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Leseprobe aus „Die uralte Sehnsucht“

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Leseprobe  aus „Die uralte Sehnsucht“

Cover 2b-klein

Um den Lesern/innen dieses Blogs einmal eine ganz andere Sicht auf meine Person zu ermöglichen habe ich den Beitrag eingestellt 

https://belgarathblog.wordpress.com/2014/09/15/ich-bin-nicht-nur-ein-zyniker-und-polarisierender-kritiker/

Doch will ich auch die Möglichkeit schaffen eine längere Leseprobe als üblich zu genießen. Nehmen Sie sich also ein wenig Zeit, lesen sie hier an Ort und Stelle oder laden Sie sich die Leseprobe herunter und werfen Sie auch einen kurzen Blick auf das Presseecho.

Vita / persönliche Daten

Hans Brakhage   Geb.am: 21.02.1950    Staatsangehörigkeit: Österreich

Beruf: People-Fotograf mit Ausbildung und Studium in Essen-Folkwang und Bremen

Mehrere Jahre in der Werbung und Theaterfotografie tätig

Verschiedene Ausstellungen und Fotoprojekte / Buchveröffentlichungen

aus gesundheitlichen Gründen (Narkolepsie) seit 1989 im Frührentnerstatus

Autor seit 1968 –   Mitglied im Westdeutschen Autorenverband

Gründer des Düsseldorfer Arbeitskreises für „Gebrauchsliteratur“ von 1982 –  1989

Co-Autor und Co-Herausgeber der „Tympan“ Literatur-Zeitschrift

Inititiator des Düsseldorfer Arbeitskreises „Schreiben als Selbsterfahrung – Selbsterfahrung durch Schreiben“ 1983 – 1985

Literatur- und Schreibprojekt mit Psychiatrie-Patienten 1986 – 1987

Autor und Herausgeber kleiner Veröffentlichungen im Autorenverlag

„10 Mark-Schein-Produktion“

“Gedichte aus dem Käfig“ 1.+2. Band

„Gedichte aus Blut und Seide“   Grafik – Fotokunst – Lyrik – Short Storys / Anthologie

„Das ist es“   erotische Lyrik und Prosa / Anthologie

„Mit spitzer Feder“ satirisch politische Gedichte und Short-Storys / Anthologie

„Ich fühle mich schuldig – wer noch?“   Gedichte und Fotos

„Hoffnungen“     Gedichte und Fotos

„Hiergeblieben“   politische Gedichte / Anthologie

„Sie können sich anschließend beschweren“   Satire – Short-Storys – Grafik – Fotos –

„Mann aus Eisen“   u.a.

Autor des unveröffentlichten Romans in 3 Büchern und 6 Bänden „Die Geschichte von Katharina & Paul“

Wohnort : Düsseldorf / NRW

Persönl. Homepage: http://www.brakhage.info

neuestes Romanprojekt: „Dunkle Tage der Kindheit“ weitgehend autobiografische Tatsachenerzählung über die Heimkinder der 50er Jahre in bundesdeutschen  Waisen- und Kinderheimen

ledig – keine Kinder – 188 cm groß – Übergewicht – klischeehaft typischer Fische-Mann – Bauchentscheider – Tagträumer mit Bodenhaftung – unbelehrbarer Idealist –  unbequemer und unangepasster Querdenker – kein Intellektueller

 

Das ist ein schöner Tag

 

Elfriede Bornemann hatte immer gewusst, dass dieser Tag nicht mehr fern war, dass er über kurz oder lang kommen würde. Alles war geklärt und viele Male in aller Ruhe gemeinsam durchgesprochen.

Und jetzt war er da, dieser Tag.

Vor dem offenen Fenster jubilierte mit lauer Luft und strahlendem Sonnenschein der Frühling, wie er schöner im Mai kaum sein konnte. Ein paar wenige hingestreute Wolken verzierten den hellblauen Himmel, richtig großartiges, lebensstrotzendes Hummelwetter. Die Gardinen am offenen Fenster blähten sich ein wenig in der gehauchten Brise, Vogelstimmen klangen von überall herein. Die Luft schien so würzig und ungeheuer frisch.

