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Das totalitäre Regime gegen das chinesisch besetzte Tibet

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Das totalitäre Regime gegen das chinesisch besetzte Tibet

“Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …”

George Orwell

Neue Flagge Chinas 1a

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Zusammenstöße zwischen Tibetern und chinesischen Sicherheitskräften

Eine ganze Reihe von tibetischen Demonstranten trugen ernste Verletzungen davon. Am Verhalten der chinesischen bewaffneten Kräfte, die 2008 in allen Teilen des Landes mit tödlicher Gewalt gegen die Tibeter vorgingen, hat sich bis heute nichts geändert. China setzt seine Politik der harten Linie fort, die Behörden verhaften Tibeter, schießen mit scharfer Munition auf sie und verhängen harte Strafen.

Einer Quelle aus Tibet zufolge wurden nach einem Zusammenstoß zwischen Einheimischen und bewaffneten Kräften im Bezirk Dege 10 Tibeter festgenommen. Das Kloster Taklung, das unter die Gemeinden Pema und Neydho in Dege Jodha fällt, steht leer, seitdem die Mönche gezwungen wurden, den Dalai Lama zu diffamieren. Am 27. Juni verhafteten die Behörden zwei ortsansässige tibetische Beamte, Gyaltsang Dorjee und Gyurmed Gonpo. Den beiden wird angelastet, ihre Amtspflicht vernachlässigt zu haben, nachdem die chinesischen Behörden sie mehrere Male aufgefordert hatten, die Mönche zurückzurufen. Über 20 Tibeter begannen einen friedlichen Protest, um die bewaffneten Kräfte daran zu hindern, ihre Landsleute in der Nähe des Klosters Kyabche in Gewahrsam zu nehmen.

Tibetische Realität: Die Realität ist ein breites Band an Informationen

Die Medien der Neuzeit sind dadurch gezwungen, zu fokussieren. Leider entsteht dadurch ein sehr verzerrtes Bild der Wirklichkeit. Um den dargestellten Teil der Realität in ein Gesamtbild einordnen zu können, ist notwendig zu wissen, welcher Fokus gewählt wurde und wer hinter den beschriebenen Beobachtungen steht. In diesem Artikel fokussiere ich in erster Linie auf die Probleme der Tibeter, auf das Hochland von Tibet, auf all die kleinen und großen Probleme des Alltags. Ich habe diese Gegend per Fahrrad bereist. Nicht ohne Probleme, weil die autonome Provinz für individuell reisende Ausländer seit langer Zeit gesperrt ist und auf dem offiziellen Weg nicht bereist werden kann. Man ist langsam genug um mit dem Menschen in Kontakt zu kommen, und auf vielen Ebenen zu erleben und zu begreifen.

Die kulturellen Unterschiede zwischen dem chinesischen Kulturraum und dem tibetischen sind eminent. Vergleicht man die Mentalität, die Lebensweise, Bauweise, ja alle kulturellen Aspekte, bleibt wohl nur der Fernseher als gemeinsamer Nenner. Die jungen Chinesen imitieren das Gehabe und den Lebensstil des Westens. Die Jugend in tibetischen Gegenden ist zum größten Teil traditionell eingestellt und sehr aufgeschlossen. Kopiert wird nicht in dem Ausmaß wie die ethnischen Chinesen. Unterm Strich muss man realistischer Weise erkennen, dass Tibet aus kultureller Sicht nicht mit China tun hat.

Die traditionelle Lebensweise der Tibeter war nomadisch. Die Regierung in Peking lässt nichts unversucht um die letzten Nomaden irgendwo anzusiedeln. Entlang der Straßen werden Zäune errichtet, die das Treiben von Weidevieh stark behindern. Unendliche Kilometer Zaun, dessen Sinn ich als Reisender nicht begreifen kann. Jede neu geschaffene und bestehende Siedlung wird mit einer oder mehreren Polizeistationen versehen. Die Städte, im speziellen spreche ich von Litang und Kandze, sind voller tibetischer Mönche und chinesischem Militär. Größer könnte der Kontrast nicht sein.

Internet ist für Mönche und Ausländer verboten. Checkpoint finden sich im Abstand von 20 bis 100 Kilometer und machen den Einheimischen, gleichermaßen wie den Reisenden, den Transport zur Hölle. Für die Einheimischen bedeuten sie Wartezeiten, die stark mit der oft schlechten Stimmung der Beamten verknüpft ist. Als Reisender musste ich Teils den Schutz der Dunkelheit abwarten.

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Tibetische Schülerinnen von Schule verwiesen

Zwei Schülerinnen der Tibetischen Mittelschule von Kanlho von der Schule verwiesen. Einer bestätigten, dem TCHRD zugegangenen Mitteilung zufolge wurden am 19. Juni 2009 zwei Schülerinnen der Tibetischen Mittelschule von Kanlho wegen einer friedlichen Meinungsäußerung am 24. April 2009 aus der Schule ausgestoßen. Es handelt sich um die 21jährige Dolma Tashi und um die 22jährige Dolma Bum, beide aus der Gemeinde Sangkhok, Bezirk Sangchu, TAP Kanlho, Provinz Gansu. Am 24.April 2009 gingen die Schüler der Tibetischen Mittelschule von Kanlho auf die Straßen des Bezirks Sangchu, wo sie den Missstand anprangerten, dass die Schulbehörden die für die Tibeter reservierten Plätze für weiterführende Studien an chinesische Studenten vergeben. Ihr Protest war völlig gewaltlos und friedlich.

