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Die grauen Wölfe – türkische Islamfaschisten in Deutschland

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Die grauen Wölfe  –  türkische Islamfaschisten in Deutschland

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Sie agieren mehr oder weniger im Stillen, fast wie im Untergrund, erpressen Schutzgeld von türkischen Landsleuten, gründen sogenannte „türkische Kulturvereine“ und schrecken definitiv nicht vor exzessiver Gewalt bis zum Mord gegen alle Menschen zurück, die irgendetwas negatives oder nur kritisches zum sogenannten „Türkentum“ äußern oder Mitgliedern ihrer islamfaschistischen Terrororganisation Probleme privater oder politischer Natur bereiten bzw. deren Meinung ihnen nicht unterwürfig genug erscheint. Sie sind schließlich die Auserwählten, die Herrenmenschen. Wie alle faschistischen Organisationen halten sie im Gegensatz zu nahezu allen demokratischen oder linksorientierten Organisationen strikt und konsequent zusammen, pflegen ihre kriminell terroristische Solidarität. Der Führer befiehlt, das Heer folgt im blind ergebenen Gehorsam, Widerspruch wird nicht geduldet.

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Für den Normalbürger treten sie kaum erkennbar auf, denn sie versuchen alles, um ihre Netzwerke im Verborgenen zu halten. Aber wir sollten uns nicht täuschen, allein in Deutschland können sie auf mehr als 15tausend Mitglieder zählen, straff und paramilitärisch organisiert, verschworen wie die Drangheta oder die Mafia, zu der sie intensiven Kontakt pflegen sollen, genauso wie zur rechtsradikalen NPD, gewaltbereit und menschenverachtend wie ISIS oder Boko Haram. 

Ich mache z.Zt. ganz persönliche Erfahrungen mit einem Mitglied der „Grauen Wölfe“, der sich unter Vortäuschung falscher Tatsachen einen Mietvertrag und Wohnplatz in meiner WG erschlichen hat, – und kann bestätigen, dass sie ihre nachweisbaren Verbrechen mit lauter Stimme strikt leugnen, (Wer laut schreit, hat dennoch nicht unbedingt Recht) sie als Lügen der gottlosen „Kuffar“ (lt.Koran Lebensunwerte), der Amerikaner und des sogenannten Westens bezeichnen, als eine Verschwörung gegen den Stolz des türkischen Volkes und des „Türkentums“, das angeblich die Zivilisation in die Völker Europas gebracht habe, ohne die diese Völker noch bis heute in Höhlen und zwischen Bäumen hausen würden, eine unverschleierte und verlogene Herrenmenschenideologie, angelehnt an die Arierlüge der Nazis, die längst von Historikern eindeutig widerlegt ist,  – und dass es verdammt schwer ist so einen islamfaschistischen Bastard wieder los zu werden.

Eine Wohngemeinschaft ist etwas sehr fragiles und auf Vertrauen und miteinander Einlassen basierend, was ein gewisses Maß an Anpassungsfähigkeit und Integration erfordert. Mein Mitbewohner als offenbar aktives  Mitglied der türkischen „Grauen Wölfe“ in der WG  –  was ich leider erst nach seinem Einzug herausgefunden habe – strotzt nicht nur von völligem Desinteresse an Anpassung und Integration, auch auf allen gesellschaftlich sozialen Gebieten, sondern ist obendrein auch noch extrem verlogen und heuchlerisch, zusätzlich ein Sozialbetrüger, Sozialhilfe plus nicht angemeldeter Arbeitstätigkeit von mehr als 10 Std. täglich, eine hervorragende Einnahmequelle, was nach meiner Erfahrung für Islamisten absolut nicht ungewöhnlich ist, weil es ja der Koran auch so von ihnen fordert, die Kuffar zu täuschen, wo immer es ihnen nötig und möglich erscheint. Tag für Tag wird mir von ihm unmissverständlich vor Augen geführt: Ich bin ein islamischer „Herrenmensch“ – die typische Terminologie der Nazis – ich will mich nicht an diese WG anpassen, mich nicht integrieren, ich wohne hier nur. Besonders irritierend bis schockierend dabei ein Poster der Skyline von Manhattan, mit den typischen Emblemen der „Grauen Wölfe“ auf mehreren Dächern von Hochhaustürmen, wie nach einer feindlichen Übernahme gegen den erklärten Feind USA,  – ein Szenario, das auf frappierende Weise an den 11.September 2001 und den massenmörderischen Anschlag auf das World Trade Center erinnert. So lange es leider noch andauert, bis die Kündigung wirksam wird, es ist sehr schwer zu ertragen.

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In meiner Nachbarstadt Neuss sind die „Grauen Wölfe“ lt. Verfassungsschutzbericht NRW und antifaschistischer Bündnisse besonders aktiv und gewaltbereit, beherrschen große Teile der türkischen Gemeinden, genauso wie in ganz Deutschland mit unverhohlener Gewaltherrschaft und massivem Druck auf die eigenen Landsleute, alles in stiller Heimlichkeit.

Gelegentlich scheuen die „Grauen Wölfe“ aber auch nicht davor zurück öffentliche Präsenz zu zeigen, besonders seit zahlreiche islamfaschistische und gewaltbereite, anti-demokratische islamistische Terrororganisationen und Hass-Prediger in Deutschland ganz offen agieren und Flagge zeigen. Da wollen die „Grauen Wölfe“ mithalten und im Strom der Staats- und Demokratiefeinde mitschwimmen, denn da haben sie zweifellos ein Wort mitzureden. Dass z.B. beim Bürgerfest Esslingen in aller Öffentlichkeit eine ganze Reihe türkischstämmiger Jugendlicher mit T-Shirts der ‚Grauen Wölfe‘ als Fischverkäufer aufgetreten sind, war einigen Mitgliedern des Bürgerfestes, die diese Symbole erkannten und einzuordnen verstanden, sauer aufgestoßen. Auch Enrico Bertazzoni, Stadtverbandsvorsitzender der CDU, beobachtete den Auftritt mit Unbehagen und fotografierte die Szene. „Wir werden die Sache nicht auf sich beruhen lassen, sondern aktiv werden“, kündigt er im Gespräch mit der EZ an. Denn die „Grauen Wölfe“ sind kein unbeschriebenes Blatt. Sie organisieren sich unter dem Dach der „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland e.V.“ (ADÜTDF), die auch unter dem Namen „Türk Federasyon“ auftritt. Die Föderation gilt als „Sammelbecken extremer Nationalisten“, erklärt eine Sprecherin des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz, das die ADÜTDF wegen ihres „antidemokratischen Charakters“ beobachtet. Ideologisch orientieren sich die „Idealistenvereine“ an der „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (MHP) in der Türkei. Die steht nicht nur für einen übersteigerten Nationalismus, sondern auch für den Panturkismus, „das heißt die Idee einer an den Grenzen des Osmanischen Reichs orientierten ‚Großtürkei‘ sowie für den Turanismus, der die Vereinigung aller Turkvölker vom Balkan bis Zentralasien anstrebt“, schreiben die Verfassungsschützer 2008 in ihrem Bericht. Vom Auftritt der „Grauen Wölfe“ am Stand des Vereins türkischer Arbeitnehmer hat die Stadtverwaltung durch mehrere Beschwerdebriefe erfahren. „Es ist keinesfalls in unserem Interesse, einer Vereinigung oder Organisation, die Gegner unseres Rechtsstaates ist, ein Podium zu bieten“, unterstreicht Markus Raab, der als Kulturbürgermeister auch für die Organisation des Bürgerfestes zuständig ist. „Wenn wir Derartiges feststellen, werden wir einschreiten.“ So werde man dem Verein türkischer Arbeitnehmer deutlich machen, „dass uns das Auftreten der ‚Grauen Wölfe‘ irritiert hat und wir diese Gruppe auf dem Bürgerfest nicht sehen möchten“.  Quelle: http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel448370.cfm               

