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Der Massenmörder vom Bosporus

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Der Massenmörder vom Bosporus

“Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …”

George Orwell

 

Tyrann Erdogan 1

Seit Tagen steht die Türkei in der internationalen Kritik, weil sie untätig zusieht, wie die IS-Faschisten zahlreiche Kurden in Kobane abschlachten, die ihnen militärisch wenig entgegenzusetzen haben, außer ihrer Entschlossenheit und ihren Mut, obwohl massive türkische Panzerverbände problemlos eine Entlastung für die tapfer verteidigenden Kurden herbeiführen könnten. Jetzt, so scheint es, hat die türkische Regierung bzw. ihr Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, ein bekennender Anti-Semit und Islamfaschist, ein Mörder und Diktator, der selbsternannte Großsultan von Ankara und Istanbul, der Verbündete und offene Sympathisant islamfaschistischer Terrororganisation wie Hamas und Hizbollah reagiert, – bzw. das türkische Militär hat auf Befehl des verlogenen Despoten Erdogan reagiert und einen massiven Luftschlag ausgeführt, aber nicht gegen die Terroristen des IS, sondern gegen die Verteidiger von Kobane, die kurdische PKK. Das ist allerdings nicht neu unter Muslimen, dass sie die Gelegenheit nutzen alte Rechnungen zu begleichen und potenzielle Feinde zu vernichten. Ich will hier gar nicht erst den Eindruck erwecken, dass ich besondere Sympathien für die PKK  hegen würde, aber sie sind die konkreten Opfer des Widerstands gegen die IS Faschisten, – und nicht nur die Kämpfer/innen, sondern auch die zahllosen Zivilisten, Frauen, Männer und Kinder, die bereits von den IS Faschisten massakriert wurden. Doch Erdogan sah offenbar seine Chance diese PKK endgültig derart zu schwächen, dass sie in naher Zukunft kein unlösbares Problem mehr für ihn und seine Machtansprüche darstellt. Doch besteht die Gefahr, dass er dabei einen fatalen Fehler begangen hat, dass er diese kalkulierte Rechnung ohne die kampferprobten PKK Kämpfer/innen gemacht hat, die sich bereits mehr oder weniger stillschweigend in der Türkei befinden und jederzeit bereit sind den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen. 

Recep-Tayyip-Erdogan-Adolf-Hitler-Mischung

Die Kurden wurden bitter enttäuscht  

Der Türkei droht jetzt ein neuer Bürgerkrieg

Steht die Türkei jetzt offen auf Seiten des IS?

Erdogan ist durchaus eine Unterstützung des IS zuzutrauen

Kauder kritisiert türkisches PKK-Bombardement

Türkei greift PKK-Ziele an und gefährdet Friedensprozess

Türkei greift PKK-Einheiten im eigenen Land an

Die türkische Luftwaffe bombardiert die Kurden statt den IS

Wie der Großsultan von Istanbul den Frieden in der Türkei verspielt

Erdogan geht das Risiko eines neuen Kurdenkriegs ein

Statt gegen IS führt Ankara Krieg gegen die Kurden

Erdogan bekämpft lieber die PKK als den IS

Erdogan treibt die politische Isolation der Türkei voran

Der Krieg gegen den IS kratzt an Stabilität der Türkei

Die türkische Luftwaffe greift endlich ein  –  gegen die PKK

Erdogan spielt mal wieder den politischen Brunnenvergifter und Brandstifter

Warum die Türkei den Kurden in Kobane nicht helfen will

Erdogan, der Partner und Verbündete des IS

Erdogan und Isis

Ist die Türkei noch ein verlässlicher NATO Partner?

Türkische Luftwaffe bombardiert die einzigen Bodentruppen der Allianz gegen den IS

Rückfall in finstere Zeiten: Die türkische Luftwaffe soll Stellungen der PKK bombardiert haben. Die hatte zuvor wegen der zögerlichen Haltung Ankaras gegenüber der IS-Miliz mit Bürgerkrieg gedroht. Der Friedensprozess ist gescheitert. Die Türkei startet Bombenangriffe auf die PKK im Südosten der Türkei und hält sich beim Kampf um Kobane zurück. Kritiker werfen der Türkei vor, im Kampf um die kurdische Stadt auf der Seite der Terrormiliz IS zu stehen.

