine wunderbare Botschaft zu verkünden von der Liebe Gottes, die werde jetzt ja völlig verdreckt. Missbrauch gebe es überall, in der ganzen Gesellschaft, das sei kein kirchliches Problem.

Es sollte an diesem Abend die einzige Argumentationslinie der Verteidiger bleiben: Gewalt und Missbrauch ist zwar schlimm, alles muss aufgeklärt werden, aber so etwas gab es schon immer. Und längst nicht nur in der katholischen Kirche, sondern überall. Im Fall von Benedikt, sagt der Bischof, sei es wohl so, dass ein Einzelner in der kirchlichen Verwaltung versagt habe, als er den Kaplan wieder auf Kinder losgelassen hat.

Nein, da sei kein System.

„Wir haben es mal mit einer Karte versucht“, sagt Sandra Maischberger. Ihr roter Hosenanzug erinnert ein wenig an den Papst oder an den Teufel, auch ästhetisch also ausgewogen, und die Einblendung der Landkarte macht auch dem letzten Zuschauer augenfällig, dass von Einzelfällen längst nicht mehr die Rede sein kann. In 20 von 27 deutschen Bistümern wurden in den vergangenen Wochen Missbrauchsfälle bekannt.

Was kann man da tun?

Die TV-Moderatorin Maria von Welser fordert die Abschaffung des Zölibats und das Priesteramt für Frauen, so könne der Klerus normalisiert werden. Und wer Priester werden wolle, müsse sich wissenschaftlich durchleuchten und psychologisch begutachten lassen.

Von so etwas wollen weder Bischof Laun noch Gabriele Kuby etwas wissen. Kuby kommt jetzt in Fahrt. Sie hoffe auf eine Läuterung der Kirche. Jetzt steige der Druck auf die Kirche, ihre Feinde glauben, sie in die Knie zwingen zu können, sie zwingen zu können, ihre Sexualmoral aufzugeben. Das Problem sei doch vor allem unsere übersexualisierte Gesellschaft. Schuld seien die 68er mit ihrer sexuellen Revolution. Die Grünen, die „taz“ und die Humanistische Union würden doch Sex mit Kindern propagieren.

Neben der Frage, wer von den drei Beschuldigten Frau Kuby wohl zuerst für diese Behauptung verklagen wird, dämmerte dem Zuschauer: Gab es da nicht einmal diese Ultrakonservative auf der Bühne bei Sabine Christiansen, die einfach mal so behauptet hat, jedes dritte Kind in Schweden sei psychisch krank, weil in einer Krippe erzogen wurde?

Bingo. Das war Kuby.

Wer sie nicht wegen ihres Buches „Mein Weg zu Maria“ kennt, hat vielleicht noch ihre flammende Anklage gegen die gottlosen Harry-Potter-Bücher in Erinnerung. Und weil sie schon einmal da ist, nutzt sie die Zeit noch dafür, sich darüber zu empören, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den After als Sexualorgan anpreise. Mit dieser Frau am Tisch ist eine geordnete Diskussion nur schwer möglich, und so ging es zunehmend drunter und drüber. Vernünftige Stimmen wie jene des Ex-Jesuiten Heiner Geißler, der von der Kirche mehr Transparenz forderte und ansonsten das Problem vor allem im Missbrauch von Macht sehen wollte, gingen zunehmend im Schlachtengetümmel unter.

Maria von Welser sagte immer weniger, und auch Sandra Maischberger betrachtete die Kirchenfreunde streckenweise stumm bei der eigenen Demontage. „Hören Sie besser zu!“, herrschte der Bischof den Komponisten Wittenbrink an, als der sich erdreistet hatte, den Ausführungen Launs zu widersprechen. So ist das also, wenn man als erwachsener Mann vor laufender Kamera wieder zum Domspatz gemacht wird.

„Warum schaut man eigentlich bei den Evangelischen nicht genau hin?“, will Laun dann noch wissen. Ja, die anderen, die sind doch mindestens genauso schlimm. Wer sich auf solchem Niveau verteidigen muss, steht mit dem Rücken zur Wand. „Verschweigen, verleugnen, vertuschen?“, hieß es im Sendungstitel.

Man fragt sich, warum das Fragezeichen nötig war.

siehe          http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682701,00.html

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/missbrauchsopfer-das-reden-der-laemmer_ai d_487892.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/tid-17487/missbrauchsopfer-er-hat-sich-bed ient-ich-habe-geschwiegen_aid_487803.html

http://www.focus.de/wissen/bildung/theologie/tid-17494/missbrauchsskandale-unzucht-im-schoss-de r-kirche_aid_488025.html

http://www.focus.de/wissen/bildung/Geschichte/tid-17484/paedophilie-geschichte-des-sexuellen-mis sbrauchs_aid_487760.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32212/1.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/sexueller-missbrauch-zwischen-verjaehru ng-und-vergeltung_aid_488404.html

http://www.derwesten.de/nachrichten/Fluesterkinder-sollen-ueber-ihr-Schicksal-laut-reden-id270889 1.html

http://www.derwesten.de/kultur/literatur/Fluesterkind-ergreifend-mutig-aber-nichts-fuer-zart-Besaite te-id2708896.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/umgang-mit-missbrauch-scharfe-kritik-an-k atholischer-kirche_aid_488768.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchenaustritte-und-sie-gehen-doch_aid_488762.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-17497/missbrauchsskandal-das-langsame-ausbluten-der- kirche_aid_488133.html

