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Der „Führer“ lässt freundlich grüßen

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Der „Führer“ lässt freundlich grüßen

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Die Machtergreifung Adolf Hitlers  –  das pseudodemokratische Schmierentheater in einem deutschen Parlament, der Albtraum jedes echten Demokraten  –  wiederholt sich z.Zt. am Bosporus, Entmachtung und Gleichschaltung der Justiz, strikte und juristisch kontrollierte Pressezensur, unendlich ausgeuferte Korruption, Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von Regimekritikern und -Gegnern, das ist die Machtergreifung eines nachgewiesenen Steuerhinterziehers in vielfacher Millionenhöhe, eines Massenmörders, eines despotischen Diktators

Recep-Tayyip-Erdogan-Adolf-Hitler-Mischung

der sich selbst als der große Führer der terroristischen / islamistischen Welt versteht, als der neue große und allmächtige Sultan von Istanbul und Ankara, dem Neubegründer des geächteten, massenmörderischen Osmanischen Reiches

Erdogan will mehr Macht  –  und wird sie bekommen

Erdogan Herausforderer spricht von Unregelmäßigkeiten bei der Wahl

Der Machtmensch Erdogan  –  diktatorisch – polarisierend – kompromisslos

Erdogan strebt die uneingeschränkte Macht an

Der unberechenbare Sultan

Erdogan stößt Atatürk vom Sockel

Erdogan faselt von der Auferstehung der „neuen Türkei“

Wird Erdogan zum totalitären Langzeitherrscher

Erdogan scheint seine eigene Dynastie anzustreben

Vom Reformer zum despotischen Diktator

Erdogan der Erlöser

Die Türken haben am Sonntag zum ersten Mal ihr Staatsoberhaupt direkt gewählt. Als klarer Favorit gilt Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, der angekündigt hat, das Präsidentenamt mit weitreichenden Machtbefugnissen auszustatten. Umfragen zufolge liegt er 20 Punkte vor seinem wichtigsten Kontrahenten und könnte bereits im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit erzielen. Er strebt nach eigenen Worten zwei Amtszeiten von je fünf Jahren an. Mit ersten Ergebnissen wird am frühen Abend gerechnet.

In der Türkei schien der Andrang in den Wahllokalen am Sonntag geringer als bei der Kommunalwahl im März zu sein, bei der Erdogans Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) einen klaren Sieg errang. Rund 53 Millionen Türken waren aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Erstmals konnten auch im Ausland lebende Türken in ihren Gastländern ihre Stimmen abgeben. So waren in Deutschland Wahllokale in sieben Städten für die etwa 1,4 Millionen in der Bundesrepublik lebenden Türken eingerichtet worden. Die Stimmabgabe dort endete am vergangenen Sonntag. Danach wurden die Wahlurnen in die Türkei geflogen, wo die Stimmen ausgezählt werden. Der 60-jährige AKP-Chef wird vor allem von religiös-konservativen Türken unterstützt. Sie heben etwa die wirtschaftlichen Erfolge des Landes hervor, das Nato-Mitglied und EU-Beitrittskandidat ist. Kritiker beklagen dagegen, dass die Türkei unter Erdogan immer stärker von ihrer weltlichen Orientierung abrückt und Bürgerrechte beschnitten werden. „Man kann nur frei sein, wenn man ihn unterstützt. Er hat das Land wie niemand zuvor gespalten“, sagte ein 46-jähriger Wähler in Ankara. Erdogan hat angekündigt, die Verfassung ändern zu wollen, um das Präsidentenamt mit neuen Befugnissen auszustatten. Bestehende Rechte will er voll ausnutzen, etwa die Ernennung des Regierungschefs. Bei seinem Wahlkampf-Abschluss in Konya im Innern des Landes, wo er besonders viele Unterstützer hat, rief Erdogan am Samstag seine Landsleute zur Einheit auf. Das Land müsse Polarisierung und Angst hinter sich lassen. „Eine starke Türkei wird auferstehen.“ Schon jetzt gibt die Verfassung dem Präsidenten allerdings erhebliche Macht. Seine Entscheidungen sind juristisch nicht anfechtbar.