Die Nerven liegen blank bei vielen Kurden in der Türkei. Am Dienstag macht die Nachricht die Runde, die türkische Luftwaffe habe Bomben auf Stellungen der verbotenen PKK abgeworfen, als Reaktion auf tagelangen Beschuss eines türkischen Militärpostens. Während westliche Politiker darauf dringen, dass die Türkei nicht nur zusieht, wie die Terrormiliz „Islamischer Staat“ die syrisch-kurdische Stadt Kobane zusammenschießt, hat das türkische Militär eingegriffen – wenn auch anders als erwartet. Erstmals seit dem Abschluss eines Waffenstillstands vor anderthalb Jahren bombardierten türkische Kampfjets am Montag und Dienstag Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der südöstlichen Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak in einem „umfassenden Luftschlag“, so die Zeitung „Hürriyet“. Damit ist der seit März 2013 anhaltende Waffenstillstand zwischen Regierung und PKK offensichtlich am Ende. Es sei, berichtet die „Hürriyet„, der erste Angriff dieser Art seit dem Waffenstillstand zwischen der PKK und dem türkischen Staat Ende 2012. Seit 2005 schon führen beide Seiten im Hintergrund Friedensverhandlungen. Das Bemühen um Frieden, das wichtigste politische Projekt der Regierung seit Jahren, dürfte mit den Bombardements gescheitert sein. Aus Reihen von PKK-Vertretern ist zu hören, es sei jetzt an der Zeit zu handeln und sich zu wehren. Schon am Wochenende hatte der PKK-Vize Cemil Bayik gedroht, die Friedensgespräche abzubrechen und zum bewaffneten Kampf zurückzukehren. Er ist faktisch der Chef der Organisation und hat sein Hauptquartier in den Kandilbergen im irakischen Kurdistan aufgeschlagen. Als Grund nannte Bayik die Untätigkeit der Türkei im Kampf um die von Kurden bewohnte syrische Grenzstadt Kobane. Sie wird seit Wochen von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) belagert, immer wieder versuchen sie, die Stadt zu erobern. Sollte ihnen das gelingen, droht den dort verbliebenen Zivilisten sowie den kurdischen Kämpfern ein Massaker. Die internationale Anti-IS-Koalition versucht, die Einnahme mit Luftschlägen zu verhindern und die IS-Milizen zurückzudrängen, bislang vergeblich.

Nach Angaben türkischer Medien griffen Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-4 von denMilitärflughäfenDiyarbakir undMalatya aus Ziele bei der OrtschaftDaglica im äußersten Südosten der Türkei an. Der türkische Generalstab teilte mit, die Luftangriffe seien eine Reaktion darauf, dass PKK-Kämpfer dort mehrfach eine Station der Gendarmerie beschossen hätten. Auffallend ist, dass die Attacken kurz vor Ablauf eines Ultimatums erfolgten, das der inhaftierte PKK-ChefAbdullahÖcalan der Regierung gestellt hatte. Darin hatteÖcalan bis zu diesem Mittwoch „konkrete Schritte“ eingefordert, um denAussöhnungsprozess zu retten. Andernfalls könnten die seit anderthalb Jahren eingestellten Gefechte zwischen den Rebellen und der türkischen Armee erneut beginnen. Bisher hat Ankara der kurdischen Minderheit zwar einzelne Erleichterungen wie kurdische Radiosender zugestanden, aber keine substanziellen politischen Zugeständnisse gemacht. Die Frustration vieler Kurden in der Türkei schlug in Wut um, nachdem das türkische Militär die eingeschlosseneKurdenstadtKobane von jedem Nachschub abschottete. Die Türkei hat Panzereinheiten an der Grenze stationiert, greift aber nicht ins Geschehen ein – nach Erkenntnis westlicher Geheimdienste aus Furcht vor Terror, den derIS angedroht hat. Die Kurden erwarten keine militärische Hilfe von der Türkei, sie kritisieren aber, dass Ankara eine von türkischen Soldaten kontrollierte Sicherheitszone verlangt, die faktisch einer Übernahme derAutonomiegebiete gleichkäme, dass die Türkei die Grenze für Kämpfer der PKK sowie des syrischen AblegersYPG geschlossen hat, und dass die Türkei den Kurden nicht erlaubt, Waffen, Munition und Lebensmittel über die Grenze zu transportieren, um die Kämpfer inKobane zu unterstützen, wohingegen IS-Kämpfer sich jahrelang frei bewegen konnten und offene Unterstützung aus Ankara erhielten.