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,682907,00.html

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/mehr-kirchenaustritte-stiller-protest-670646.html

http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1188549&kat=4

http://www.tagesschau.de/inland/missbrauch132.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/zentralkomitee-der-katholiken-praesident- glueck-stellt-zoelibat-infrage_aid_489211.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/tid-17540/paedophilen-lobby-sexualitaet-ni x-pfui_aid_489090.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/zentralkomitee-der-katholiken-praesident- glueck-stellt-zoelibat-infrage_aid_489211.html

http://www.tagesschau.de/inland/missbrauchsskandal102.html

http://www.sueddeutsche.de/bayern/653/505841/text/

http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE62C07320100313

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E8FF877FED7B64AF1997FED482 E257926~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&alias=wzo&cob=478310

http://www1.ndr.de/nachrichten/zoelibat100.html

http://www.br-online.de/bayern2/theologik/schaender-gottes-sexueller-missbrauch-kirche-ID1268318 518920.xml

http://www.welt.de/die-welt/politik/article6764189/Justizministerin-darf-mit-am-Runden-Tisch-sitzen. html

http://www.blauenarzisse.de/v3/index.php/aktuelles/1436-katholische-missbrauchs-skandale-in-deut schland-2010-ein-ueberblick

siehe auch Video   http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_19_030/aufklaerung_von _sexuellem.html

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/994768/Vatikan-Der-Umgang-mit-de m-Missbrauch#/beitrag/video/994768/Vatikan-Der-Umgang-mit-dem-Missbrauch

 

Auch Sie, als Bürger und Christ können ganz gezielt Einfluss nehmen, ihrer Empörung Luft verschaffen und der römisch-katholischen Kirche die rote Karte zeigen, belegen, dass das Ende der Geduld mit einem bornierten, dogmatisch gegen die Menschen ausgerichteten Vatikan und Papst erreicht ist. 

Treten Sie massenhaft aus der Kirche aus und begründen Sie diesen Austritt schriftlich bei Ihrer Diözese, bei ihrem Priester oder Bischof. Sie brauchen die römisch-katholische Amtskirche nicht um ihren Glauben zu leben, absolut nicht.

Wenden Sie sich von der heuchelnden, verlogenen Amtskirche ab, notfalls auch mit stillem Protest und Austritt. Der letzte, der geht, macht dann in der Kirche das Licht aus, denn dann sind die Priester und Bischöfe nur noch unter sich und können sich gegenseitig sexuell missbrauchen …

 

Erzbischhof Zollitsch 2 

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Zollitsch, rief die Gläubigen auf, nicht wegen der Missbrauchsfälle aus der Kirche auszutreten. Wer sich zurückziehe, fehle der Kirche für einen Neuanfang. Es gelte, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und „die unbegreiflichen Vorkommnisse, die abscheulichen Verbrechen, die dunklen Seiten der Kirche“ in den Blick zu nehmen, betonte Zollitsch in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme. Es erfülle ihn mit Schmerz und Trauer, wenn Menschen nun der Kirche den Rücken kehrten. (Vor allen Dingen dürfte ihm der schwindende Einfluss und die Kirchensteuer im Kirchenhaushalt fehlen)

Katholische Kirche kämpft mit Austrittswelle nach Missbrauchs-Skandalen

Katholiken im Ruhrgebiet kehren der Kirche nach den Missbrauchsfällen verstärkt den Rücken. In manchen Städten ist die Zahl der Austritte in den letzten Wochen drastisch gestiegen. Die Katholische Kirche verspricht Aufklärung, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Der März ist um und damit der erste Monat, an dem sich die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche in der Zahl der Austritte niedergeschlagen haben könnte. Tatsächlich haben Gläubige verstärkt ihrer Kirche den Rücken gekehrt, jedoch in völlig unterschiedlicher – in einigen Städten jedoch sogar in dramatischer – Höhe. Am Essener Amtsgericht meldeten sich 184 Katholiken ab, rund 50 Prozent mehr als im vergangenen März. In Duisburg traten im März 2009 48 Katholiken aus, im März 2010 waren es 78 und damit über 50 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vormonat bilanziert das Bochumer Amtsgericht eine Verdoppelung, das Gelsenkirchener sogar eine Verdreifachung. In Dortmund und Mülheim wiederum blieb die Zahl konstant, in Recklinghausen ging sie sogar zurück. Allerdings wird bei letzteren Amtsgerichten quartalsweise abgerechnet, also nicht auf den Monat bezogen.