Erdogan und Hitler

Kritiker bezweifeln allerdings, ob Erdogan die ausgleichenden und einigenden Qualitäten besitzt, die für das Präsidentenamt gemeinhin vorausgesetzt werden. Erdogan ist kein Diplomat, der den Kompromiss sucht. Im Gegenteil: Er ist ein Machtmensch, der keinen Kampf scheut und der die Türkei polarisiert hat. Er geht Kontrahenten hart an und legt eine aggressive Rhetorik an den Tag, die gelegentlich in Wut umzuschlagen scheint. Seine Jugend verbrachte Erdogan im Istanbuler Arbeiterviertel Kasimpasa, dort gibt es keine der europäisch geprägten Elite-Schulen. Er lernte, sich durchzuboxen. Er kickte auf dem Fußballplatz und spielte in der Amateurliga. Sein politischer Aufstieg erfolgte gegen massiven Widerstand vor allem des Militärs, das sich als Hüter des Erbes von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk sieht – und das von Erdogan inzwischen weitgehend entmachtet wurde.

Nach dem AKP-Sieg bei den Kommunalwahlen im vergangenen März kündigte Erdogan an, Gegner „bis in ihre Höhlen“ verfolgen zu wollen. Im Präsidentschaftswahlkampf sagte der bekennende Anti-Semit kürzlich: „Jetzt hat der Terrorstaat Israel mit seinen Grausamkeiten in Gaza Hitler übertroffen.“ Unliebsame Journalisten geht Erdogan persönlich an. Einer prominenten Medienvertreterin warf er vor wenigen Tagen vor, „eine Militante in Gestalt einer Journalistin“ zu sein. In der EU sorgen Erdogans Aussagen und sein zunehmend autoritärer Regierungsstil für Irritationen. Westliche Staats- und Regierungschef lassen sich kaum noch in Ankara blicken. Wie unangenehm solche Besuche werden können, musste im April Bundespräsident Joachim Gauck erleben. Nach verhaltener Kritik des früheren Pfarrers Gauck an Demokratiedefiziten in der Türkei kam es zum Eklat. Erdogan spottete: „Der deutsche Staatspräsident sieht sich immer noch als Priester.“

Erdogan Sultan

In seinen Reden bezieht sich Erdogan immer wieder auf das Osmanische Reich, das nach dem Ersten Weltkrieg unterging und mit einer Republik ersetzt wurden, in der die eine Trennung von Staat und Religion gilt. In den vergangenen Jahren hat der Islam aber an Bedeutung gewonnen. Manche Wähler loben Erdogan für seinen Glauben. Auf ähnliche Weise redete auch Adolf Hitler, als er sich bemühte dem deutschen Volk die verlorene Ehre aus dem 1.Weltkrieg, die germanische Größe, die Einheit der Volksgenossen und das tausendjährige Reich aufzupöbeln. Wenn Erdogan von Fortschritt und Moderne spricht, dann erinnert seine Attitüde an Atatürk. Allerdings war die positive Einstellung gegenüber Wirtschaft und Technologie, wie sie auch Erdogan pflegt, bei Atatürk mit einer kulturellen Öffnung gegenüber Europa verbunden. Die fehlt Erdogan und seiner Partei gänzlich.

