RSS-Feed

Andererseits …

Veröffentlicht am
Andererseits …

Die vielen treuen und wirklich interessierten Leser/innen meines Blogs kennen das schon ein wenig und haben oft mit persönlichen mails und hohen Besucherzahlen auf meiner Künstler-Homepage   http://www.brakhage.info   ihr Interesse an mehr aus meinem künstlerischen Bereich bekundet. Obwohl das zu mir gehört und mir enorm wichtig ist, nimmt mein künstlerisches Werk nur einen kleinen Teil dieses Bloggs ein. Heute Nacht ist mir aber spontan der Gedanke gekommen einen weiteren Splitter dessen an Sie zu vermitteln, aus dem Bereich Lyrik.

Lyrik, so besagt die Definition, bezieht sich im Wortstamm auf das altgriechische Instrument der Lyra, die Wohlklingende,  ist singbare Dichtung und braucht die ganze Fantasie eines Menschen, um sie zu schreiben  –  und sie zu lesen, denn Lyrik ist vergleichbar mit dem kreativen Schaffen durch Malerei, ist wie malen mit Sprache, mit Sprachbildern, die es zu entschlüsseln gilt, um hinter das Offensichtliche blicken zu können. Denn gerade in der Lyrik ist oftmals nichts wie es auf den ersten Blick scheint, erschließen sich hinter den Worten ganze Bildwelten. Es gilt, sich auf die Bildsprache und die eigene Fantasie einzulassen, sie zu erleben. Auch in der Lyrik bin ich widersprüchlich, kompromisslos hart und streitbar, sanftmütig und fantasievoll, sinnlich und lusterlebend.

 

Traumfetzen

 

Ausgedörrter Mund

mein Träumerblick

reißt hin und her

vorüber huschen

abgerissene Gestalten

grölend vom

verschleuderten Leben

weißer Brautschleier

flattert in der Luft

verloren einsam

hinter Gesichtern

ausdruckslos

murmelndes Gedränge

 

Not sucht ihresgleichen

in düsterem Gemäuer

beugt sich nur der Macht

der herbeigeeilten Liebe

eingeschlossen

in gläsernen Koffern

ohne Tragegriff

 

Schwarzwild

kämmt sich mit Pomade

das raue Haar

Mütter streiten um das Recht

ein kleines Kind

zu prügeln

hämmernd lauter

Rock´n Roll

Rehe lächeln fluchtbereit

am Waldessaum

ein alter Zwerg

schaut stumm zu mir

weiß keinen Rat

zu geben

und furzt zum Abschied

leise

Adieu

 

 

 

©   Hans B.

 

 

 

Kleine Reise

 

Hinunter ins Tal

zum Puls

aller Zeiten

begreife ihn

so weiss und rund

Helenes Popo

ihre Brüste

treiben mich

kunterbunt radschlagend

in feuchtere Regionen

neugierig forschend

nach Gerüchen und Sphärendunst

erwartend mein Verlangen

 

Sich zu lieben

ist wahrhaftig

wundersames Spiel

alles fließt

geschmeidig klar

in orgiastischem Rausch

 

 

©   Hans B.

 

0182h

 

 

siehe auch zum Thema literarisches Schreiben    https://belgarathblog.wordpress.com/2014/10/09/barfus-mit-nacht-im-haar/

https://belgarathblog.wordpress.com/2014/11/18/ich-bin-nicht-nur-ein-zyniker-und-polarisierender-kritiker/

https://belgarathblog.wordpress.com/2014/09/16/leseprobe-aus-die-uralte-sehnsucht/

https://belgarathblog.wordpress.com/2015/01/12/meine-lyrik/

https://belgarathblog.wordpress.com/2014/11/05/und-wieder-einmal-eine-leseprobe/

https://belgarathblog.wordpress.com/2014/10/08/mogen-sie-sinnlich-erotische-lyrik/

https://belgarathblog.wordpress.com/2016/02/23/der-neue-morgen-anti-kriegs-lyrik/

https://belgarathblog.wordpress.com/2016/02/23/nightmare/

https://belgarathblog.wordpress.com/2015/10/26/eine-beinharte-protest-lyrik/

https://belgarathblog.wordpress.com/2015/01/22/lyrik-ist-nicht-nur-poesie/

https://belgarathblog.wordpress.com/2015/01/12/meine-lyrik/

https://belgarathblog.wordpress.com/2015/01/12/fur-alle-die-auf-gott-vertrauen/

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/lyrik-17.html

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/lyrik-05.html

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/bibliothek.html

10-mark-schein-produktion - alternativ 3

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: