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Die Linke – eine Partei proklamiert ihre Unwählbarkeit

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Die Linke  –  eine Partei proklamiert ihre Unwählbarkeit

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Es hat sich nicht viel geändert an der politischen Substanz, der Argumentation, der Streitkultur und dem persönlichen Umgang miteinander in der Linken, wobei ich nicht allein die hier genannte „Die Linke“ meine. Es gibt eine schon fast irrationale Tradition in sogenannten linken Parteien und Organisationen im internen Umgang mit Andersdenkenden und Abweichlern von der offiziellen Parteilinie. Das war schon zu Zeiten der DKP so, obwohl ich hier jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern will. Aber es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass linke Parteien und Organisationen einen gewaltig stinkenden Sumpf aus persönlichen und vorgeblich politisch motivierten Intrigen geschaffen haben und pflegen. Ich will hier auch nicht Geschichtsfälschung betreiben, aber die „Dolchstoßlegende“ passt auf keine anderen Parteien so punktgenau, – da wird intrigiert, Gerüchte gestreut, verleumdet, Hasskampagnen gesteuert, politische Gegner aus der eigenen Partei / Organisation öffentlich demontiert, nach Möglichkeit noch nachgetreten und so ziemlich jede übelste Sauerei in der Streitkultur angewendet, die nur vorstellbar ist. Das war schon in den 70er und 80er Jahren so – und auch der mehr oder weniger offen vertretene Anti-Semitismus aus falsch verstandener und völlig einseitiger Solidarität mit islamfaschistischen Terrororganisationen ist nicht neu oder überraschend. Ich will hier aber nicht nur an die DKP erinnern, sondern auch an die KPD/ML/AO oder den Kommunistischen Bund Westdeutschland, in der linken Szene spöttisch als KBWichtig bezeichnet. Das waren wahre Schlangengruben der Intrigen untereinander, mit einem persönlichen Umgang miteinander, der jedes Maß an menschlicher Zivilisation verhöhnt.

Viel hat sich nicht geändert, das ist seit Jahren bei „Die Linke“ medienöffentlich und parteischädigend hinreichend zu beobachten. Es ist nicht nur der Überhang an unverbesserlichen Stalinisten und politischen Kadern aus der ehem. SED, es ist vor allem der Stil des persönlichen, unsolidarischen Umgangs, der diese Partei für mich und viele andere potenzielle Wähler/innen absolut unwählbar macht. Da mag man Gregor Gysi aus den verschiedensten politischen Gründen mögen oder nicht, es gibt Grundregeln des menschlichen Umgangs, die auch für gewählte „Volksvertreter“ der Linken gelten müssen.

Inge Höger und Annette Groth

Hetzjagd auf Gregor Gysi

Anti-semitischen Israel Kritikern droht Hausverbot im Deutschen Bundestag

Gregor Gysi von Israel Kritikern bis aufs Klo verfolgt

Sahra Wagenknecht: Eine ziemlich üble Geschichte  

Weiter heftiger, öffentlicher Streit nach dem Eklat mit Israel Kritikern

Parteiinterne Forderungen nach Amtsverzicht

Stolpern zwei Linke über die „Klo-Affäre“?

Israelhasser jagen Gysi durch den Bundestag

Gysis ungebetene Gäste im Bundestag

Wie lange will Gregor Gysi noch diese persönlichen Anfeindungen ertragen?

Die Linkspartei streitet heftig über die Konsequenzen

Radikale, anti-semitische Israelkritiker beschimpfen und bedrängen Gysi im Deutschen Bundestag