http://www.kybeline.com/2009/07/30/die-rechtsextremistischen-grauen-wolfe-in-esslingen-sorgen-fur-aufregung/

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Sie phantasieren vom großtürkischen Reich und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück: Türkische Nationalisten, sogenannte Graue Wölfe, alarmieren die deutschen Sicherheitsbehörden. Die aktive Real-Politik ist erstaunlich nachsichtig mit den Extremisten.

Manchmal reicht eine Begegnung, ein Blick, es fallen wütende Worte, und am Ende zückt einer sein Messer. So wie im März vor einem Jahr in Hannovers Innenstadt, als eine Gruppe türkischer Männer einen kurdischen Info-Stand bemerkt. Aus dem Streit wird eine Schreierei, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Schließlich liegt ein 21-Jähriger am Boden, jemand hat ihm in den Rücken gestochen. Der Vorfall ist den deutschen Sicherheitsbehörden ein Beleg für die zunehmende Gewaltbereitschaft einer Gruppierung, die Graue Wölfe genannt wird. Unter diesem Sammelbegriff summieren Verfassungs- und Staatsschützer sowohl die Anhänger der rechtsextremen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) als auch andere türkische Ultranationalisten. In Deutschland sollen mindestens zehntausend Personen zu dieser Szene zählen. Doch Sicherheitskreise besorgt nicht nur der Zulauf, den Ankaras Rechtsaußen in Deutschland erfahren, sondern auch deren „Gewaltaffinität“. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag gibt nun Einblick in die Subkultur der Extremisten. Nach offiziellen Angaben griffen türkische Nationalisten in den vergangenen drei Jahren 15-mal Kurden oder kurdische Einrichtungen an. Auch attackierten sie mehrfach Polizisten und setzten dabei Waffen ein:

  • So schlugen am 24. August 2011 zehn Graue Wölfe drei kurdische Männer zusammen.
  • Am 30. November 2011 kam es in einem Bus zu einem Streit zwischen einem Türken und drei Kurden. Der Ultranationalist verletzte zwei Opfer mit einem Messer schwer und prügelte wie besessen auf einen Polizisten ein, der einzuschreiten versucht hatte. Erst die Androhung von Schusswaffengebrauch konnte den Islamfaschisten stoppen.
  • Bei einem Fußballspiel am 4. November 2012 im sauerländischen Meschede, es spielte Anadoluspor Ramsbeck II gegen den FC Mezopotamya Meschede, skandierten türkische Fans kurdenfeindliche Parolen. Daraus entwickelte sich eine stundenlange Massenschlägerei mit vielen Verletzten, die erst durch mannschaftsstarken massiven Polizeieinsatz beendet werden konnte.

Vermutlich sind die Auseinandersetzungen zwischen Bozkurtlar, wie die Grauen Wölfe auf Türkisch heißen, und Kurden in Deutschland sogar noch weitaus häufiger als bekannt. „Wir haben das Problem, bestimmte Sachbeschädigungen und Brandanschläge gegen kurdische und linke türkische Einrichtungen nicht eindeutig zuordnen zu können“, sagt ein LKA-Staatsschützer. „Graue Wölfe veröffentlichen keine Bekennerschreiben.“ Und aufgeklärt wird eine Vielzahl der Taten ohnehin nie.

Das weiß auch Sedat*, ein führender Aktivist der Szene versucht, deren Anschläge zu rechtfertigen. Seine krude Begründung geht in etwa so: Kurden verdienten in Deutschland Geld, mit dem die Aktivitäten der PKK finanziert würden. „Da wir hier leben, müssen wir hier etwas dagegen tun“, behauptet Sedat. Er hält es für legitim, Buttersäure in Geschäfte zu werfen, Scheiben einzuschlagen oder vermeintliche PKK-Kader anzugreifen. „Die haben so viele Türken in unserer Heimat getötet. Das ist doch nichts im Verhältnis“, so der Rechtsextreme. Auch der Attentäter von Paris, Ömer Güney, der im Januar 2013 drei PKK-Aktivistinnen erschossen haben soll, bewegte sich jahrelang im türkisch-nationalistischen Milieu. Ob sich der türkische Geheimdienst MIT seine Fanatisierung zunutze machte, prüfen mittlerweile französische und deutsche Ermittler. Merkwürdig erscheint vor diesem Hintergrund, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel jedoch offenbar wenig Berührungsängste hat, wenn es um die rechtsextreme MHP geht. Bei einem Ankara-Besuch im März 2010 traf sie sich auch mit deren Parteivorsitzendem Devlet Bahçeli, wie aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken hervorgeht.

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In Deutschland sind sich ohnehin viele Politiker wohl nicht im Klaren darüber, mit wem sie es zu tun haben. So ließ sich der frühere Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) mit Grauen Wölfen fotografieren, der grüne Bundestagskandidat Rainer Blum trat im Sommer 2013 als Gastredner in zweifelhafter Gesellschaft auf, und der Berliner Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU) posierte vor einer Fahne türkischer Nationalisten. Hinterher zitierte ihn eine Zeitung mit den Worten: „Ich will mit Extremisten nichts zu tun haben.“ Für die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, ist diese Ignoranz unverständlich: „Bei einer Versammlung der Grauen Wölfe zu sprechen, ist keinen Deut besser, als auf einer NPD-Veranstaltung aufzutreten.“ Womöglich fällt die Distanz auch deshalb schwer, weil die Grauen Wölfe etablierte Parteien als Einfallstor in das gesellschaftliche System erkannt haben und diese nutzen. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden rufen führende Kader der Bewegung ihre Anhänger seit Jahren dazu auf, in deutsche Volksparteien einzutreten. Offenbar sind erste Extremisten dem bereits nachgekommen. In Sicherheitskreisen heißt es etwas unscharf, die Strategie trage allmählich Früchte.

Viel wichtiger für die Zukunft der Bewegung sind indes die Aktivitäten, die ihre Anhänger im Internet entfalten. Gerade türkischstämmige Jugendliche, auf der Suche nach Halt und Orientierung, fühlen sich von den nationalistischen Botschaften angesprochen. Auf YouTube etwa verbreiten junge HipHopper ideologisch durchsetzte Videos. In einem Zusammenschnitt mit dem Titel „Bozkurt Jugend“ heißt es: „Ich mach dich platt, du kurdischer Nazi, ich steche dich ab wie eine Hure, die im Park liegt.“ Die Zeilen sind mit Bildern von Pistolen, Messern, Schlagwaffen und einer Fahne der Grauen Wölfe unterlegt. Die Klickzahlen der Videos variieren stark, manche erreichen Hunderttausende Zuschauer.

„Von türkischen Faschisten geht eine direkte Gefahr insbesondere für hier lebende Kurden und Aleviten, aber auch für Juden und Homosexuelle aus“, mahnt Innenpolitikerin Jelpke. Es gibt bislang nicht viele, die auf solche Warnungen hören.

Quelle:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/graue-woelfe-tuerkische-nationalisten-in-deutschland-a-953197.html

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Bereits zum dritten Mal kommt die vom Verfassungsschutz beobachtete, türkische Vereinigung „Graue Wölfe“ am Samstag in der Essener Grugahalle zusammen. Dabei kann es die Ideologie der türkischen Rechten locker mit der deutscher Neonazis aufnehmen. Der kunterbunte Flyer lässt nichts Böses erahnen: ein paar Schriftzüge auf Türkisch, das Bild eines älteren Herren in der Mitte und über dem Logo der Organisation fließen deutsche und türkische Fahnen scheinbar harmonisch ineinander. Die „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland“ lädt am Samstag ab 13 Uhr in die Essener Grugahalle ein. Demokratisch, Idealistenvereine – das klingt harmlos, geradezu vertrauenserweckend. Doch dahinter verbirgt sich eine Gruppe rechtsradikaler Türken, deren Gedankengut es locker mit dem deutscher Neonazis und dem NSU aufnehmen kann. Bekannt sind sie auch unter dem Namen „Graue Wölfe“. Sie werden vom Verfassungsschutz beobachtet, doch verboten sind sie nicht. Das ist auch der Grund, warum der Stadt nach eigenen Angaben die Hände gebunden sind. Egon Galinnis, Geschäftsführer von Messe Essen und Grugahalle, beruft sich bei der Genehmigung der Veranstaltung auf den sogenannten Kontrahierungszwang, laut dem rechtlich keine andere Handhabe möglich sei. „Die Verantwortlichen könnten mit Berufung auf das Anti-Diskriminierungsgesetz klagen, wenn wir die Halle nicht zur Verfügung stellen“, sagt Galinnis. Bereits zum dritten Mal ist die Grugahalle Veranstaltungsort für die Tagung, zuletzt kamen die „Grauen Wölfe“ dort 2009 zusammen. Rund 6.500 Teilnehmer werden auch diesmal wieder erwartet. „Wir haben nie Probleme gehabt, da geht es sehr friedlich zu“, sagt Galinnis. Er persönlich wollte die Vereinigung nicht bewerten. Die Genehmigung sei mit Polizei und Staatsschutz abgestimmt, letzterer sei am Samstag auch vor Ort. Die Polizei übernimmt die Verkehrssicherung rund um das Gelände, ist darüber hinaus aber nicht involviert. Die Koordinierungsstelle der Stadt für Großveranstaltungen hat mit den Belangen der Gruga ebenfalls nichts zu tun: „Die Gruga ist genehmigte Versammlungsstätte für bis zu 10.000 Personen. Da sind keine weiteren Maßnahmen unsererseits nötig“, sagt Chef-Koordinator Harald Bräunlich. Quelle:  http://www.derwesten.de/staedte/essen/rechtsradikale-graue-woelfe-tagen-in-der-essener-grugahalle-id6080327.html

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Der Skandal um die türkisch-rechtsextremistischen Grauen Wölfe in der nordrhein-westfälischen CDU hat dem Deutsch-Türkischen Forum (DTF) eine katastrophale Presse beschert. Um einen Neuanfang zu machen, hat sich das DTF am 25. Juni in „Union der Vielfalt” umbenannt. Mit dabei war auch CDU-Landeschef Armin Laschet. Direkt vor seinen Augen saß ein CDU-Mitglied, dessen parteibekannte Nähe zu den Grauen Wölfen 2013 zu Streit in der Duisburger CDU geführt hat. Bereits 2008 gab es Kritik an der Nähe des 1997 gegründeten DTF zu den Grauen Wölfen: „Es kann nicht sein, dass wir uns auf der einen Seite gegen Pro Köln zusammenschließen und auf der anderen Seite die türkische NPD über die CDU Köln hofieren.” Mit diesen deutlichen Worten erklärte das damalige Vorstandsmitglied des Kölner DTF, Ali H. Yildiz, seinen Rücktritt. Yildiz betonte, eine weitere Zusammenarbeit mit Sympathisanten der türkischen Rechtsextremisten sei mit seinem Gewissen nicht zu vereinbaren. Auch wurden immer wieder Vorwürfe gegen das DTF erhoben, einseitig sunnitische Türken zu bevorzugen. Aleviten, Armenier und Kurden hingegen würden dort als „Türkeifeinde” gesehen und seien nicht erwünscht. 2013 und 2014 berichtete die Presse immer häufiger über Graue Wölfe in der nordrhein-westfälischen CDU. Durch den Verfassungsschutzbericht alarmiert, forderte die Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel einen Unvereinbarkeitsbeschluss, der verhindern sollte, dass Graue Wölfe in der NRW-CDU aufgenommen werden und bereits aufgenommene aus der Partei wieder ausgeschlossen werden. Das brachte ihr die Feindschaft des DTF-Vorsitzenden Bülent Arslan ein, der sie öffentlich angriff und beleidigte (blu-NEWS berichtete). Aber schon Wochen später war Arslan, dessen Unternehmen mit Konzepten zu „interkulturellen Öffnung” und „Willkommenskultur” Geld verdient, selber in der Defensive: die WAZ deckte auf, dass auch er in der Vergangenheit an Veranstaltungen der Grauen Wölfe teilgenommen hat. Arslan musste zurückrudern und einräumen, dass es CDU-Mitglieder gibt, die den Graue Wölfen zuzurechnen seien und dass diese in einer Partei wie der CDU nichts zu suchen hätten.

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Er zog sich jedoch darauf zurück, dass es „unheimlich schwierig” sei, diese wieder auszuschließen. Die Nachfrage von blu-NEWS, was konkret daran so schwierig sei, wollte er nicht beantworten und verwies darauf, dass er dazu nichts mehr sagen wolle, weil er sonst selber mit den Grauen Wölfen in Verbindung gebracht würde. Damit war das Ansehen des DTF auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Jetzt hat das DTF die Konsequenz aus seinem schlechten Image gezogen: Wie das Deutsch-Türkische Journal (dtj) am Mittwoch berichtete, hat sich das DTF in „Union der Vielfalt” umbenannt. Im Zuge dieser Umbenennung wurde der Vorsitz von Bülent Arslan an die Hagener CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf übergeben. Die von Armin Laschet, Arslans Duzfreund und Vorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU, geförderte Giousouf entschied im März 2013 bei der Aufstellung der Landesliste ihrer Partei zur Bundestagswahl eine Kampfkandidatur gegen Sylvia Pantel für sich und bekam so einen sicheren Listenplatz. Im Gegensatz zu Pantel konnte sie aber ihren eigenen Wahlkreis nicht gewinnen und zog nur durch ihren guten Listenplatz im Bundestag ein. Die Umbenennung des DTF in „Union der Vielfalt” wurde bereits am 25. Juni in der Düsseldorfer Landesgeschäftsstelle der CDU vollzogen. Die Veranstaltung begann um 18 Uhr. Eine Woche vorher hatte sich ein Redakteur von blu-NEWS hierfür beim DTF akkreditiert. Eine Erklärung dafür, weshalb sich Zafer Topak, der seit einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Mai 2013 wohl bekannteste Graue Wolf in der CDU, sich bereits um 18 Uhr 58 auf Facebook beschwerte, ihm sei der Zutritt zur Landesgeschäftsstelle seiner Partei verwehrt und mit der Polizei gedroht worden? Topak den Zutritt zu Räumlichkeiten der CDU zu verwehren, um zu demonstrieren, dass diese türkischen Rechtsextremisten nicht länger duldet, wäre jedenfalls nicht glaubwürdig: Trotz aller Aussagen der jüngeren Vergangenheit, Graue Wölfe hätten in einer Partei wie der CDU nichts zu suchen, ist bis jetzt kein einziges Parteiausschlussverfahren gegen einen von ihnen bekannt. Auch Topak ist noch immer Mitglied und auch weiterhin im Vorstand des CDU-Ortsverbandes Hamm.   Quelle: http://www.blu-news.org/2014/07/08/weiterhin-graue-woelfe-in-der-nrw-cdu/

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Doch wer sind die „Grauen Wölfe“, wie sind sie entstanden, welche politischen Ziele und Kontakte pflegen sie?

Die „Grauen Wölfe“ in Deutschland

Die türkischen Faschisten begannen bereits Ende der 60er Jahre damit, sich in der Bundesrepublik zu organisieren. Die Organisierung erfolgte auf der Basis von Vereinen, die als „Türkische Gemeinschaften“, „Idealistenvereine“ oder einfach als „Kulturvereine“ bezeichnet wurden. Eine MHP-Auslandsvertretung existierte offiziell seit 1973, inoffiziell aber bereits Ende der 60er Jahre. Diese hatte, mit ihrer Zentrale in Ludwigshafen, in der BRD in 40 Städten Zweigstellen. Bereits 1970 ergab sich eine enge Kooperation zwischen der faschistischen türkischen MHP und der faschistischen deutschen NPD. Dieses belegt ein reger Briefwechsel zwischen beiden „Parteiführern“ Alpaslan Türkes und Adolf von Thadden. Während Türkes von der „unbedingten Aktionseinheit der MHP mit der NPD“ sprach, regte von Thadden einen intensiven Jugendaustausch zwischen beiden Parteien an. Von Thadden ließ es sich nicht nehmen, eine persönliche Einladung für Türkes auszusprechen, um so „über die Probleme unserer Länder zu sprechen und nach Wegen gegenseitiger Unterstützung zu suchen“. Im Jahre 1977 bedankte sich Türkes wortreich für die großzügige finanzielle Unterstützung der NPD für den Wahlkampf der MHP. Der „Nationalistische Schülerbund“ gründete 1980 eine sog. Aufbauorganisation zur Erfassung in der BRD lebender türkischer Jungfaschisten. Die Waffenbrüderschaft der deutschen und türkischen Faschisten war wieder hergestellt.

Die Entwicklung der türkischen faschistischen Bewegung in der BRD ist untrennbar mit der Situation in der Türkei und Kurdistan verbunden. Nachdem die MHP, daß Ende 1976 vom türkischen Verfassungsgericht gemäß des Parteiengesetzes ausgesprochene Verbot von Auslandsorganisationen bereits im Vorgriff mit dr Auflösung ihrer BRD-Organisationen am 28.07.1976 und einer Umstrukturierung in sog. „unabhängige“ Idealistenvereine unbeschadet überstanden hatte, wurde der Terror gegen die türkische und kurdische Opposition systematisch ausgeweitet. Die MHP-Idealistenvereine verübten zahlreiche Morde und Anschläge gegen türkische und kurdische Linke. Das bekannteste Beispiel für diesen Terror ist der Mord an dem Lehrer und Gewerkschaftler Celattin Kesim in West- Berlin am 5. Januar 1980. Zur besseren Koordination schlossen sich im Juni 1978 die verschiedenen Vereinigungen zur „Föderation der demokratisch-idealistischen türkischen Vereine in Europa/Türk-Föderation“ zusammen. Die in Frankfurt a.M. ansässige deutsche Untergrundorganisation ist die zentrale Schaltstelle der MHP in der BRD. Zur 17. Jahreshauptversammlung der Türk-Föderatio kamen am 26. November 1994 mehr als 10.000 Anhänger der MHP in Sindelfingen, unter der Teilnahme des türkischen Botschafters zusammen.

Ziel der Grauen Wölfe ist eine sich vom Balkan über Zentralasien bis in die Volksrepublik China erstreckende Nation, die alle Turkvölker vereint (Panturkismus). Zentrum der von ihr beanspruchten Gemeinschaft aller Turkvölker ist eine starke, unabhängige und selbstbewusste Türkei. Als Synonym für die kurdische Untergrundorganisation PKK wird auf einschlägigen Webseiten der Begriff „Babymörder“ verwendet. Als weitere Feindbilder sind Juden, Zionisten, Freimaurer, der Vatikan, Kommunisten, Griechen, Armenier, Perser und die USA zu nennen. 

