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Abgesang

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Abgesang an eine ehemalige geliebte Hure

 

Nein, das ist nicht wahr, – es ist einfach nicht wahr.

Viele sagen jetzt von ihr, sie sei alt, gemein, hässlich und fett geworden,
eine elend schäbige Schlampe mit gierigen Händen und Hängebacken.
Aber das ist gelogen, – oder zumindest nicht die ganze Wahrheit. Sie wurde schon alt geboren und war vom ersten Tag an hässlich, so hässlich, dass sich selbst ihre Eltern vor Scham erbrachen.
Sie ist niemals auch nur eine Stunde wirklich ein schönes Kind und jung gewesen, sah immer aus wie vergammeltes Müllwerk oder Gerümpel, das irgend jemand vergaß wegzuwerfen.

Sie war schon von Geburt an reichlich dreckig, verkommen, ungepflegt, von Kinderkrankheiten gezeichnet.
Was willst du auch erwarten von einer, die knapp vor der Geburt beinahe von ihren Eltern abgetrieben wurde. 

Ein ungeliebtes Kind, von niemandem mehr wirklich erwartet, spät gezeugt von bigotten, senilen Eltern, die schwer unter ihren syphilitischen Ausfallerscheinungen gelitten haben, schwachsinnig und vom Größenwahn zerfressen, weil sie immer etwas Besonderes sein wollten, –  aber nie mehr als verlogene Heuchler und Selbstbetrüger waren.
Alle ringsum haben dieses unerwünschte, ungewollte Kind
vom ersten Tag an nur mit scheelen Augen angesehen.

Nein, ich kannte ihre Eltern nicht wirklich, nicht persönlich, nur aus Erzählungen.
Aber sie sollen wohl auch nicht gerade Persönlichkeiten von moralisch zweifelsfreiem Wert gewesen sein.
Trunkenbolde und Huren, Straßenräuber und Plünderer, Banditen und Mörder, sollen in der Familienlegende die Hauptrolle gespielt haben. Tagediebe und Strolche der allerschlimmsten Art,
nur an persönlicher Bereicherung und an ihrem eigenen Vorteil interessiert.

Ein Onkel von ihr soll ja sogar zur Zeit der Geburtsstunde im Gefängnis gesessen haben, und wurde trotzdem erstes Familienoberhaupt, der widerwillig anerkannte Patenonkel Konrad, der greise Grauhaarträger, einem überaltertem Pavian nicht unähnlich.

Obwohl sie angeblich selten krank war als Kind, sah sie immer sehr krank aus, neigte zu Ausfällen und Epilepsie, wirkte stets etwas hohlwangig, blutarm und ausgezehrt, fast wie die armen Opfer in den billigen Vampirfilmen.

Nein, nein, das ist wirklich nicht wahr, dass sie schon in den ersten Jahren eine Ausgeburt an Ignoranz und Dummheit war, eine taube Nuss, – außen schön braun und vergangenheitsverfallen – innen hohl.

Ich weiß, dass immer behauptet wurde zwischen ihrer deformierten Schädeldecke und dem Hals wäre nicht viel mehr als heiße Stinkluft gewesen, oder vielleicht auch nur fauliger Gestank.

Alte, sterbende Hyänen stinken angeblich so aus dem Maul, bevor sie von ihren Artgenossen zerrissen und gefressen werden.
Aber ich habe das nie wirklich geglaubt, obwohl ich zugeben muss, dass ich auch immer darüber gelacht habe.

Zugegeben, sie roch furchtbar aus dem Mund, wenn sie ihn nur für Sekunden öffnete. Aber das lag daran, dass ihre inneren Organe nicht gesund waren, alle irgendwie angefault, schimmelig und leicht zersetzt, schwammig und unfertig.
Und ihre Blutarmut war ja schließlich kein Geheimnis,
was bei den ganzen schlimmen Erbkrankheiten der Familie und Vorfahren kein Wunder war.