Ein weiterer Grund für ihren Unmut waren, die ein gewisser Yidor in dem zweisprachigen Kanlho Daily unter den Titeln „Das betrügerische Verhalten und die Niedertracht des Dalai Lama“ und „Kein Entkommen für den Dalai“ veröffentlicht hatte. Der zweite Artikel war sogar auf dem schwarzen Brett in der Schule angeschlagen worden.

Wie aus unserer Quelle verlautet, konnten die Schüler diese Schmierenkampagne gegen ihr geliebtes geistliches Oberhaupt nicht mehr mit ansehen und starteten daher Parolen rufend eine Demonstration von ihrer Schule in Richtung zum Geschäftszentrum des Bezirks.

Der Wille zum Überleben: Eine atemberaubende Flucht aus Tibet

Als Tsewang Dhondup, der in einem entlegenen Dorf in der bergigen Region Kham aufwuchs, noch ein kleiner Junge war, gab es für nichts Schöneres, als den Heldensagen zuzuhören, die die Dorfältesten zu erzählen pflegten. Doch heute gibt Tsewangs eigene Geschichte selbst Stoff zu so einer Erzählung her und die tibetischen Kinder künftiger Generationen könnten ihr mit Bewunderung und Erstaunen lauschen. Sie sind berühmt für ihre Verwegenheit, ihre Tapferkeit und ihren Kampfgeist. Kräftig gebaut, mit ausdrucksvollen Augen, einem großherzigen Lächeln und einem Schopf dicken schwarzen Haares scheint der 39jährige Tsewang in dem kahlen Zimmer in dem Tibetischen Flüchtlingslager in Dharamsala voller sprühenden Lebens. Der Name Tsewang bedeutet „langes Leben“, aber nach dem, was er erzählt, dürfte er eigentlich gar nicht mehr am Leben sein. Tsewang wurde in einer Bauernfamilie im Bezirk Drango (chin. Luhou), Präfektur Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, geboren. Eine Schule besuchte er nie, aber sein angeborener Scharfsinn half ihm im Geschäftsleben: Er brachte es in Lhasa als Textilkaufmann und Restaurantbesitzer zu Erfolg. Im März 2008 war er gerade nach Hause in sein Dorf gereist, um dort das tibetische Neujahr mit seiner Familie zu verbringen, als die Hauptstadt von Protestaktionen erschüttert wurde. Die Reaktion in seinem Dorf war überwältigend, alle waren wie elektrisiert.

„Wir hatten das Gefühl, dass jetzt die Zeit gekommen war, dass die Tibeter nicht so weiterleben können wie bisher, und dass wir endlich etwas tun müssen. Wir würden dabei vielleicht unser Lebe einbüßen, aber wenigstens hätte unser Tod dann einen Sinn gehabt. Ich hörte Leute sagen, dass die Lage Tibets der eines Kranken mit qualvollen Schmerzen gleicht. Wenn er nicht mehr genesen kann, dann ist es besser für ihn, früher oder später zu sterben“.

Tsewangs eigener Großvater wanderte im Alter von 71 Jahren für acht Monate ins Gefängnis, bloß weil ein Bild des Dalai Lama bei ihm entdeckt worden war. Diese Art der Behandlung der Tibeter sei der Auslöser für die Protestwelle von 2008 gewesen, sagte Tsewang. “Alle wissen, welcher Gefahr sie sich aussetzen, wenn sie protestieren. Aber wir hatten das Gefühl, uns auf einem sinkenden Schiff zu befinden. Wir ertrinken ja ohnehin, daher ist es besser, gleich ins Wasser zu springen“.

Am Montag, den 24. März, arbeitete Tsewang mit über Hundert anderen Freiwilligen gerade an einem Bergabhang an der Verlegung einer Wasserleitung, die das Kloster Chogri mit Wasser versorgen sollte. Um etwa 4 Uhr nachmittags hörten sie aufgeregtes Geschrei aus der nahegelegenen Stadt Trehor. Tsewang hatte schon darauf gewartet, dass die Demonstrationen auch seine Heimatstadt erreichten, und jetzt war es so weit. Von dort aus, wo er stand, konnte er einige rotbraune Roben erkennen und schloss folgerichtig, dass die Protestaktion von Nonnen aus dem nahe gelegenen Kloster Ngangong angeführt wurde. Zu diesen 200 Nonnen von Ngangong waren noch etwa 50 Nonnen aus dem Kloster Khasum gekommen. Dann hörte Tsewang Gewehrschüsse. Ohne ein Wort zu verlieren, warfen alle ihre Hacken und Schaufeln hin und rannten hinunter zum Kloster, wo sie ihre Motorräder abgestellt hatten. Alle, einschließlich der Mönche, rasten in Richtung Stadt. Wer kein Fahrzeug hatte, rannte einfach so schnell er konnte.

„Tibeter haben große Achtung für Mönche und Nonnen. Als wir die Schüsse hörten, empfanden wir einen starken inneren Antrieb, hinzueilen und sie zu beschützen. Ich wusste genau, dass ich für den Rest meines Lebens im Gefängnis landen oder erschossen werden könnte, aber ich zögerte keine Sekunde“.

siehe      http://www.china-observer.de/090703-051539/Zusammenstoesse-zwischen-Tibetern-und-chinesischen-Sicherheits kraeften.html

siehe  http://www.china-observer.de/090702-180437/Tibetische-Realitaet.html

siehe    http://www.china-observer.de/090702-051510/Tibetische-Schuelerinnen-von-Schule-verwiesen.html

siehe         http://www.china-observer.de/090804-081114/Der-Wille-zum-Ueberleben-Eine-atemberaubende-Flucht-aus-Tibet.h tml

Freiheit für China 5

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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