In den 60er Jahren konzentrierte sich die Bewegung unter der Führung von Alpaslan Türkes darauf, die Jugend für die sogenannte „panturanistische Ideologie“ zu gewinnen. Es wurden die ersten Kommandolager gegründet, in denen Jugendliche eine militärische und politische Ausbildung erhielten. Nachdem die Kommandos aufgebaut waren, wurde im Jahre 1969 die MHP gegründet. Symbol der Partei ist eine Fahne mit drei auf den Rücken gekehrten Halbmonden, die der Fahne der Okkupationstruppen der osmanischen Besatzungsarmee entnommen sind. In Kommandolagern bildete die Partei Schätzungen zufolge bis zu 100.000 Kommandoangehörige aus. Diese Kommandos erhielten den Namen Bozkurtçular („Graue Wölfe“). Ab 1968 begannen die „Grauen Wölfe“ mit Gewaltaktionen gegen die erstarkende türkische Linke. Schätzungen zufolge ermordeten die „Grauen Wölfe“ in der Türkei bis 1980 mehr als 5.000 Menschen.

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1975 wurde die MHP zum Bündnispartner der konservativen Gerechtigkeitspartei (Adalet Partisi), die bis 1960 Demokratische Partei (Demokrat Parti) hieß, unter dem damaligen Ministerpräsidenten und späteren Staatspräsidenten Süleyman Demirel und damit Regierungspartei. Alpaslan Türkes wurde stellvertretender Ministerpräsident und hatte hierdurch staatliche Rückendeckung für Aktionen der Grauen Wölfe gegen die linke Opposition. Am 24 Dezember 1978 tötet die MHP in Kahramanmaras 102 Aleviten. 1980 wurde die MHP, wie alle anderen Parteien, nach dem damaligen Militärputsch verboten. Der Vorsitzende wurde mit einem später aufgehobenen Politikverbot belegt. Dennoch machten viele Anhänger der Grauen Wölfe im Laufe der 1980er Jahre Karriere beim Militär und anderen staatlichen Einrichtungen. Ende der 1980er wurde das Verbot der MHP offiziell wieder aufgehoben. Im Laufe der späten 1980er und 1990er Jahre wandelte die Partei sich. Sie ist heute viel stärker religiös orientiert und nationalistisch einzustufen. Die Anhänger sind zumeist sunnitische Moslems, und die Aktivitäten richten sich auch gegen alevitische Türken. Die MHP war an der Regierung 1999 bis 2002 unter Bülent Ecevit beteiligt. Bei den frühzeitig vorgezogenen Wahlen 2002 schaffte die Partei die Zehn-Prozent-Hürde nicht und engagiert sich derzeit außerparlamentarisch. 2005 organisierte die Partei eine große Demonstration in Ankara gegen den EU-Beitritt der Türkei. An der Demonstration nahmen ca. 50.000 Menschen teil.

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Die sich selbst als türkische Idealisten (türkisch: Ülkücü) ansehende Gruppierung wird in Europa sehr kritisch gesehen. Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalens wirft ihr vor, „zur Entstehung einer Parallelgesellschaft in Europa“ beizutragen, und sieht in ihr „ein Hindernis für die Integration der türkischstämmigen Bevölkerung“. Mehmet Ali Agca, der das Attentat 1981 auf Papst Johannes Paul II. beging, war Mitglied der Grauen Wölfe, ein weiteres Mitglied soll 1984 ein Attentat auf den Kreuzberger Frauenladen TIO ausgeführt haben, bei dem die türkisch-kurdische Jurastudentin Seyran Ates lebensgefährlich verletzt wurde. Rund 70 Vereine der nationalistischen Bewegung mit mehr als 2000 Mitgliedern zählen die Verfassungsschützer allein in NRW. Sie sind straff organisiert und in den neuen Medien gut vernetzt, nutzen wie ISIS oder die Salafisten die sogenannten Social Media. Beinahe in jeder größeren Stadt gibt es Vereinsheime der Grauen Wölfe. „Ihr Einfluss auf türkische Jugendliche hat deutlich zugenommen“, sagt der Bochumer Erziehungswissenschaftler Kemal Bozay, ein Kenner der Szene. Vor allem in der dritten Generation mache sich zunehmend Perspektivlosigkeit breit. „Die jungen Leute fühlen sich von der deutschen Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt. Sie suchen nach einer Identität, nach einem Ort, an dem sie wahrgenommen werden“, erklärt Bozay. „Das nutzt die Organisation aus.“ Die Grauen Wölfe, auch Ülkücü-Bewegung genannt, ködern die Jugendlichen mit einem reichhaltigen Freizeit-Angebot und Gemeinschaftsgefühl. Und ganz nebenbei wird ihnen in Kursen der rassistische Türken-Kult der Organisation eingeimpft. Das Ganze funktioniert nach dem Prinzip: Wir hier drinnen und die da draußen. Mit fatalen Folgen: „Das Erstarken eines übersteigerten türkischen Nationalbewusstseins gibt Anlass zur Sorge, da dies die Integration der Jugendlichen in die Lebens- und Gesellschaftsverhältnisse in Deutschland behindert“, warnen die NRW-Verfassungsschützer in ihrem jüngsten Bericht.Von einer Integrations-Gefahr spricht auch der SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel. „Da kommt ein Riesen-Problem auf uns zu. Wenn wir nicht gegensteuern, treiben wir ganze Bugwellen von Jugendlichen in die Arme türkischer Rechtsradikaler.“ Wissenschaftler Bozay und Politiker Yüksel sind sich einig: Die Migranten-Schelte von Thilo Sarrazin und die anschließende Debatte hätten den Grauen Wölfen noch zusätzlichen Auftrieb gegeben.