Sie war krank und blutarm, von der ersten Sekunde an, wo sie das flackernde Licht der Welt erblickte, – und sie stank zweifelsfrei aus dem Mund.

Aber trotzdem kann ich mich gut erinnern – wenn ich mich nicht irre -, dass sie mancher schon recht gern hatte.
Einige fanden sie sogar richtig schön, haben sie verehrt, respektiert und geliebt.

Na ja, das waren nicht gerade feine Leute, zugegeben, haben sich Vorteile und teure Zuwendungen erhofft, wenn sie auf Freundschaft und Vertrauen heucheln, – und haben selbstverständlich auch ihre Pfründe bekommen, vielfach.
Aber immerhin erschienen sie mir nicht als Geisteskranke, 
wie ihre direkten Erziehungsberechtigten.

Ja, ja leider, das ist allerdings wahr, sie hat rumgehurt, kaum dass sie die Kinderstube verlassen hatte, rumgehurt, gelogen und betrogen und gestohlen, mit grenzenloser Schamlosigkeit, alle ausgenutzt, die sie liebten oder zumindest gern hatten, – die Pfründe und Vorteile waren bei Weitem nicht nur einseitig gesucht und gefunden.
Sie hat ihre Jungfräulichkeit regelrecht meistbietend verschachert und danach jeden ran und poppen lassen, der sie gute bezahlte.
Wer gut schmiert, darf die verachtete Hure ficken.

Die Freier scheuten die Mühe und machten aus ihren Mördergruben keine Herzen.

Ich kann und will nicht bestreiten, dass sie sich knapp nach ihrer ersten Reife an jeden verkauft hat, der er ihr über den Weg lief, der sie gut bezahlte. Sie nahm Geld für jedes noch so geringe Entgegenkommen, für jede noch so kleine Nettigkeit, für jedes kalt berechnende Lächeln.

Aber ich glaube trotzdem nicht, dass sie im Grunde ihres Herzens eine geborene Hure war, dass sie nur seelenlos und kalt handelte.
Und schon gar nicht lebens- und abenteuer suchend.

Sie konnte ein echtes Biest sein,
hat alle ihre frühen Liebhaber herzlos gegeneinander ausgespielt und aufeinander gehetzt, bis sie sich wechselseitig die Fresse blutig schlugen.

Ich glaube eher, dass sie statt einer Hure wirklich krank war, degeneriert und kaputt, mit einem geradezu unglaublichen Selbstzerstörungs- und Geltungstrieb.

Ist ja auch kein Wunder bei all der Lieblosigkeit, die man ihr vom ersten Tag an entgegenbrachte. Selbsthass und Selbstmitleid, Hysterie und Geltungssucht, vor allem aber diese blinde Wut, haben stets ihr Handeln bestimmt, sie unberechenbarer gemacht, von Jahr zu Jahr mehr.

Dadurch – so denke ich – wurde sie wirklich eine billige Nutte.

Ja, sie war käuflich und billig, liebte den Pomp und die Protzerei,
was man irgendwie auch verstehen muss.
Sie kam schließlich aus der tiefsten Scheiße in die Welt, stieg langsam höher und höher, kam aber nie in die wirklich feine und menschliche Gesellschaft. Sich darum aufrichtig zu bemühen, hatte sie auch gar keine Zeit. Sie war stets damit beschäftigt Geld für ihr Leben ranzuschaffen, es zu bunkern und zu vermehren, allein zum Eigennutz, und um neue falsche Freunde an ihrer Seite zu binden,
war nach viel zu kurzer Zeit sich selbst überlassen.
Sie musste in eigener Regie sehen, wie sie überlebte und klar kam.

Dir würde auch nicht der Sinn nach philosophischer Feinsinnigkeit stehen, wenn du jeden Tag nur die Droge Geld im Kopf hast, wo du es herkriegst, egal auf welche Weise.