Erdogans protzige Kraftmeierei

Der Istanbuler Rentner Osman Zeki Fenerci hat schon früh seine Stimme abgegeben, um der Mittagshitze zu entgehen: „Ich hoffe, Ekmeleddin Ihsanoglu wird gewinnen. Denn ich will keine politischen Spannungen. Wenn Erdogan die Wahl gewinnt, wird sich die Lage hier in der Türkei zuspitzen. Deshalb setze ich auf Ihsanoglu.“ So denken viele Menschen in der Türkei und wählen den Kandidaten der beiden größeren Oppositionsparteien, Ekmeleddin Ihsanoglu, einen 70-jährigen Diplomaten und Wissenschaftler. Er ist ein Mann der leisen Töne, ganz anders als Reccep Tayyip Erdogan von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP. Präsidentschaftskandidat Ekmeleddin Ihsanoglu berichtet nach seiner Stimmabgabe von etlichen Wählern, die für Gefälligkeiten vorsorglich ihren angekreuzten Wahlzettel abfotografiert hätten. Nach seiner Stimmabgabe sagte Erdogans Hauptkonkurrent Ihsanoglu, die Augen der ganzen Welt ruhten auf der Türkei. „Die Türkei hat sich angestrengt, eine erstklassige Demokratie zu werden (…) und das wird sie hoffentlich heute erreichen.“

Ihsanoglu hatte seinen Wahlkampf auf die Themen Einheit und Zusammenwachsen fokussiert und versprochen, ein Präsident für alle Türken sein zu wollen. Der 70-Jährige sagte, am Sonntagmorgen sei von einigen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl berichtet worden. Einige Wähler hätten ihre angekreuzten Wahlzettel mit dem Handy fotografiert. Damit wollten sie beweisen, für welche Partei sie gestimmt hätten, und wollten im Gegenzug Gefälligkeiten erhalten. Es werde eine offizielle Klage eingelegt. Ihsanoglu war von 2004 bis 2014 als Generalsekretär in der Organisation für Islamische Zusammenarbeit tätig. Er wird von mehr als einem Dutzend Oppositionsparteien unterstützt, darunter zwei wichtige: die Republikanische Mitte-Links Partei und die rechte Nationalistische Partei.

Recep Tayipp Erdogan Plakat klein neu

Neben dem Favoriten Erdogan und dem Oppositionskandidaten Ihsanoglu tritt als dritter Kandidaten Selahettin Demirtas an von der kurdischen Partei HDP. Umfragen sehen ihn bei etwa acht Prozent. Es sind vor allem kurdische und linksliberale Wähler, die hinter Demirtas stehen. In dessen kurdischer Heimatstadt Diyarbakir im Südosten der Türkei sagt ein junger Mann: „Ich hoffe, diese Wahlen werden Frieden bringen für unsere Stadt und unser Land. Ich hoffe, der neue Präsident wird das Blutvergießen beenden. Das ist alles, was ich mir wünsche.“

Momentan gibt es wenig zu vermelden aus der Türkei. So bleibt keine Zeit für eine keine kurze Erdogan-Zwischenbilanz. Vor allem seit Sommer vergangenen Jahres sieht sich der türkische Ministerpräsident immer wieder Krisen gegenüber. Zur Präsidentenwahl ist sein Image im Westen so schlecht wie nie. Seine Regierung hat aber auch Erfolge zu verbuchen – die für viele Türken schwerer wiegen als die Probleme.

Und das sind die Krisen:

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– Gezi-Proteste: Sie wurden ausgelöst von Plänen der Regierung, den Gezi-Park in Istanbul zu bebauen. Ende Mai 2013 schlugen die Proteste in landesweite Demonstrationen um, gegen die die Polizei mit großer Härte vorging. Die Polizeigewalt löste international Proteste aus. Erdogan bezeichnete die Polizisten dagegen als „Helden“.

– Korruptionsaffäre: Im Dezember wurden Dutzende Menschen aus dem Umfeld von Erdogans AKP unter Korruptionsverdacht festgenommen. Vier Minister mussten ihren Hut nehmen, Erdogan wurde zu einer weitreichenden Kabinettsumbildung gezwungen. Seine Regierung ließ Ermittler ablösen und versetzen. Der Versuch Erdogans, die Kontrolle über die Justiz zu verstärken, scheiterte am Verfassungsgericht.