Auch von den Familien kommt zumeist wenig Widerstand. „Die türkischen Vereine holen die Kinder von der Straße“, sagt Cem Sentürk vom Zentrum für Türkeistudien in Essen. Deshalb sei es den Eltern durchaus angenehmer, wenn die Jugendlichen ihre Zeit im Vereinsheim als anderswo verbringen. Zumal die türkischen Rechten meist höflich und moderat auftreten. Politische Großveranstaltungen seien seltener geworden, sagt Sentürk. Stattdessen habe man sich auf soziales Engagement verlegt. Das mache es den Behörden schwerer, Einblicke zu gewinnen. Auch der Gewalt haben die Grauen Wölfe offiziell abgeschworen.Doch die Saubermann-Fassade ist unecht. Dahinter verbirgt sich eine Ideologie, die es locker mit dem Gedankengut deutscher Neonazis aufnehmen kann: übersteigerter Nationalismus, Führer-Kult und die Überzeugung, dass die eigene Rasse überlegen ist. Selbst bei den Feindbildern gibt es Gemeinsamkeiten: Deutsche und türkische Rechtsradikale eint der Hass auf Juden und Homosexuelle. Auch der Traum von einem Großreich gibt es bei den Grauen Wölfen: Es soll „Turan“ heißen und sich von Zentralasien bis zum Balkan erstrecken. Im Internet zeigen die türkischen Rechtsradikalen ihr wahres Gesicht. In Videos, Chats und Blogs werden Kurden, Juden und andere „Feinde“ zur Zielscheibe hasserfüllter und teils hochaggressiver Propaganda, wie eine Untesuchung des NRW-Verfassungsschutzes zeigt. Vor allem Portale wie Youtube und Facebook werden gezielt genutzt. Auf Facebook gibt es verschiedene Gruppenseiten, die jedoch nur auf Empfehlung eines Mitglieds aufgerufen werden können. Vielfach stellen die Jugendlichen auch selbst eigene Videos ins Netz. Darin inszenieren sie sich „als ‚harte Männer’, die – notfalls mit ihrem Leben – die Türkei verteidigen“, schreiben die Verfassungsschützer. „ Die Stimme aus dem Untergrund, man nennt mich auch den grauen Wolf. (…) Wir sind stark wie 1000 Volt. Du willst mich batteln, Du hast einen Fehler gemacht! Und für die sechs in Mathe hab’ ich meinen Lehrer geklatscht. (…) Du willst mein Land beleidigen und ich geb’ Dir den Gnadenstoß“, rapt etwa eine grimmige Stimme, während im Hintergrund Bilder von türkischen Soldaten, Fahnen und anderen National-Symbolen vorbeiziehen.

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Das Fazit des NRW-Verfassungsschutzes: „Es ist davon auszugehen, dass sich mittlerweile nicht zuletzt durch das Internet eine eigene Jugendkultur der Ülkücü etabliert hat. Diese Jugendszene scheint sich weiter zu radikalisieren.“ Über das Internet kämen viele Jugendliche zudem erstmals in Kontakt mit der Ideologie der Grauen Wölfe, sagt Bozay. Dieses Gedankengut tragen sie dann in Vereine und Schulen. Immer wieder hätten Lehrer in den vergangenen Jahren über heftige Auseinandersetzungen mit ideologisierten Jugendlichen geklagt. Doch auch die Erwachsenenwelt ist vor den Grauen Wölfen nicht gefeit. Immer wieder wird davor gewarnt, dass sich türkische Radikale in etablierte deutsche Parteien einschleichen. In NRW sei das Deutsch-Türkische Forum der CDU und vereinzelt auch die SPD von Mitgliedern der Grauen Wölfe infiltriert, klagt Yüksel. „Es ist ihnen zudem gelungen, in erheblichem Maße die Integrationsräte zu unterwandern.“Aus Unwissenheit werde das Problem in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft und Politik völlig unterschätzt, sagt Yüksel. Auch in der Jugendarbeit und den Schulen gebe es noch keine Konzepte, um den Einfluss der Grauen Wölfe wirksam zu bekämpfen, bestätigt Bozay. „Wenn in der Essener Grugahalle Tausende türkische Rechtsradikale zusammenkommen, machen wir uns keine Sorgen“, sagt Yüksel. „Aber wenn 100 NPD-Mitglieder aufmarschieren, organisieren wir sofort eine Gegendemo.“   Quelle:  http://www.derwesten.de/nachrichten/wie-die-rechtsradikalen-grauen-woelfe-junge-tuerken-koedern-id4341035.html#plx977679241

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 Angriffe gegen kurdische und türkische Einrichtungen

Auch die jüngste nationalistische Welle in der Türkei wird längst nicht nur von MHP-Aktivisten getragen. Schon seit einigen Wochen wurden Anhänger der kurdischen Autonomiebewegung, nichtnationalistische türkische Gewerkschafter und Linke Opfer dieser nationalistischen Mobilisierung. Die Journalistin Sandra Bakutz, die für das Anatolien-Radio in Wien arbeitet, berichtete gegenüber Telepolis von zahlreichen rechten Angriffen in der letzten Oktoberhälfte in der Türkei. Betroffen war davon auch der „Verein für grundlegende Rechte und Freiheiten“ in Izmir. Das Büro war am 21. Oktober von mehr als 300 Personen, die nationalistische Parolen gerufen hatten, mit Steinen beworfen worden. Am 23. Oktober organisierte die MHP an der Universität von Izmir eine Kundgebung mit ca. 500 Teilnehmern. Spontan organisierten antifaschistische Kommilitonen Proteste gegen die rechten Aktionen. Auch in Istanbul, Samsun, Elazig und Mersin kam es nach Informationen von Bakutz zu rechten Übergriffen. In Zonguldak drangen die Rechten in einen linken Jugendverein ein, warfen Einrichtungsgegenstände sowie Bücher und Plakate auf die Straße und zündeten sie an.

Gegen diese rechte Offensive wandten sich zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen aus dem demokratischen Spektrum der Türkei. Auf einer Pressekonferenz im Gebäude der Gewerkschaft KESK in Bursa wurde am 24. Oktober aus Protest gegen die rechten Angriffe die Erklärung eines lokalen antifaschistischen Bündnisses vorgestellt, in der es heißt: „Wir rufen alle Berufsorganisationen, Gewerkschaften, Intellektuellen, Bürgerinitiativen, demokratischen Vereine und Institutionen in Bursa, die für ein Leben unter gleichberechtigten, freien und demokratischen Bedingungen eintreten, auf, Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie zu verteidigen.“ Dieser Aufruf wurde neben der Gewerkschaft KESK, vom Zeitgenössischen Juristenverband Bursa, vom Menschenrechtsverein (IHD) sowie von Journalisten und verschiedenen demokratischen Parteien unterzeichnet.