„Das ist ein schöner Tag …“

Er war es schon früh am Morgen gewesen, als sie aufgewacht war, erstaunt über das Ende des Schlafes, als draußen gerade die Sonne aufging. Elfriede Bornemann liebte es ein oder zwei Stunden länger zu schlafen. Warum auch nicht, sie war jetzt schon so lange Rentnerin. Niemand trieb sie an, sie musste sich nicht sputen irgendwo pünktlich zu erscheinen oder etwas zu erreichen. Im Bett aber war es immer so schön warm und kuschelig, – auch wegen Hubertus.

Nun ja, sie waren kein junges Paar mehr, keine Teenager, immerhin seit mehr als 58 Jahren verheiratet. Das Fest ihrer Goldenen Hochzeit war groß gefeiert worden, mit der gesamten Verwandtschaft, die sich in dieser umfassenden Fülle nur selten so zusammenfand. Aber zur Goldenen Hochzeit versammelten sie sich alle, selbst die jüngsten Enkel, – und derer gab es nicht wenige.

Elfriede und Hubertus Bornemann waren hinlänglich bekannt als ein Ehepaar, das die Familien, die Freunde und Bekannten immer wieder in ungläubiges Erstaunen versetzte, – und das schon seit schier endlosen Jahren. Sie redeten und handelten nicht wie viele ihrer Nachbarn und Zeitgenossen, was man ihnen in der entfernteren Bekanntschaft auch schon mal mit scheelem Blick übel nahm.

Dabei war Hubertus eigentlich die Triebfeder zu allem, was ihr Leben in all den Jahren bestimmte. Er war es, der sich trotz seines eher bürgerlichen Berufs als Kaufmann den unkonventionellen Musen zuwandte, der Akkordeon und später sogar Gitarre spielte. Er schulte auf Geigenbauer um, lernte das Handwerk von der Pike an, machte sich dann selbstständig und schon sehr bald eine kleine Musikalienhandlung auf. Die Nachkriegsjahre waren freundlich zu ihnen, bescherten ihnen keine Reichtümer, aber einträgliche Geschäfte, denn die Menschen hatten nach den Entbehrungen wahren Hunger auf Unterhaltung. Ab und zu spielte Hubertus auf dem Akkordeon bei Hochzeiten und dem Schützenfest. Dort hatte Elfriede ihn kennengelernt, vom ersten Moment an sein ansteckend frohes Lachen gemocht und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Sie hatten jung geheiratet und waren kein blutjunges Paar mehr, als sie zum ersten Mal aus der Reihe und den dazugehörenden Konventionen tanzten und mit ihren Kindern und deren Freunden in die Essener Grugahalle zum ersten Konzert der Rolling Stones in Deutschland gingen.

Das war aber erst der Anfang gewesen.

Zuerst hörten sie die Beatles gern, dann Mick Jagger und die Stones, später auch Jimmi Hendrix, Carlos Santana, Uriah Heep und ganz besonders gern Deep Purple. Auf den Konzerten von Pink Floyd waren sie eines der ältesten Besucherpaare. Es konnte ihnen gar nicht laut genug unmittelbar vor der Bühne sein. Dort, wo die Luft zu vibrieren schien und ihnen die dröhnenden Bässe durch alle Glieder fuhren.

Mochten sich die anderen mit seichter Unterhaltungsmusik und Schlagern vergnügen, sie gingen zu den Scorpions und Hammerfest, zu Joe Cocker und zum Come-back-Konzert von AC/DC.

Da waren sie schon über siebzig – und hatten schon lange nicht mehr einen Tag mit so viel ausgelassenem Spaß erlebt. Zwar sprangen sie nicht mehr tobend herum, aber das Headbanging bekamen sie immer noch ganz respektabel hin.

