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Die zynische Verhöhnung der Opfer von Zivilcourage gegen Gewalt durch die Justiz

Veröffentlicht am

Ein Drittel der Haftstrafe erlassen

Er schlug Dominik Brunner tot – und ist jetzt nach 5 Jahren wieder frei

Der Totschläger ist wieder frei

Der Fall Dominik Brunner: Die bayerische Justiz verhöhnt zynisch das Opfer

Zivilcourage ist nicht nur gefährlich – sondern von der Justiz offenbar unerwünscht

Der Mord gegen Dominik Brunner war nur solange schlimm, wie die Medien darüber berichteten

Der justiziable Täterschutz hat durchaus Methode

Die Rechte und Zukunft der Totschläger und Mörder müssen geschützt werden  –  die Rechte und Zukunft der Opfer sind irrelevant

Das verpfuschte Leben von Sebastian L.

Seine Zivilcourage kostete Dominik Brunner das Leben. Am 12. September 2009 stellte er sich schützend vor vier Jugendliche – und wurde zusammengeschlagen. Fünf Jahre später ist einer der Täter wieder auf freiem Fuß. Dabei war er zu sieben Jahren verurteilt worden.

Der Fall von Dominik Brunner bewegte ganz Deutschland. Am 12. September 2009 wurde der 50-Jährige an einem S-Bahnhof Solln totgeschlagen, weil er sich schützend vor mehrere Jugendliche gestellt hatte. Es gab jede Menge öffentliche Statements politischer Amtsträger und sogenannter „Volksvertreter“, alle geeint durch tiefe, heuchlerische Betroffenheit. Doch die hielt nur solange, wie der Fall in den Medien war, sich Kameras auf unsere Parlamentarier richteten. Der damals 17-jährige Christoph soll am 12. September 2009 der Wortführer gewesen sein, als er und zwei weitere Jugendliche eine Gruppe von Kindern bedrohten und von diesen 15 Euro verlangten. Das Jugendschöffengericht beim Amtsgericht München verurteilte Christoph T. unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter räuberischer Erpressung zu 19 Monaten Haft. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.  Christoph T.-dominik-brunner-prozess_5
Haupttäter Markus S. wurde zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und zehn Monaten wegen Mordes verurteilt. Der damals 22-jährige Sebastian L. bekam sieben Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Jetzt fünf Jahre nach dem Totschlag verhöhnt die bayerische Justiz das Opfer Dominik Brunner und lässt den Totschläger wieder frei. Und schon titelt die Münchener Abendzeitung über das verpfuschte Leben des Sebastian L., mit dem man wirklich Mitleid haben sollte.
Wen interessiert jetzt noch der ermordete Dominik Brunner?
Mit dem armen, bedauernswerten Sebastian L. lässt sich Auflage machen und viele Zeitungen verkaufen, erst recht, wenn auch die berüchtigte Blöd-Zeitung ohne jedes Schamgefühl mitmacht.
Es ist ein zynisch verhöhnendes Signal gegen die Opfer von Zivilcourage und ein völlig falsches Signal an die latent gewaltbereiten Täter: Prügelt jeden tot, der sich euren Gewaltexzessen in den Weg stellt. Lebt ungeniert euer Vergnügen am Totschlag aus, habt Spaß dabei. Ist doch ein tolles Hobby wehrlose Menschen zu schlagen, zu quälen oder sogar zu Tode zu prügeln. Die Justiz wird euch milde und nachsichtig beurteilen. Eine gerechte Strafe ist nicht zu erwarten, denn schließlich war das Ganze nur so etwas wie ein unreifes Verhalten von Heranwachsenden, eine Art Betriebsunfall. Mit etwas Glück kommt ihr sogar mit Sozialstunden davon, denn man will doch so einem jugendlichen Intensivgewalttäter nicht die Zukunft versauen. Beim nächsten Mal werden sich solche  Spaßbremsen, die sich immer und überall einmischen müssen,  mit Sicherheit so schnell wie möglich aus dem Staub machen und euch nicht die Freude am Prügeln verderben.
Na ja, die Zukunft von diesem Dominik Brunner ist jetzt zu Ende, wird nicht mehr stattfinden. Die Rentenversicherung freut sich, ein Rentenbezieher weniger, das entlastet die Sozialkasse. Tot ist tot, Dominik Brunner war ohnehin nicht mehr der Jüngste und auch nicht gesund. Im Grunde war seine Ermordung eine Art Gnadenerweis.

siehe    http://www.focus.de/panorama/welt/ein-drittel-der-haftstrafe-erlassen-er-schlug-auf-dominik-brunner-ein-nun-ist-er-wieder-frei_id_4101936.html

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.aus-der-haft-entlassen-medien-ein-brunner-totschlaeger-vorzeitig-frei.28a4919c-5ce3-4727-9ce1-d2af5f7d1c70.html

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.sebastian-l-brunner-schlaeger-frei-sein-kaputtes-leben.7f96b265-b36a-487c-b27d-b46cd7ee6a6d.html

http://www.bild.de/news/inland/dominik-brunner/das-kaputte-leben-des-brunner-schlaegers-37509700.bild.html

http://www.rp-online.de/panorama/einer-der-schlaeger-ist-wieder-frei-aid-1.4495361

http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/dominik-brunner-taeter-frei-100.html

http://www.muenchen.tv/dominik-brunner-mord-taeter-wieder-frei-65370/#.VAWFqtJ03cs

http://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/dominik-brunner-tot-schlaeger-wieder-frei-3827070.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Einer-der-Taeter-ist-schon-wieder-auf-freiem-Fuss-id31198192.html

http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/1414688_Nach-toedlicher-Attacke-Angreifer-von-Dominik-Brunner-auf-freiem-Fuss.html

 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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