In anderen türkischen Städten bildeten sich ähnliche Bündnisse, die sich für eine Lösung des Konflikts zwischen Türken und Kurden ohne Gewalt einsetzen. Diese Kreise haben es allerdings schwer, gegen die sich noch steigernde nationalistische Welle, die von den Massenmedien in der Türkei unterstützt wird, Gehör zu verschaffen. In den vergangenen Tagen hatten die Angriffe gegen Einrichtungen der türkischen Linken und der demokratischen kurdischen Bewegung einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Bilder und Videos, der von PKK-Kämpfern gefangenen genommenen 8 türkischen Soldaten dürften die Empörung noch gesteigert haben. Die Soldaten versicherten ihren Angehörigen, sie würden gut behandelt. Doch die Wut der Nationalisten rührt eher daher, dass damit die PKK wie eine Krieg führende Partei agiert. Dass die türkischen und kurdischen Gemeinschaften in den verschiedenen westeuropäischen Ländern von den Auseinandersetzungen in der Türkei nicht unberührt bleiben, ist eigentlich selbstverständlich. Schon in den vergangenen Jahren war der türkisch-kurdische Konflikt immer auf den Straßen von Berlin-Kreuzberg, Köln-Mühlheim oder anderen Stadtteilen mit einer hohen türkischen und kurdischen Bevölkerung präsent.

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Wer die zahlreichen Satellitenschüsseln sieht und türkischen und kurdischen Teestuben zur Hauptnachrichtenzeit einen Besuch abstattete, wird das große Interesse vieler Menschen an Nachrichten und Informationen aus ihren Herkunftsländern bemerkt haben. Das Interesse ist bei Menschen aller Generationen vorhanden. Das hat allerdings weniger mit mangelnder Integration in Deutschland zutun, wie schnell unterstellt wird. Auch Menschen, die in Deutschland bleiben möchten und vielleicht sogar die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, interessieren sich für die Ereignisse in dem Land, in dem sie viele Verwandte und Freunde haben. Bemerkenswert ist eher die Berichterstattung über die Reaktionen. So wird oft nur davon gesprochen, dass der türkisch-kurdische Konflikt nach Deutschland überschwappt. Dabei wird übersehen, dass unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Aktionen aufgefallen sind. Es gab die erwähnten Angriffe der türkischen Nationalisten, die nicht anders als die Handlungen deutscher Rechter behandelt werden sollten. Sie fallen unter das deutsche Strafrecht. Aber eine mögliche Ausweisung, wie sie von Berlins Innensenator Ehrhard Körting in die Diskussiongebracht wurde, stellt diese Menschen unter ein Sonderrecht nur wegen ihrer Herkunft.   Quelle:   http://www.heise.de/tp/artikel/26/26512/1.html

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Zur Analyse der historischen Wurzeln der „Grauen Wölfe“ ist es notwendig, die türkische Geschichte bis zur Bewegung der „Jungtürken“ in der Zeit der Jahrhundertwende und des Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches zurückzuverfolgen. Diese „Jungtürkische“ Bewegung, in der Mustafa Kemal, der spätere Gründer der Türkischen Republik, schon über entscheidenden Einfluß verfügte, war bereits in ihren Anfängen vom großtürkischen Chauvinismus geprägt, mit dem Bestreben, die Reste des „Vielvölkerknastes“ des auseinanderbrechenden Osmanischen Reiches zusammenzuhalten. Der Unabhängigkeitskampf der nichttürkischen Völker wurde als Verrat am „gemeinsamen osmanischen Vaterland“ betrachtet. Das Ziel der „jungtürkischen“ Führer war die Zangsassimilation aller im Reichsgebiet lebenden Völker, d.h. die Türkisierung der Albaner, Armenier, Araber, Bulgaren und Kurden. Nachdem die „Jungtürken“ im Jahre 1908 die Macht übernommen hatten, wurde bereits im Jahre 1909 die Organisationsfreiheit für Minderheiten beseitigt und türkisch zur offiziellen Sprache in allen Schulen und Verwaltungen erklärt. Diese rassistische Politik der Zwangsassimilation begünstigte die Verbreitung des Turanismus, „die Einheit aller Turkvölker von Innerasien bis zum Balkan“. Ziya Gölap, einer der „jungtürkischen“ Turanisten rief damals aus: „Vorn die Flagge, in der Hand das Bajonett, im Herzen Gott. Wir wollen Herrscher über die Welt sein.“

1908 gründeten die Turanisten die heute noch existierenden nationalistischen Vereinigungen „Türk Ocagis“, welche mit allen Mitteln das „Reich Turan“ („die Wiege des Volkes und das Ursprungsland der Rasse“) ereichen sollten. Die „Türk Ocagis“ hatten dabei folgende Aufgabe: „Arbeiten an der nationalen Erziehung des türkischen Volkes, dem wichtigen Bestandteil des Islamismus, an der Hebung seines intellektuellen, sozialen und ökonomischen Niveaus, an der Vollendung der türkischen Sprache und Rasse.“ Die Einheit der Reste des Osmanischen Reiches und damit die Grundlage der Türkischen Republik bauen auf der Vernichtung ganzer Völker auf. Die „Jungtürken“ nutzten den Ausbruch des 1.Weltkrieges, an der Seite Deutschlands stehend, dazu, den bereits vor dem Krieg ausgearbeiteten Plan zur Ausrottung der „fremdländischen“ Armenischen Bevölkerung in die Tat umzusetzen. Von etwa 2 Millionen im Osmanischen Reich lebenden Armeniern blieben nicht mehr als 100.000 am Leben. Nachdem es in Kurdistan zu zahlreichen Aufständen gekommen war, begannen die „Jungtürken“ mit der planmäßigen Vernichtung des kurdischen Volkes. Dieser fielen in den Jahren 1914 bis 1918 mehr als 700.000 Kurdinnen und Kurden zum Opfer. Die Niederlage des Osmanischen Reiches an der Seite Deutschlands im 1.Weltkrieg besieglete sein endgültiges Ende und durchkreuzte die Pläne zur vollständigen Vernichtung des kurdischen Volkes. Jetzt organisierte Mustafa Kemal das sogenannte türkische Bündnis, um die verbliebenen Reste des Osmanischen Reiches mit den Besatzungsmächten England und Frankreich aufzuteilen.

Der Turanismus war kein geeignetes Mittel, die Völker der Region für den Kampf gegen die Kolonialmächte zu mobilisieren. Mustafa Kemal sprach nicht mehr von der „türkischen Nation“ sondern vom „islamischen Staat“. Nur hiermit gelang es ihm, die kurdischen Scheichs für den letztendlich erfolgreichen Aufstand gegen die Kolonialmächte zu gewinnen.

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Nach der Gründung der türkischen Republik im Jahre 1923 wurde der Nationalismus wieder zur herrschenden türkischen Staatsauffassung. Ziel war die Errichtung eines nationalistischen völkischen Staates mit dem Herrschaftsinstrument des Türkismus, der die Existenz aller anderen Völker negierte. 1923 wruden 300.000 Angehörige des Pontus-Volkes, einer griechischen Minderheit, massakriert. Im Jahr 1924 wurden alle kurdischen Schulen, Vereinigungen und Publikationen verboten. Von dort an existierten offiziell keine Kurdinnen und Kurden mehr. Auf dieser Grundlage erlebte der Turanismus in den 30er Jahren als Panturanismus, mit der Untertützung Nazi-Deutschlands eine Renaissance. Hitlerdeutschland versuchte stets die Türkei an sich zu binden und nutzte dazu die panturanistische Bewegung. Als Gegenleistung unternahmen die Panturanisten den gescheiterten Versuch, die Türkei an der Seite des deutschen Faschismus aktiv in den 2. Weltkrieg zu ziehen.