Und für all ihre Schandtaten, Hurereien und Affären hat sie verdammt teuer bezahlen müssen, mit schweren inneren Infekten und dem rechten Auge, auf dem sie seit vielen Jahren blind ist, weil sie es sich selbsttätig ausgestochen, herausgerissen hat.

Es stimmt auch, dass sie nie fair und gerecht war, – weil niemand zu ihr jemals gerecht und fair war.

Alle haben sie nur benutzt, ein billiges Vergnügen, an das sich hinterher niemand mehr ohne Not erinnern wollte.

Die Worte Dankbarkeit oder Loyalität waren ihr völlig unbekannt. Niemand wollte sie wirklich näher kennen lernen, hat sich um sie bemüht, oder ihr gar eine Alternative für ihren Lebensweg aufgezeigt.

Niemand hat je ein gutes Wort für sie gefunden, Anerkennung oder Lob, so was macht dich auf Dauer einfach kaputt.

Niemand trägt allein für sein Unglück die Schuld.

Erinnere dich,
wie sie noch so jung und unerfahren von diesen fetten, alten Kerlen vergewaltigt wurde. Die haben doch jedes Loch an ihr genutzt, um sie gemeinsam zu schänden. Und hinterher haben sie sie angespuckt, und mit mehr als nur mit Schmutz besudelt.

Ich glaube, dass niemand ihr je gezeigt hat, was wahre Liebe ist, dass sie nie erfahren hat, was Gefühle bedeuten, Stolz und Ehre, Aufrichtigkeit und Zuneigung, Würde und Gewissen. Sie kannte einfach nur Schmutz und hat ihre Seele in den Dreck treten lassen.
Sie verkaufte Scheiße als teuren Beluga Kaviar.

Sie verstand in der Tat eine Menge davon, wie man aus Scheiße gutes Gold macht.

Niemand war wirklich jemals gut zu ihr.

Sie war immer nur die billige Hure, meistbietend zu kaufen – und verachtet von ihren Freiern, die selber allesamt Heuchler sind.

Heute ist sie eben, wie sie angeblich seit ihrer Geburt immer war, alt und allein, nur verbitterter und noch einsamer, fetter, skrupelloser, schlaffer und aufgedunsen, – und noch billiger, als in ihren guten Tagen.

Ihre nutzlosen, unwürdigen Talente hat sie jetzt sogar ausgeweitet, ist weit über die ihr gesetzten Grenzen hinweg gewalzt, hat ganz neue Partner für ihr diabolisches Untergangs-Schmierentheater gefunden, –  ohne dass sich die mephistoischen Spielregeln auch nur einen Deut geändert hätten. Viele werden jetzt ihrem Untergang folgen, getreu den griffigen Werbeslogans:

Sie sind geisteskrank und realitätsentrückt, elendig verreckt und gestorben, haben aber selbst in ihrem selbstgebrauten Jauchesud noch immer gut gerochen, nach Meeresbrise, Wiesengrund und Alpenfrische –  und teuren Champagner getrunken, gebraut aus Schweinepisse.

Die total versoffenen Akklamateure tanzen geistlos ausgelassen zu Dantes Inferno.

Der endgültige Absturz begann, also sie hoffnungsverloren und desillusioniert jene geheimen Kreise und Zirkel, diese düsteren Logen und Syndikate um Unterstützung und Beistand ersuchte, denen ihre Existenz vollkommen gleichgültig ist.

Das sind keine schmierig korrupten Diebe oder egomanischen Selbstbereicherer, keine heuchelnden Hurenböcke oder intrigante Gelegenheitszuhälter. Die gehören zu den Organisierten, zu den geheimen Großkriminellen, das sind Mörder und Halsdurchschneider ohne jegliche Moral und Tugend, in weltweite Interessenverbände verwickelt, die Elite-Clique der Manipulierer, der Massenmörder und Kriegsverbrecher, still und leise, im Halbdunkel verborgene, effektive Leichenfledderer. Die Existenz und das Selbstverständnis einer kleinen, längst überlebten Hure, ist ihnen völlig gleichgültig.