Die Familie, sowohl von ihren Eltern, als auch die von Hubertus, rümpften die Nase, erwarteten altersgemäßes, gesittetes Verhalten. Selbst ihre eigenen Kinder beobachteten sie ab und zu mit gerunzelter Stirn und Ungläubigkeit, während die ersten Enkel Opa und Oma echt cool fanden, weil sie eine Macke hatten, – wie sie das nannten, und das gefiel ihnen. Mit denen konnte man echt gut reden und etwas über jene Jahre erfahren, über die Mama und Papa so gut wie gar nicht sprachen.

Ja, Elfriede Bornemann wusste seit langem schon, dass dieser Tag kommen würde. Sie spürten beide die Jahre in den Knochen, die sie schon so zahlreich hinter sich gebracht hatten. Auf Rockkonzerte gingen sie inzwischen schon lange nicht mehr, das war zu anstrengend geworden.

Wozu gab es hervorragende Schallplatten und CD´s oder Videos, auf denen sie auch ein wenig von der Bühnenatmosphäre schnuppern konnten?

Eine ganze Reihe von DVD´s und Videos stapelten sich in den Regalen neben der Stereoanlage und staubten keineswegs vor sich hin.

Schon vor einigen Jahren hatten sie sich dennoch beide schweren Herzens endgültig von ihrer eigenen Jugend – wie sie das nannten – verabschiedet. Das zunehmende Alter zeigte Wirkung, obwohl sie sich beide nicht wirklich krank oder gebrechlich fühlten. Aber sie fürchteten sich beide davor, dass das noch kommen könnte und hofften darauf, dass dieser Lebensabschluss nur kurz dauern würde, damit sie nicht unnötig litten.

Alles war wieder und wieder durchgesprochen, hatte längst seinen Schrecken verloren. Denn die Angst des Menschen, so begriffen sie beide im Laufe ihres Lebens, baute sich nur vor Unbekanntem auf, die Angst vor der Angst. Was sie kannten, weil sie so oft darüber gesprochen und es von allen Seiten beleuchteten, verlor mit jedem Wort seine Macht über sie und konnte sie nicht mehr bedrängen.

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Das war nun endgültig vorbei.

Hubertus war ihr einen entscheidenden Schritt voraus und ebnete ihr, wie im ganzen Leben schon, den Weg in jene andere Welt, von der sie beide nichts wussten, nicht Greifbares jedenfalls. Elfriedes Aufgabe würde es nun sein, das zurückbleibende Umfeld in überschaubare Ordnung zu bringen, so hatten sie es ihr Leben lang gehalten, – aber abwechselnd, je nachdem, wer sich dazu berufen und bemüßigt fühlte.

Vorsichtig, als könne sie ihn womöglich erschrecken und damit zurückholen, legte Elfriede Bornemann die Hand auf Hubertus Stirn und fand die endgültige Bestätigung. Die Haut fühlte sich wächsern und kalt an. Er musste schon einige Stunden tot sein, war irgendwie ganz friedlich an ihrer Seite verstorben, während sie schlief.

Ja, das hatte er sich immer gewünscht, und weil es das Leben schon immer gut mit ihm meinte und Elfriede seinen Weg kreuzen ließ, war ihm dieser Wunsch erfüllt worden.

Elfriede Bornemann saß lange auf dem Bett, mit feuchten Augen und stumm vor sich hin starrend, den Kopf auf die geballte Faust gestützt, den Ellbogen auf das Knie, die Beine dicht an den Körper herangezogen. Sie hätte viel darum gegeben, gleichzeitig oder nur mit wenigen Minuten Abstand zu ihm aus dieser Welt gegangen zu sein, – und waren sich doch beide immer bewusst gewesen, dass das wahrscheinlich nicht so geschehen würde.