Anti-Semitismus Streit führt bis aufs Klo

Linken Geschäftsführer fordert harte Konsequenzen

Inge Höger und Annette Groth sollen den Bundestag verlassen. Das fordert zumindest einer ihrer Fraktionskollegen. Grund: Die beiden sind mit an dem Eklat um Gregor Gysi beteiligt. Linken-Abgeordnete hatten israelfeindliche Publizisten zum Gespräch geladen, Fraktionschef Gysi untersagte die Treffen. Die Abgewiesenen stellten ihn aggressiv zur Rede. Der Fraktionschef selbst gibt sich bedeckt – wohl aus gutem Grund. Linken-Fraktionschef Gregor Gysi wird von einem Israel-Kritiker aufgelauert und bis auf die Bundestagstoilette verfolgt. Seine Stellvertreterin Sahra Wagenknecht nennt das „völlig inakzeptabel“. Das ist eine relativ harmlose Formulierung, die zuerst einmal irritiert, aber nicht mehr so sehr, wenn man das angespannte Verhältnis zwischen Wagenknecht und Gysi berücksichtigt. Ich kann mir durchaus die klammheimliche Häme über den unentschuldbaren Eklat vorstellen.

Regierungserklaerung zum Europaeischen Rat

Der Ärger bei der Linken ist nicht verraucht. Auch zwei Tage nach der Aktion eines Israel-kritischen Journalisten, der Fraktionschef Gregor Gysi vor seinem Büro abgefangen und bis auf die Bundestagstoilette verfolgt hatte, erregen sich die Abgeordneten. Drei Mitglieder der Fraktion, die zum linken Flügel gehörenden Politikerinnen Inge Höger, Annette Groth und Heike Hänsel, haben sich bei Gysi entschuldigt – sie standen mit im Pulk, als der Publizist David Sheen gemeinsam mit weiteren Journalisten am Montagnachmittag Gysi vor seinem Bundestagsbüro bedrängte. Gleich mehrere Leute zückten bei der Aktion ihre Handy-Kameras und filmten. Ausführlich hatte die Linksfraktion den Vorfall am Dienstag diskutiert, denn der aus Kanada stammende und Israel lebende Sheen und sein US-amerikanischer Journalisten-Kollege Max Blumenthal waren vom linken Flügel der Fraktion eingeladen worden zu einem „Fachgespräch“ zum Gaza-Konflikt am Montag im Paul-Löbe-Haus des Bundestages – namentlich von Höger, Groth und Vize-Fraktionschef Wolfgang Gehrcke. Von dort zog ein Trupp zum Gysi-Büro, wütend, weil der Fraktionschef verhindert hatte, dass am Sonntag – dem Jahrestag der Reichspogromnacht – im Namen der Linksfraktion eine Veranstaltung mit den Israel-Kritikern in der Berliner Volksbühne stattfand. Auch die drei Abgeordneten Höger, Groth und Hänsel geben eine persönliche Erklärung ab. Ziel der Veranstaltung am Montag im Bundestag sei gewesen, „in den Medien verbreitete Anschuldigungen“ gegen Sheen und Blumenthal zu klären – beiden werden Vergleiche der Politik Israels mit den Verbrechen der Nazi-Zeit vorgehalten. „Die Situation geriet außer Kontrolle“, geben die drei Politikerinnen zu. „Als Gregor Gysi aus dem Büro kam, verfolgten ihn mehrere Personen und bedrängten und beschimpften ihn in völlig inakzeptabler Weise“. Von einem „unwürdigen Vorgang“ sprechen die Abgeordneten. Aus „billiger Sensationslust“ sei ein Video dazu veröffentlicht worden, dem ursprünglichen Anliegen eines „fairen Dialogs über den Nahost-Konflikt“ so geschadet worden.

Abends veröffentlichte die Fraktion eine Entschließung, laut der Gysi eine Entschuldigung der drei Abgeordneten Höger, Groth und Hänsel zwar annimmt. Der Abgeordnete Michael Leutert forderte die beiden Parlamentarierinnen Inge Höger und Annette Groth zur Niederlegung ihrer Mandate auf. Höger und Groth hatten den in Israel lebenden Journalisten eingeladen. Zugleich heißt es in diesem Beschluss: „Gleichwohl verurteilt die Fraktion auf das Schärfste das Agieren gegenüber unserem Fraktionsvorsitzenden.“ Eine Wiederholung will die Fraktion ausschließen mit dem Satz: „Wer uns oder unsere Genossen so feindselig behandelt wie an diesem 10.11., mit dem werden wir nicht kooperieren.“ Auch Linken-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn rügt: „Ein solches Verhalten ist mit meinem Verständnis linker Politik und politischer Kultur nicht vereinbar.“ Konsequenzen zieht auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Er leitete am Mittwoch gegen Sheen und Blumenthal Verfahren zur Verhängung von Hausverboten ein. „Jeder Versuch, auf Mitglieder des Deutschen Bundestages Druck auszuüben, sie körperlich zu bedrängen und damit die Wahrnehmung der Aufgaben des Hauses zu gefährden“, ist laut Lammert indiskutabel und muss unterbunden werden. Zuvor hat das American Jewish Committee (AJC) Berlin getwittert: „Irre Israelhasser verfolgen Gysi bis aufs Klo. Wer sorgt eigentlich für Sicherheit im im Bundestag?“