Sie respektieren oder gar fürchten nicht ihre bislangen Hurenböcke und Zuhälter, belügen, intrigieren, betrügen und verhöhnen mit Lügenwahrheiten die abgehalfterten Zuhälter jener Schlampe, der diese Grausamkeiten zu verdanken sind. Sie sind ihre Totengräber, – aber dennoch keine Raubtiere, denn die leben nicht mit dieser erbarmungslos verachtungsvollen Grausamkeit, sind mitleidlose Hexenmeister und Dämonen einer gänzlich anderen Realität, straff organisiert unter einem alles beherrschenden Ehrenkodex, folgend allein dem Düsterschatten des gestaltlos großen, allmächtigen Führers. Dabei pflegen sie wechselseitig untereinander eine unvorstellbar neidvolle Paranoia.

Die einstmals wenig geliebte, jetzt lästige Hure wurde im Handumdrehen zu absoluter Bedeutungslosigkeit diskreditiert, deklassiert, disqualifiziert, ohne dass sie dem auch nur ahnbaren Widerstand entgegenzustellen vermochte. Anfangs stellte sie noch Fragen, wollte Auskunft über ihren eigenen Status, und bekam nur Lügen oder Halbwahrheiten serviert. Längst schon war ihre Kraftlosigkeit zu ihrem wichtigsten, alles beherrschenden Markenzeichen geworden, – nicht einmal mehr ein erbärmlicher Schatten ihrer Selbst.

Sie war wertlos geworden, völlig wertlos, wie die schimmelnde Kotze eines versoffenen Freiers. Die einstmals um sie buhlenden Hurenböcke, ihre Geliebten und Verehrer aber tanzen mutlos und leichenblass, depressiv und zornverängstigt den Criminal Tango – und glauben tatsächlich in grenzenloser Naivität an kommende, bessere Tage, die längst administrativ verboten sind.

Mit der geballten Faust in der Tasche und zusammengebissenen Zähnen singen sie leise den Song von Mackie Messer.

„Und der Haifisch, der hat Zähne … und die trägt er im Gesicht …“

Schau sie dir doch an, wie sie halbblind durchs trostlose Leben strauchelt, stinkend am ganzen Leib, verspottet von ihren Zuhältern, ohne jede Hoffnung. Pusteln und Ekzeme trägt sie im Gesicht und auf den Händen, Geschwüre im Magen und Krebs-Metastasen in allen Organen, die noch nicht verfault sind.

Jeder einzelne Rückgrat-Wirbelknochen wurde ihre vielfach zurechtgestutzt und gebrochen.

Sie wartet auf den Tod, aber selbst der lässt sie grinsend zappeln und warten, beobachtet sie mit zynisch klinischer Neugierde, ihr Siechtum künstlich verlängernd bis zum Sankt Nimmerleinstag.

Wie lange kann sie das wohl noch durchhalten?
Sie hätte vieles früher erkennen und ändern müssen, hätte moralischer und ehrlicher werden sollen, – aber sie hat nichts dergleichen getan.

Sie hat nie irgendwas begriffen oder irgend etwas dazugelernt, war immer stupid blöde und begriffsstutzig, hat es bestenfalls noch schlimmer getrieben als vorher. Ihr ganzes Leben, ihre Existenz und Streben sinnlos vergeudet, in der Pissrinne einer berüchtigten Kloake ersäuft.

Ich weiß auch nicht, was man mit ihr tun soll, – und ich will sie auch nicht bei mir Zuhause aufnehmen, werde mich strikt davor hüten jegliche, auch entfernteste Verwandschaft zu ihr zu bestätigen.

Ich kenne diese billige Hure nicht.

Ja, es tut mir leid, jedem kranken Tier hätte man längst den Gnadenschuss gegeben, dem Elend ein Ende gemacht, ihr die Todesspritze gegeben, sie für ihr Handeln entmündigt, sicher hinter dicken Festungsmauern mit Schießtürmen und Stacheldraht weggesperrt.