„Frauen überleben immer ihre Männer …“, hatte sie Hubertus mal scherzhaft vor mehr als 20 Jahren gesagt und damals hatten sie beide zaghaft, und dann immer selbstverständlicher begonnen das Thema und die dazugehörenden Fragen zu erörtern, bis alles geklärt war.

Angst vor dem Tod verspürten sie beide schon lange nicht mehr. Ein erfülltes Leben mit zahllosen Glücksmomenten und leidenschaftlichen Disputen lag hinter ihnen, Versöhnungen und ungewollte Kränkungen, wechselseitiger Respekt und jede Menge Lebenslust.

Es gab eigentlich nichts mehr zu tun, was sie beide gerne noch getan hätten.

Schließlich seufzte Elfriede Bornemann laut und heftig, wischte sich über die Augen und atmete tief durch. Wären seine und ihre Eltern noch lebend, so würden sie wohl von ihr erwarten, dass sie in Tränen und Trauer zusammenbrach, die Verwandtschaft verzweifelt zusammenschrie, um Hilfe und Beistand flehte.

Doch das alles tat Elfriede nicht.

Alles war längst geklärt, bis ins Detail.

Sie ging sicheren Schrittes um das Bett herum, atmete noch einmal tief durch und versuchte Hubertus hochzuheben. Sie hatte nie bemerkt, wie leicht er in der letzten Zeit geworden war, – aber ihn eben auch nie mehr wie früher auf die Arme genommen. Darüber hatten sie immer lächelnd Scherze gemacht, dass sie sich gegenseitig auf Händen tragen wollten.

Hubertus hielt seine Versprechen immer ein, und Elfriede eiferte ihm nach.

Aber auf den Armen getragen hatte sie ihn zu dieser Zeit lange nicht mehr.

So war es recht leicht ihn aus dem verschmutzten Schlafanzug zu schälen. Der Tod hinterließ seine ersten Spuren, die galt es jetzt zu tilgen. Sie holte aus der Küche eine Schüssel mit warmem Wasser, verteilte etwas flüssige Seife darin, stellte sie auf den Nachttisch neben seiner Bettseite und begann ihn sorgfältig zu waschen. Er sollte nicht ungewaschen ins Paradies gehen, so hatten sie es verabredet. Noch war die Totenstarre nicht vollkommen eingetreten, aber schon deutlich spürbar.

Als sie dabei das Tattoo auf seinem rechten Oberarm mit dem nassen Waschlappen erreichte und darüber wischte, musste sie unwillkürlich lächeln und hielt einen Augenblick inne. Dieses pralle rote Herz mit den umrahmenden rot-grünen Blütenspitzen, dem Goldband mit dem Schriftzug „Love“ und dem blau-roten Vogel hatten sie sich zur Befremdung der gesamten Familie zum 50.Hochzeitstag in einem kleinen Studio von einem erfahrenen Künstler stechen lassen. Elfriede Bornemann trug das gleiche auf dem linken Arm, sodass sich die beiden Herzen immer gegenüber waren, wenn sie Hand in Hand nebeneinander hergingen. Sie hatte sich ein wenig vor dem möglichen Schmerz gefürchtet, doch so schlimm war es dann gar nicht gewesen. Hubertus hatte dennoch während der gesamten Prozedur beruhigend ihre Hand gehalten, bis das kleine Kunstwerk fertiggestellt war.

Elfriede lachte leise, als sie an den irritierten Gesichtsausdruck ihrer ältesten Tochter dachte und an den Aufstand, der dann folgte, als ihre Enkelin Evelyn auch sofort ein Tattoo haben wollte und es ihr strikt verweigert wurde.

Hei, hatte das einen mittelgroßen Aufstand gegeben.