In den folgenden Jahren zog es die geschwächte Bewegung vor, hinter den Kulissen für ihre Politik zu arbeiten. In den 60er Jahren konzentrierte sich die faschistische Bewegung unter der Führung von Alpaslan Türkes (dem noch heute amtierenden Vorsitzenden der MHP/Nationalistische Bewegungspartei) darauf, die Jugend für die panturanistische Ideologie zu gewinnen. Es wurden die ersten Kommandolager gegründet, in denen Jugendliche eine militärische Ausbildung erhielten und einer gezielten Gehirnwäsche unterzogen wurden. Nachdem die Kommandos aufgebaut waren, wurde im Jahre 1969 die MHP (Millietci Hareket Partisi = Nationalistische Bewegungspartei) gegründet. Zum Symbol der Partei wird eine Fahne mit drei auf dem Rücken gekehrten Halbmonden, diese sind der Fahne der Okkupationstruppen der osmanischen Besatzungsarmee entnommen.

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Die Ideologie der MHP und ihrer Kommandoorganisation, den grauen Wölfen, basiert im Wesentlichen auf drei Grundpfeilern: 

1. Nationalismus Ausgangspunkt ist ein vom Panturanismus geprägter Nationalismus. Dieser beinhaltet einen ausgeprägten Rassismus gegenüber allen nichttürkischen Menschen, insbesondere gegen die Minderheiten im „eigenen“ Land.

2. Antidemokratische Grundhaltung Vordergründig wird von der MHP eine antikommunistische Propaganda betrieben, die sich prinzipiell gegen alle demokratischen Kräfte, wie z.B. Gewerkschaften und andere Verbände der Arbeiterbewegung richtet.

3. Islam Im Laufe der fast 30jährigen Geschichte der MHP wurde die Frage der Religiösität in verschiedenen Phasen unterschiedlich akzentuiert. Der Islam war in der Anfangszeit der Parteientwicklung von den führenden Personen eher abgelehnt worden. Vielmehr gab es eine Rückbesinnung auf die vorislamische Zeit mit ihrer schamanistischen Religion. Die Bedeutung des Islams ist also für die MHP weniger eine religiöse Frage, sondern leitet sich von ihrem Nationalismus ab. Es geht folglich darum, inwieweit der Islam zur Konstituierung des „Türkentums“ gehört. Hier kam es schnell zu einer Umorientierung, da dieser Punkt stets umstritten war und das schlechte Abschneiden der MHP bei den Wahlen, den Erfolgen der islamisch- fundamentalistischen „Nationalen Wohlfahrtspartei“ gegenüberstand. Zwar stand der Nationalismus weiterhin im Vordergrund, jedoch gewann schließlich Anfang der 70er Jahre der Islam in der Parteipropaganda immer mehr an Bedeutung.

Alpaslan Türkes, der heutige „Führer“ der faschistischen MHP, spielte bereits in den 40er Jahren eine entscheidende Rolle in der panturanistischen Bewegung. 1944 wurde er verhaftet, weil er als Kopf der faschistischen Bewegung versucht hatte, die Türkei an der Seite des deutschen Faschismus aktiv in den 2. Weltkrieg zu ziehen. In dem gegen ihn laufenden Verfahren äußerte er sich wie folgt: „Ich betrachte es als Ehre, wegen Turanismus und Rassismus verurteilt zu werden. Die Verwaltung des Staates durch Menschen türkischer Rasse ist lebensnotwendig. Die in der Türkei lebenden Nichttürken mit türkischer Staatsangehörigkeit sind Tscherkessen, Bosniaken, Lazen, Araber, Kurden, sie sollte man in die Länder schicken, wo sie hingehören.“ Damit unterschied sich Türkes nicht von der vorherrschenden Staatsauffassung. 1930 erklärte der damalige Justizminister Mehemet Esat: „Es gibt in der Türkei mehr Freiheit als irgendwo in der Welt. Dieses ist ein Land der Türken. Wer nicht rein von türkischer Herkunft ist, hat nur ein einziges Recht in diesem Lande: Das Recht Diener zu werden, das Recht Sklave zu sein.“

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Bis 1958 war Türkes in der türkischen Militärmission in Washington tätig gewesen und knüpfte hier enge Kontakte zum CIA und zum Pentagon. Im gleichen Jahr besuchte er die Schule für Atom- und Nukleartechnik in der BRD. Er gehörte im Jahr 1960 zu den 32 Offizieren, die die damalige Menderes Regierung stürzten. Nach dem Putsch wurde er zum persönlichen Sekretär des neuen Machthabers, General Gürsel, ernannt. Dort versuchte er weiter hinter den Kulissen seine panturistischen Ideen durchzusetzen. Türkes wurde aber bald, zusammen mit 14 anderen, politisch kaltgestellt und in die türkische Botschaft nach Neu-Delhi entsandt. Nach seiner Rückkehr in die Türkei im Jahre 1964 konzentrierte er sich auf den Aufbau der MHP / „Graue Wölfe“. Im Zuge des Verbotes der MHP im Jahre 1980 wurde im jegliche politische Betätigung untersagt. Trotzdem konnte er seine Rolle als faschistischr Hetzer weiterhin wahrnehmen. All das konnte ihn nicht daran hindern, eine Vielzahl von offiziellen Besuchen in der BRD anzutreten, zuletzt am 26. November 1994 in Sindelfingen.

Quelle:   http://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Organisationen/Graue_Woelfe/graue1.html

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Wer noch mehr über die „Grauen Wölfe“ erfahren will, als aus diesem schon sehr langen Beitrag herauszulesen ist, dem empfehle ich einfach mal bei Wikipedia zu schauen oder bei einer Suchmaschine seiner Wahl. Es gibt unendlich viel zu lesen und zu erfahren, – und das Wenigste davon ist auch nur eine Spur beruhigend  –  es sei denn, der interessierte Leser/in vertritt von vornherein den Standpunkt, dass das alles nur üble Verleumdungen der westlichen und ungläubigen, gottlosen Welt gegen das heilige Türkentum sind. Merke: Nichts in der Welt ist heilig, außer das Recht auf Leben.

siehe auch Beiträge zum Thema „Islamische Faschisten“    http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/einefragederehre-0


Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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