Aber sie …

Alle warten nur auf ihren Tod, sinnen auf Rache, weil sie sich selbstverschuldet mit in den Untergang reißen ließen. Sie starren sie bösartig an, wie sie sabbernd alte Geschichten von Hurenböcken neu aufwärmt und leere, hohle Phrasen drischt, von besseren Tagen Erinnerungen aufzuwecken sucht, die es so nie gegeben hat, die niemandem mehr wirklich etwas bedeuten, – außer der Möglichkeit auf diesen sterbenden Kadaver einzutreten, auf ihn zu spucken und zu pissen, ihn mit Jauche zu überschütten.

Vielleicht wäre es das Beste, sie allein und endlich sterben zu lassen … statt sie und ihre verwandte Sippschaft hier am Tropf künstlich am Leben zu halten.

Ja, ich weiß, sie frisst immer noch graue Grütze und stinkenden Dreck, –

aber was heißt das schon ?

Das ist doch kein Leben.

Lasst sie doch einfach in Ruhe, verlacht und verspottet, beachtet sie nicht mehr.

Sie ist keinen Silberling mehr wert, nicht mal den Dreck unter dem Fingernagel.

Die selbstgerechte Demokratie in unserer Welt ist nur noch müde und total menschenverachtend geworden.

 

 

 

© Hans B.

 

 

Über grauwolfzauberer

Ich bin zweifellos kein pflegeleichter, unumstrittener Zeitgenosse. Wenn ich in den letzten Jahren gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich meistens: Ich bin Zyniker - und boshaft bissiger Satiriker. Aber real war ich über viele Jahre Fotokünstler, jetzt allerdings im Rentnerstatus, bin immer noch Lyriker und Erzähler, was nicht häufig vorkommt, denn die meisten Literaten - und ich nehme diese Bezeichnung relativ ernst - sind entweder Erzähler oder Lyriker, selten beides. Ich habe viel veröffentlicht und immer noch mehr Ideen, als ich tatsächlich in Endform verfassen kann. So verfüge ich über ein riesiges Rohentwurfsarchiv, habe mir aber fest vorgenommen, das auf jeden Fall noch in diesem Leben durchzuarbeiten - und noch viel mehr zu veröffentlichen. Ich habe vor langer Zeit Kunst studiert, in Essen und Bremen, war dann ein paar Jahre in der Comercial Werbung tätig, bis mir endlich klar wurde, dass das nicht das war, was ich wirklich machen wollte, dafür habe ich nicht jahrelang Kunst / Fachbereich Fotografie studiert. So begann über kleine Umwege mein Leben als freier Fotograf, wobei ich sehr viel für Musiker, Theaterleute, Tänzer/-innen und mit besonderer Vorliebe für Privatkunden/-innen gearbeitet habe. Ich habe in einer Rockband mitgemacht, Theater und Kabarett gespielt und bin stets meinem geliebten Beruf treu geblieben, - wie meiner langjährigen Lebensgefährtin, die leider viel zu früh verstorben ist. Ich habe nicht so viel Geld gekriegt, wie ich verdient hätte, auch deutlich weniger als viele meiner Kollegen/-innen, war aber überaus glücklich damit, denn ich konnte frei arbeiten und habe eine Menge Spaß dabei erlebt. Ich war und bin ein unbequemer, unangepasster Querdenker, sage nicht bedenkenlos zu allem Ja und Amen, misstraue fertigen Konzepten für das Leben, pflege ausgiebig mein eigenständiges Denken und suche nach allen Infos, die ich kriegen kann, um mir ein wohlüberlegtes Urteil zu bilden. Politischen Systemen und ganz besonders Parteien stehe ich grundsätzlich mit tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber, denn sie erstreben nur egomanische Machtansprüche. Den sogenannten "Volksvertretern" bringe ich zu 95% allein abgrundtiefe Verachtung entgegen, weil sie uneingeschränkt nur ihre Interessen aus Machtgier und persönlicher Selbstbereicherung vertreten, aber nicht die Interessen jenes Volkes, dem sie dienen, dessen Nutzen sie mehren sollen, wofür sie sehr gut bezahlt werden. Sie können von mir keinen Respekt erwarten, denn Respekt bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss ihn sich verdienen. Aber ich kann mir selbst bei intensivem Nachdenken keinen Grund vorstellen, warum z.B. bundesdeutsche "Volksvertreter" oder der meisten anderen europäischen Parlamente meinen Respekt verdienen sollten. Auch staatliche Institutionen können mein Vertrauen nicht erwarten. Ich pfeife auf die political correctness und habe kein Problem damit ehemaligen Weggefährten mit nachvollziehbarem Grund kräftig in den Arsch zu treten, wenn sie es verdient haben, bin dabei polarisierend und provokativ, parteiisch und rücksichtslos, - weil und wenn es nötig ist. Ich bin kein Deutscher - kein Ausländer - bekennender Europäer.