Auch Gysi selbst gibt sich nach dem Vorfall nicht nachtragend. Eine Entschuldigung der beiden Abgeordneten hatte er bereits akzeptiert. Die Möglichkeit eines Fraktionsausschlusses erwägt er öffentlich nicht. Mit gutem Grund: Werden Höger und Groth fraktionslos, verliert die Linke den Status der größten Oppositionspartei, denn die Grünen haben derzeit nur einen Sitz weniger als die Linke. Gregor Gysi wäre dann auch nicht mehr Oppositionsführer. Wenn Höger und Groth dagegen auf ihre Bundestagsposten verzichten würden – so wie es Leutert fordert -, dann würden Linke-Politiker nachrücken.

siehe        http://www.n-tv.de/politik/Stolpern-zwei-Linke-ueber-die-Klo-Affaere-article13950071.html

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/hetzjagd-auf-gregor-gysi-israel-kritikern-droht-hausverbot-aid-1.4663704

http://www.tagesspiegel.de/politik/gregor-gysi-von-israel-kritikern-verfolgt-wagenknecht-eine-ziemlich-ueble-geschichte/10968838.html

http://www.neues-deutschland.de/artikel/952106.weiter-streit-nach-eklat-um-israel-kritiker.html

siehe auch Video       http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/5696318/israel-hasser-jagen-gysi-durch-den-bundestag.html

http://kurier.at/politik/weltchronik/gysi-von-israel-gegner-bis-auf-toilette-verfolgt/96.651.577

siehe auch Video      http://kurier.at/politik/weltchronik/gysi-von-israel-gegner-bis-auf-toilette-verfolgt/96.651.577

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.in-herrentoilette-eingeschlossen-bis-aufs-klo-israel-kritiker-verfolgt-gregor-gysi.c7e2d85b-06e8-45c9-a8af-3319ae7a8a73.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gysi-im-bundestag-bedraengt-linkspartei-streitet-ueber-konsequenzen/10969640.html

http://www.nzz.ch/newsticker/radikale-israelkritiker-beschimpfen-linke-chef-gysi-im-bundestag-1.18423486

siehe auch Video          http://www.focus.de/politik/deutschland/jagd-auf-linken-fraktionschef-das-sagt-gysi-zur-toiletten-attacke-im-bundestag_id_4267378.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gregor-gysi-linken-abgeordnete-entschuldigen-sich-bei-gysi-a-1002457.html

siehe auch Video        http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article134255602/Gysi-und-der-Kettenhund-Hier-geht-es-zum-Video.html

http://www.taz.de/Antisemitismus-Streit-fuehrt-bis-zur-Toilette/!149319/

http://www.ksta.de/politik/gregor-gysi-von-israelkritikern-bedraengt-linken-geschaeftsfuehrer-fordert-konsequenzen,15187246,29022020.html

http://www.fr-online.de/politik/israel-kritiker-verfolgt-gysi-bis-auf-bundestagstoilette,26577298,29019700.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/fraktionschef-der-linken-israel-kritiker-verfolgt-gysi-bis-auf-bundestagstoilette-1.2216509

siehe auch Video        http://www.welt.de/politik/deutschland/article134236216/Gregor-Gysi-flieht-vor-Antizionisten-auf-Toilette.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gysi-israel-sheen-Blumenthal

 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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