„Ein Zusammenhang mit der Berichterstattung über Missbrauchsfälle in den Medien ist nicht auszuschließen“, erklärt der Pressesprecher des Ruhrbistums, Ulrich Lota. Alle diese „schrecklichen“ Fälle müssten aufgeklärt werden, damit das Vertrauen in die Kirche wieder hergestellt werden könne. Bernhard Lücking, Stadtdechant in Duisburg, meint: „Wir werden alle Mühe haben, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen.“

Aufklärer Ackermann prangert Vertuschung in katholischer Kirche an 

Bischof gibt Vertuschung in der Kirche zu 

Katholische Kirche besorgt wegen vermehrter Austritte

„Falsche Rücksichten“, „mangelnder Aufklärungswille“, „Vertuschung“: Der Beauftragte der Katholischen Kirche, Ackermann, hat ungewöhnlich deutlich die Probleme bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen angesprochen. Stephan Ackermann, 46, Bischof aus Trier spricht Klartext. „Aus unseren Erkenntnissen heraus, die wir nun haben, hat es Vertuschung gegeben. Das müssen wir heute schmerzlich zur Kenntnis nehmen“, sagte er. „Wir haben falsche Rücksichten auf den Ruf der Kirche, auf bestimmte Institutionen, auf den Ansehensverlust genommen“, sagte Ackermann. Wo kein wirklicher Aufklärungswille vorhanden gewesen sei „und Täter einfach nur versetzt wurden, müssen wir in einer ganzen Reihe von Fällen gestehen, dass vertuscht worden ist“.

Seit Wochen werden in Deutschland und Europa immer mehr Vorwürfe gegen katholische Einrichtungen und Priester bekannt. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sagte nach Angaben der Erzbischöflichen Pressestelle, er habe in seinen 48 Jahren als Priester noch nie eine so schwere Zeit für die Kirche erlebt.

Ackermann sieht die Schuld für das Vertuschen allerdings nicht bei der Kirche als Institution, sondern vielmehr bei einzelnen Tätern und deren Vorgesetzten, die ihrer Verantwortung nicht gerecht wurden. „Einfach verkürzt zu sagen, es ist das System, wird der Angelegenheit nicht gerecht und würde die Täter in ungutem Maße entschuldigen.“ Ackermann verteidigte zudem Papst Benedikt XVI. gegen die Kritik, sich bislang nicht zu den Missbrauchsfällen in Deutschland geäußert zu haben. “

Man tut dem Papst Unrecht, wenn man den Eindruck erweckt, er wäre in dieser Frage nicht klar.“ Ackermann gab sich zuversichtlich, die Missbrauchsfälle nun zügig aufzuarbeiten. „Wir werden in diesem Jahr unsere Leitlinien überarbeitet und die Entschädigung geklärt haben.“

Neben einer finanziellen Unterstützung der Opfer müsse aus seiner Sicht die Anerkennung des Unrechts diesen Menschen auch gerecht werden. „Wir wollen uns nicht durch bestimmte Summen freikaufen“, sagte der Bischof. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Zölibat und den sexuellen Missbrauchsfällen sieht Ackermann jedoch nicht – dieser Zusammenhang war in Deutschland zuletzt stark diskutiert worden. „Eine sexuelle Störung liegt früher fest. Sie wird nicht durch ein Versprechen ausgelöst, das ein erwachsener Mann ablegt“, sagte Ackermann. Er sprach sich zwar für die Beibehaltung des Zölibats aus, betonte jedoch gleichzeitig, dass er kein „dogmatischer Glaubenssatz“ sei. In der vergangenen Woche hatte der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn auch innerhalb der katholischen Kirche eine Diskussion über die umstrittene Enthaltsamkeit angestoßen.

siehe      http://www.derwesten.de/nachrichten/Kirche-kaempft-mit-Austrittswelle-nach-Missbrauchs-Skandal en-id2809239.html

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Austrittswelle-erfasst-die-katholische-Kirche-id2807716.ht ml

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,683990,00.html

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/missbrauchsbeauftragter-bischof-gibt-vert uschung-in-kirche-zu_aid_490366.html

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,8053207,00.html

http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=6133620/1s5r78z/

http://rhein-zeitung.de/on/10/03/16/news/t/rzo686616.html

http://www.n-tv.de/politik/Glaeubige-sind-verunsichert-article777949.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6833766/Bischoefe-wollen-keine-billige-Gnade-fuer-Ta eter.html

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2439105_Kirche-lenkt-ein.html

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1192138&kat=120

http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/missbrauchsskandal-bischoefe-bitten-um-vergebung_aid_490685.html

http://www.focus.de/panorama/vermischtes/missbrauch-bischoefe-wollen-jeden-missbrauchsverdac ht-der-justiz-melden_aid_490898.html

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Bayerns-Bischoefe-setzen-auf-Justiz_aid_833760.ht ml

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/flucht-kirche-678846.html

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/Katholische-Kirche-verzeichnet-bdquo-Austr ittswelle-ldquo-;art372458,4212659

http://derstandard.at/1268700881154/Kirche-besorgt-wegen-vermehrter-Austritte

 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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