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  1. Ein Zeichen zu geben, auch in kleinster Form, wäre unermesslich. LG Alayna

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    • Hallo Alayna,
      das ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht aus der Ferne anschaut. Hätte ich die Gelegenheit gehabt, hätte ich mich längst gemeldet. Aber wenn ich hier im KH für Langzeitpatienten klammheimlich in KH-eigene Internetcafe schleichen will, muss ich gewaltig aufpassen, dass mich die Stationsschwester nicht erwischt. Denn ich gelte hier als Hochrisiko-Patient, war schon vielfach auf der Intensiv Station, musste mehrfach reanimiert werden. Auf meinem Blog habe ich darüber geschrieben unter dem Titel: Ein Rendezvous. Ich habe weder Telefon, noch Internet (außer im KH-eigenen Internetcafe), kann so gut wie keine Besuche empfangen und bin regelrecht von der Welt ebgeschnitten. Meine Wohnung ist nicht mehr existent, denn eine hiesige Sozialarbeiterin hat sie aufgelöst und das Mietverhältnis beendet, als sie erfuhr, dass ich mit größter Wahrscheinlichkeit nicht überleben würde und keine 3 Wochen mehr hätte. Ich lag zu der Zeit im Koma und bot so meinem Vermieter die passende Gelegenheit mich loszuwerden. Dabei habe ich alles verloren, mehr als 800 Bücher, etwa 1000 DVDs und CDs, meinen Computer, Laptop, meine und deine Bilder und selbstverständlich auch alles andere, was ich besaß. Ich habe nur wenige Stunden am Tag, wo ich ansprechbar bin unbd esse und trinke, wenn ich mal wach bin, was nicht so oft vorkommt. Meine Kraft ist fast noch geringer als meine Konzentrationsfähigkeit, ich bin wahrhaft auf einem Tiefpunkt meines Lebens angekommen. Einen Teil dringend benötigter Kleidung habe ich mit Hilfe der Sozialarbeiterin wieder anschaffen können, aber alles andere ist für immer verloren. Wenigstens habe ich mit Hilfe eines Anwalts mein gesamtes künstlerisches Lebenswerk auf dem PC wiederbekommen. Es gelang ihm diesen beschlagnahmen zu lassen, bevor er einen neuen Besitzer fand. Aber er nutzt mir wenig, denn ich habe wie gesagt kein Internet, kann auch keine mails empfangen. Also versucht erst gar nicht auf diese mail zu antworten.
      Ich hoffe, es geht dir einigermaßen oder sogar recht gut. Von mir kann man das nicht sagen.
      Jetzt muss ich schon wieder hier weg, bevor man mich vermisst und eine Suchaktion startet. Vielleicht finde ich eine Gelegenheit mich erneut zu melden.

      liebe Grüße
      Hans / Belgarath

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