Nach der Beendigung der ausgiebigen Waschprozedur rasierte Elfriede ihn sehr sorgfältig. In ihren über 58 Ehejahren hatte sie das immer wieder mal getan. Hubertus liebte es, sich seiner Frau einschäumen und rasieren zu lassen, wie nur sie das mit geschickten Händen konnte. Dann zog sie Hubertus wieder an, so wie er sich selten kleidete, nur bei sehr festlichen Anlässen. Aber so hatte er es gewollt und so sah sie ihn gerne. Er sah richtig schick aus, in seinem tiefblauen Anzug und dem weißen Hemd mit den blassrosa Streifen, mit der bunten Fliege um den Hals, die Hubertus so gerne trug. Am Ende fehlten nur noch seine schwarzen Wildlederschuhe, die sie sorgfältig mit Schleifen zuknotete.

Dann legte sie die Arme um ihn, hob ihn nach kurzem Zögern mit leichtem Ächzen hoch und setzte ihn in einen Sessel, den sie schon vorher aus dem Wohnzimmer herüber gebracht hatte. Vorsichtig prüfte Elfriede Bornemann, ob ihr Geliebter auch sicher im Sessel sitzen bleiben würde, stellte ihm noch zur Sicherheit einen flachen Schemel unter die Füße, dass er wie entspannt zurückgelehnt in dem Sessel eingeschlafen schien. So würde er nicht umfallen, da war sie sich ganz sicher.

Was nun?

Elfriede Bornemann sah sich noch einmal genau um.

Hatte sie irgendetwas vergessen?

Natürlich, das Bett neu beziehen, denn was machte es denn für einen Eindruck, wenn sie in einem ungemachten Bett gefunden würden.

Das ging ihr recht flott von der Hand und war auch wie in einem Drehbuch schon lange festgelegt. Es musste die rote Bettwäsche mit den schwarzen Streifen sein, die sah so eine Spur verrucht und gleichzeitig edel aus.

Elfriede ging zu dem immer noch im Sessel sitzenden Hubertus hinüber, sah ihn an, strich ihm sanft über die Wange und lächelte. Ohne große Kraftanstrengung hob sie ihn hoch, hielt ihn mit ihren Armen.

Wie leicht er geworden war,

Eine kurze Weile hielt sie ihn wie ein kleines Kind, wiegte ihn sogar ein wenig.

„Danke … Danke, für dieses schöne Leben …“

Sie küsste ihn liebevoll und trug ihn dann zurück auf das Bett, legte ihn darauf. Sehr sorgfältig strich sie seine Kleidung glatt, streckte seine Beine und zog die Hose noch etwas nach unten. Sie trat einen Schritt zurück, warf einen letzten prüfenden Blick auf ihre Arbeit und nickte dann zufrieden.

Was folgte als Nächstes?

Jetzt musste sie nur noch duschen, sich die Haare bürsten und sich dann ebenfalls schick anziehen. Selbst das war schon lange abgesprochen, bis ins Detail geklärt.

Als sie wieder ins Schlafzimmer trat, trug Elfriede Bornemann ihren dunklen Hosenanzug mit den eleganten Silberstreifen, eine dazu passende Weste und Blazer, dazu eine knallbunte Krawatte mit dem Bild von Marylyn Monroe darauf und hochhackige schwarze Schuhe. Sie hatte das in den letzten Jahren nicht oft anziehen können und besah sich lächelnd ihr Spiegelbild. Das Make-up war kräftig, aber nicht grell, die Lidschatten schillernd, wie Hubertus das gerne bei ihr sah und sie es liebte. Die deutlich faltige Haut passte nicht mehr so recht zu dieser Aufmachung, aber das war jetzt nicht relevant.

 

 

Wer mehr lesen will, sollte meine Künstler HP   http://www.brakhage.info    besuchen und sich das obige e-book bestellen. Da sind auf 46 Seiten noch weitere Geschichten zu lesen, mal amüsant, mal bittersüß, mal mehr als skurril, mal fast erotisch und einmal sogar mörderisch.

Hier der Link zur Pressekritik:      

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/belgaraths-presse.html

und   

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/belgaraths-presse-2.html

siehe auch Künstler-Homepage „Bibliothek“   http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/bibliothek.html

  

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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