– Telefonmitschnitte: Vor der Kommunalwahl Ende März, die Erdogan zu einem Referendum über seine Politik erklärt hatte, wurden über soziale Netzwerke kompromittierende Telefonmitschnitte verbreitet. Sie brachten auch Erdogans familiäres Umfeld unter Korruptionsverdacht. Die Regierung ließ Twitter und YouTube sperren. Das Verfassungsgericht hob die Sperren später wieder auf.

– Soma: Das Bergwerksunglück von Soma im Mai war das schwerste in der Geschichte der Türkei und kostete mehr als 300 Kumpel das Leben. Die Sicherheit der Gruben wurde in Zweifel gezogen. Politische Verantwortung übernahm die Regierung nicht.

– Gülen: Für die meisten innenpolitischen Krisen macht Erdogan die mächtige Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen mitverantwortlich. Erdogan wirft seinem einstigen Verbündeten vor, einen Staat im Staate errichten zu wollen und seinen Sturz zu betreiben. Die Regierung geht massiv gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor, die sie vor allem bei der Polizei und in der Justiz vermutet.

– Außenpolitik: Die von der Erdogan-Regierung verfolgte „Null- Probleme-mit-den-Nachbarn“-Politik ist gescheitert. Mit den meisten Staaten in der Region ist das Verhältnis zerrüttet. Auch der EU-Beitrittsprozess tritt auf der Stelle.

– Militär: Erdogan ist es gelungen, das Militär, das in der Vergangenheit mehrfach geputscht hatte, in die Schranken zu weisen. Mit einer Verfassungsreform im Jahr 2010 wurden Militärs bei verfassungswidrigen Handlungen ziviler Gerichtsbarkeit unterstellt.

Erdogan und Isis

siehe   http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKBN0GA0FX20140810

http://www.tagesschau.de/ausland/wahl-tuerkei-111.html

http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article131067834/Erdogan-Herausforderer-spricht-von-Unregelmaessigkeiten.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/neuer-staatspraesident-die-tuerkei-waehlt-aber-offenbar-nicht-ausreichend/10313324.html

http://www.stern.de/politik/ausland/praesidentenwahl-in-tuerkei-wird-erdogan-zum-autoritaeren-langzeitherrscher-2129659.html

http://www.stern.de/politik/portraet-machtmensch-erdogan-kompromisslos-und-polarisierend-2129997.html

http://www.zeit.de/news/2014-08/10/wahlen-praesidentenwahl-in-der-tuerkei-hat-begonnen-10083002

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3852670/Favorit-Erdogan_Die-Turkei-waehlt-einen-neuen-Praesidenten

http://www.welt.de/newsticker/news2/article131076907/Tuerken-erwarten-Ergebnis-einer-historischen-Praesidentschaftswahl.html

http://kurier.at/politik/ausland/wahltag-in-der-tuerkei-noch-mehr-macht-fuer-erdogan/79.489.826

http://www.derwesten.de/politik/wie-erdogan-mit-dem-praesidentenamt-die-tuerkei-umbauen-will-id9680614.html

siehe auch Video   http://www.focus.de/politik/videos/er-will-praesident-der-tuerkei-werden-der-unberechenbare-sultan-erdogans-groesste-fehltritte_id_4048254.html

http://www.handelsblatt.com/politik/international/wahlen-in-der-tuerkei-erdogan-stoesst-atatuerk-vom-sockel/10311252.html

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5208662/historische-wahl-in-der-tuerkei-hat-begonnen.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/erdogan-vor-wahl-zum-tuerkischen-praesidenten-die-one-man-show-a-985214.html

http://www.abendblatt.de/politik/article131060314/Erdogan-verspricht-vor-Praesidentenwahl-neue-Tuerkei.html

http://www.ksta.de/politik/praesidentschaftswahl-hat-begonnen-erdogan-will-eine-neue-tuerkei,15187246,28080244.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkei/praesidentenwahl-in-der-tuerkei-tuerken-duerfen-erdogan-waehlen-13090150.html

http://www.fr-online.de/tuerkei/erdogan-in-der-tuerkei-die-anatolischen-tiger,23356680,28060794.html

