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Nightmare – Lyrik

Veröffentlicht am
Nightmare   –   Lyrik

Nightmare

für   Natascha Kampusch 4  Natascha Kampusch

 

 

 

Tagnächte

Nachttage

die immer brennen

im Glanz

gelöschter Ewigkeitslichter

voll tiefem Schwarz

Fensterlose Keller

verbergen dunkle Augenhöhlen

verbrannt die Sonne

im vollendeten Neumond

düsterer Abglanz der Liebe

tränenvertrocknet

 

Verborgene Worte

zerbröseln in Händen

der schieren Habgier

gestohlen verschleierte Blicke

so dunkel und kalt

wie leergerauchte

Gewehrläufe

Nachttag voll Düsternis

gefüllt mit Gefühlen

verschimmelter Seelen

die graue Permanenz

zerlebter Sinnlosigkeit

enthüllt blutlose Leere

So dunkel und kalt

die gewebten Netze

mühsam erschaffen

nach verdorbenem Schlaf

lebend in vulkanischer Ruhe

mit gestohlenen Kränzen

aus verrotteten Blütenblättern

Eingegraben in die Erde

gestockter Wasserlauf

lautloser Rauschklang im Ohr

blutige Zungen

gefallener Engel singen

hallende Schreie verstummen

 

Drohende Lüste brechen auf

verschlingend schwarze Milch

auf dem Boden der Erkenntnis

kochendes Blut verdampft

in glühender Erde

versickert im schwarzen Sand

Zwei Spuren verlieren sich

vom Wind verweht

nichts mehr anzubieten

aus leeren Flaschen

blind ihr raues Glas wie das verschlossene Licht

Dunkle Sonnenbrillen

spiegeln in die Nacht

das Schneckenhaus

wo alles vergeht

in fensterlosen Kellern

dunkle Augenhöhlen warten

 

 

 

 

©   Hans B.

 

 

siehe auch    http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/lyrik-17.html

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/lyrik-05.html

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/bibliothek.html

 

10-mark-schein-produktion - alternativ 3

 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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