Erdogan und Hitler

Die türkische Regierung betrachtet die Verteidiger von Kobane als Teil der PKK, weil sie mit dieser verbündet sind, und sieht die Schlacht um Kobane als Krieg zweier Terrorgruppen an. Und während IS-Kämpfer offenbar noch immer über die Grenze nach Syrien wechseln können, um sich den Dschihadisten anzuschließen, hindert türkisches Militär potenzielle Unterstützer daran, den Eingeschlossenen in Kobane zu helfen. Im Internet warfen viele Nutzer der Türkei vor, sich mit der Bombardierung der PKK auf die Seite der IS-Miliz zu stellen. Bei Demonstrationen gegen diese Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Premierminister Ahmet Davutoglu gab es in mehreren Städten im Südosten der Türkei gewaltsame Auseinandersetzungen. Zum einen zwischen Polizei und Kurden, zum anderen aber auch zwischen PKK-Anhängern und der türkischen radikalislamischen Hisbollah. In sechs Provinzen wurden Ausgangssperren verhängt, mindestens 41 Menschen kamen bisher ums Leben. Autos und Häuser brannten, Läden wurden geplündert, auf den Straßen fuhren gepanzerte Fahrzeuge, wurde geschossen und gekämpft. Sollten die Schlächter des IS Kobane am Ende einnehmen, wäre dies nicht nur ein weltweit sichtbarer Propagandaerfolg für sie. Es dürfte auch eine Eskalation der Gewalt in der Türkei zur Folge haben – einerseits zwischen Kurden und staatlichen Kräften, andererseits zwischen Kurden und Islamisten.Seit die Türkei international unter Druck steht, den belagerten KurdenKobanes durch die Öffnung eines Korridors zu helfen, haben die islamisch-konservative Regierung in Ankara und das türkische Militär den Ton gegenüber der PKK deutlich verschärft. Die Angriffe könnten auch als Antwort auf Drohungen des amtierenden PKK-Militärchefs CemilBayik interpretiert werden, der kürzlich mit der Aussetzung des Friedensprozesses und der Wiederaufnahme des Guerilla-Krieges gedroht hatte, sollten bei Unruhen in den türkischenKurdengebieten weiterhin Menschen getötet werden.

Erdogans protzige Kraftmeierei

Derzeit ist es Abdullah Öcalan, der seine Anhänger immer wieder ermahnt, nicht zu den Waffen zu greifen und den Friedensprozess nicht zu gefährden. Ausgerechnet jener Mann also, der ab 1984 Krieg gegen die Türkei führte – mit dem Ziel eines eigenen Kurdenstaats. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Chef der PKK agiert aus seiner Gefängniszelle heraus. Erst in Einzelhaft gab er seine früheren Pläne auf, formte die einst marxistisch-leninistische PKK in eine basisdemokratische Organisation um und fordert nun größere Autonomie für die Kurden. Erdogan trieb den Friedensprozess trotz erheblicher Widerstände von Nationalisten voran. Er sorgte dafür, dass auch die kurdischen Gebiete im Südosten vom wirtschaftlichen Boom profitierten, dass dort neue Straßen, Gebäude, Strom-, Wasser- und Gasnetze gebaut wurden. Zum Dank wählten viele Kurden Erdogan und seine AKP, die damit der HDP, dem politischen Arm der PKK, in kurdischem Gebiet Konkurrenz machte.

Maske Erdogan 07b

Doch die Sympathien für die AKP unter den Kurden dürften verflogen sein. Auch Erdogans Bemühungen um Annäherung sind vorerst beendet. Kürzlich erst erklärte er, er sehe „keinen Unterschied zwischen PKK und IS“ – eine Ansicht, die viele Türken teilen. In Internetforen und in sozialen Medien wird seit Wochen ein erbitterter Wortkrieg geführt und der PKK vorgehalten, immer noch eine Terrororganisation zu sein.

Der CDU-Politiker Volker Kauder hat gefordert, das Agieren der Türkei im Konflikt um die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zum Thema in der Nato zu machen. „Das kann man so nicht laufen lassen“, sagte der Chef der Unions-Bundestagsfraktion nach Teilnehmerangaben am Dienstag in einer Sitzung der Abgeordneten von CDU und CSU.  Das Verhalten der Regierung in Ankara müsse angesichts von Medienberichten über einen türkischen Beschuss von Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes im Bündnis angesprochen werden, sagte Kauder demnach. Das Agieren der Türkei in dem Konflikt habe auch Rückwirkungen nach Deutschland, machte Kauder den Angaben zufolge mit Blick auf hierzulande lebende Türken und Kurden deutlich.