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tuerkei-erdogan-verspricht-vor-praesidentenwahl-neue-tuerkei.9720393a-0f8d-4b81-8ab8-ee4ea6387b74.html

http://www.n-tv.de/politik/Grosser-Macher-oder-Moechtegern-Sultan-article13386646.html

Tyrann Erdogan 1

Nachtrag:

Der Akt der Machtergreifung nach dem Vorbild der Nationalsozialisten NSDAP und Adolf Hitlers von 1936 war in der ehem. Republik Türkei 2014 erfolgreich,  –  Recep Tayyip Erdogan hat die Wahlen und die absolute Macht gewonnen, das Osmanische Großreich ist in greifbarer Nahe. Erdogan stehen jetzt alle Möglichkeiten offen aus der Türkei eine Diktatur nach Vorbild der Nazis oder Putingrad /ehem. Russland bzw. des Mullah-Regimes im Iran zu machen, was faktisch ein und dasselbe ist. Den Bürgern der Türkei und dabei besonders diejenigen, die mit der autoritären Politik Erdogans nicht einverstanden, die Andersdenkende sind, steht ein heißer Tanz und ein vernichtender Exodus mit dem Diktator bevor, bei dem sie voraussehbar früher oder später in den Gefängnissen verrotten. Erdogan ist da unverkennbar wie Hitler oder Stalin: Wer gegen ihn ist, wird automatisch zum Volks- und Staatsfeind, muss ausgemerzt werden. Aber das kennen wir ja aus den Geschichtsbüchern über das 3.Reich in Deutschland, die Gleichschaltung und totale Kontrolle der Staatsmacht durch alle gesellschaftlichen Schichten, die konsequente Ausschaltung jeglicher Opposition.

Recep Tayyip Erdogan möchte so gerne in die Geschichte eingehen als der legitime Erbe und gleichgestellte Nachfolger des großen, unvergessenen Mustafa Kemal Atatürk,  –  doch er wird nie etwas anderes sein, als der spießige, kleinbürgerliche Despot und Heuchler, der autoritäre Mörder und Rechtsbrecher, ein Hassprediger, der sich immer nur selbst benachteiligt, den die Geschichte schneller als gedacht in die Vergessenheit schicken wird, als den Mann, der es schaffte die Republik Türkei politisch weitgehend zu isolieren und ihr die Tür nach Europa auf viele Jahre zu versperren.

erdogan01

Immerhin, Erdogans Machtergreifung schafft viele neue Arbeitsplätze, denn jetzt werden neue und größere Gefängnisse gegen die Opposition gebraucht, – die müssen erst draußen vor den großen Metropolen, irgendwo in der öden Einsamkeit gebaut werden, wo man die Schreie der Gefolterten nicht gleich hört, nicht die Schüsse bei den Hinrichtungen. Arbeitsplätze auch für Gefängniswärter und Gärtner, bis endlich die von Erdogan gewünschte Ruhe und Einheit in der Türkei herrschen, die Ruhe der Friedhöfe und die Einheit der Grabsteine für ehemalige Dissidenten.

Doch wird dieses neue Osmanische Reich auch mit dem Versprechen der tausendjährigen Haltbarkeit über das türkische Volk hereinbrechen  –  oder wie in Nazi-Deutschland bereits nach elf Jahren ein Land am Rande des Todes und völligen Staatsbankrotts hinterlassen.

Viele zig-Millionen hat der korrupte Erdogan-Clan ja schon beiseite geschafft, doch es gibt noch viele weitere zig-Millionen aus den öffentlichen Kassen zu rauben und auf sichere Konten in Steueroasen zu transferieren, der eigenen Bereicherung und Nutzen zugeordnet.

siehe auch „Politische Plakate“   http://www.brakhage.info/politische-plakate-2

siehe auch     https://youtu.be/R2e2yHjc_mc

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Mitarbeiter-des-Monats-Recep-Tayyip-Erdogan,erdogan188.html

Recep Tayipp Erdogan 2

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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