Recep Tayipp Erdogan Plakat klein neu

siehe   http://www.fr-online.de/terrorgruppe-islamischer-staat/is-tuerkei-tuerkei-auf-seiten-des-is-,28501302,28734800.html

http://orf.at/stories/2249579/2249576/

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/pkk-chef-oecalan-warnt-die-tuerkei–92856390.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kurden-konflikt-kauder-kritisiert-tuerkisches-pkk-bombardement-a-997185.html

http://www.krone.at/Schlagzeilen/Luftangriffe_auf_IS_in_Syrien_zeigen_Wirkung-Schlagzeilen-Story-423198

http://www.dw.de/angriffe-auf-pkk-ziele-gef%C3%A4hrden-den-frieden/a-17996142

http://www.tagesschau.de/ausland/pkk-tuerkei-103.html

siehe auch Kommentar     http://www.tagesschau.de/kommentar/pkk-tuerkei-105.html

http://www.nzz.ch/international/friedensprozess-auf-der-kippe-1.18403953

http://www.n-tv.de/politik/Koalition-wirft-wieder-Bomben-auf-Kobane-article13779391.html

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3771600/tuerkei-bombardiert-stellungen-pkk.story

http://www.stern.de/news2/aktuell/tuerkei-greift-pkk-einheiten-im-eigenen-land-an-2145340.html

siehe auch Video      http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5553012/die-luftangriffe-zeigen-wirkung.html

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5552654/wie-recep-tayyip-erdo%C4%9Fan-den-frieden-verspielt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+n24%2Fpolitik+(Politik-Nachrichten+von+N24.de)

http://www.volksblatt.at/politik/tuerkei_bombardiert_statt_is_die_kurden_15102014/

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tuerkei-tuerkei-bombardiert-kurdische-pkk-kaempfer.08e48663-abb7-4b33-a786-d19ac8f11581.html

http://www.derwesten.de/wp/politik/in-der-tuerkei-droht-nach-luftangriffen-ein-neuer-buergerkrieg-id9933805.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/kurdengebiete-tuerkei-soll-pkk-stellungen-bombardiert-haben-13207301.html

http://www.srf.ch/news/international/die-tuerkei-will-verhandlungen-mit-einer-geschwaechten-pkk-fuehren

http://www.welt.de/politik/ausland/article133276137/Ankara-geht-das-Risiko-eines-Kurdenkriegs-ein.html

http://www.fr-online.de/terrorgruppe-islamischer-staat/anti-is-allianz-tuerkei-bombardiert-pkk—kurden-draengen-is-zurueck,28501302,28730754.html

http://www.neues-deutschland.de/artikel/949108.tuerkei-bombardiert-pkk-ziele-im-suedosten-des-landes.html

http://www.handelsblatt.com/politik/international/erdogan-bekaempft-pkk-der-tuerkei-droht-ein-neuer-kurdenkrieg/10835996.html

http://www.ksta.de/politik/-luftangriffe-auf-kurden-tuerkei-bombardiert-pkk-ziele-,15187246,28733652.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-den-islamischen-staat-tuerkisches-militaer-bombardiert-pkk-und-nicht-den-is/10835154.html

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3887985/PKK-wirft-Turkei-Bruch-der-Waffenruhe-vor?_vl_backlink=/home/index.do

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKCN0I316220141014

http://www.zeit.de/politik/2014-10/kobani-kurden-islamischer-staat-syrien

http://www.wsj.de/nachrichten/SB10726370734953843324504580214143308958392

http://www.taz.de/Kampf-um-Kobani/!147662/

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Tuerkei-bombardiert-kurdische-PKK-Kaempfer;art1157828,2845472

http://www.rp-online.de/politik/ausland/erdogan-laesst-pkk-stellungen-bombardieren-aid-1.4593809

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Tuerkische-Luftwaffe-bombardiert-PKKZiele-im-Suedosten/story/24231466

http://www.nwzonline.de/politik/tuerkei-bombardiert-stellungen-der-pkk_a_19,0,2066799942.html

http://www.handelszeitung.ch/politik/warum-die-tuerkei-den-kurden-kobane-nicht-hilft-681687

Der Islam - Verschimmeltes Brot 6 klein

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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