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Archiv der Kategorie: Autonome Linke

Beiträge zur dogmatisch ideologischen Ignoranz, Verlogenheit und Gewaltbereitschaft der exponierten Protagonisten der linken Szene, der Partei Die Linke, aber auch der selbsternannten Avantgarde / Speerspitze der sozialistischen Weltrevolution, der Autonomen Linken, ihren privaten, exerzierten Bürgerkriegsexzessen, ihre unverschleierte Komplizenschaft zu Massenmördern wie denen der Hizbollah, ISIS, Boko Haram oder angeblichen ideologischen Brüdern und Schwestern verschiedenster Terrororganisationen in aller Welt

Warum ich seit vielen Jahren nicht mehr am Ostermarsch teilnehme

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Warum ich seit vielen Jahren nicht mehr am Ostermarsch teilnehme

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Die Begründung könnte ich in einem Satz zusammenfassen, – aber das würde der Bedeutung der Sache nicht wirklich gerecht werden. Deshalb habe ich mir genau überlegt, schon seit vielen Jahren und wäge es Jahr für Jahr immer wieder erneut ab, wenn mich ehemalige Freunde und Zeitgenossen, Mitstreiter gegen Unrecht und staatliche Willkür fragen, ob ich nicht doch mal wieder daran teilnehmen will. Mir ist durchaus bewusst, dass Jahr für Jahr die Teilnehmerzahlen geringer werden, dass das Interesse bei Menschen mit demokratischem, politischem Selbstverständnis nahe Null gesunken ist. Die Gründe liegen zweifellos nicht in der Demo-Müdigkeit, nicht an gesunkenem politischem Engagement, nicht am fortgeschrittenen Alter oder sonstwelchen faulen Ausreden.

Es ist dieser Mangel an Glaubwürdigkeit, der nicht nur die bundesdeutsche Friedensbewegung beherrscht,  dominiert und ad absurdum führt.

Ich habe ein gutes Gedächtnis und kann und will ungeheure Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht verdrängen und vergessen. Es hat mich schon vor vielen Jahren zutiefst beschämt und betroffen gemacht, dass kaum ein Mitglied der deutschen Friedensbewegung den Weg auf die Straße und zu lächerlich kleinen Demonstrationszügen gefunden hat, die dringend massive Unterstützung durch diese Friedensbewegung gebraucht hätten.

Als die serbischen Faschisten mitten in Europa ihre Schreckensherrschaft und ihren Völkermord an Bürgern des ehemaligen Jugoslawien vollzogen, sozusagen unmittelbar vor unserer Haustür, in unserer direkten Nachbarschaft. Als Heckenschützen und serbische Artillerie nach dem Vorbild der deutschen Nazis im 3.Reich gnadenlos in Sarajewo auf den wenigen geöffneten Marktplätzen auf Kinder, alte Frauen und unbewaffnete Zivilisten  schossen. Als General Mladic und Slobodan Milosevic die systematische Massenvergewaltigung bosnischer und kosovarischer Frauen und Mädchen anordneten,   General Mladic 2       Radovan Karadzic

den Völkermord in Screbrenica und im Kosovo. Als das faschistische Serbien, das nach wie vor demokratisch völlig unbelehrbar und totalitär in seinem politischen Selbstverständnis ausgerichtet ist und jetzt Mitglied der EU werden will, gegen seine politischen Gegner als erstes Land nach dem 2.Weltkrieg und dem Hitlerfaschismus wieder Konzentrationslager errichtete, – und wir wieder diese Bilder wie aus Auschwitz, Birkenau und Dachau sehen mussten, diese Bilder von spindeldürren, bis auf die Knochen ausgemergelten KZ-Insassen, die die Hölle auf Erden erlebt und zu einem großen Teil nicht überlebt haben.

Wo war die deutsche und europäische Friedensbewegung, wo der scharfe, entschlossene und lautstarke Protest?

Ich habe ihn nur ganz spärlich und sporadisch durch wenige Aufrichtige erlebt und daran teilgenommen. Aber ehemalige Freunde und Mitstreiter habe ich dort keine gesehen. Erst als die NATO sich gezwungen sah – viel zu spät und nach zig-Tausenden Ermordeten – gegen das faschistische Serbien vorzugehen, mit Kampfflugzeugen, Bomben, Panzern und Soldaten dem faschistischen Terror ein Ende zu bereiten, – da war die Friedensbewegung wieder verlogene Parolen schreiend auf der Straße und ausgesprochen zahlreich und massiv. Denn das durfte ja auf keinen Fall sein, dass die USA dominierte NATO das faschistische Serbien bombardierte und eine Möglichkeit des Überlebens für zig-Tausende KZ-Insassen im Kosovo schuf.

Ja, es stimmt, es war zu spät, viel zu spät, viel zu lange haben sich die Weltgemeinschaft und die Europäer – wie bei Hitler und seinen Massenmördern – von den serbischen Faschisten auf der Nase herumtanzen und sich wie ein tumber Tanzbär am Nasenring vorführen lassen. Dabei sollten wir aus der Geschichte hinreichend gelernt haben, dass Terrorregime nicht durch diplomatische Protestnoten und Konsultationen aufzuhalten sind, dass es keine Verhandlungen darüber geben kann und darf wie viele Hunderttausend politische Gegner ein Regime ermorden darf, ehe demokratische Staaten und Armeen eingreifen und dem Völkermord ein Ende setzen.

Wir haben eine demokratische Verpflichtung – und ganz besonders die Menschen mit einem demokratischen, politischen Selbstverständnis in Europa und allen freien, nicht diktatorischen Staaten – solchen Völkermord nicht hinzunehmen, niemals zu akzeptieren, – erst recht nicht, wenn uns problemlos die militärischen Waffen und Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um ihn zu beenden. Das ist zweifellos nicht die Ultima Ratio und nicht immer durchführbar, auch wenn es noch so wünschenswert ist. Ein einziger ganztägiger, großer Bombenangriff auf Belgrad mit imenser Zerstörungskraft hätte den Krieg ins Heimatland der serbischen Faschisten getragen und den Tod von zig-Tausend Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien verhindern können. Denn auch das wissen wir aus der jüngsten Geschichte: Dass Faschisten immer nur solange als große Kriegshelden erscheinen, wenn sie auf unbewaffnete, widerstandsunfähige Zivilisten schießen können. Treffen Sie dagegen auf einen wehrfähigen Gegner, eine entschlossene Armee, die den Krieg in die eigene Heimat trägt, wo Tausende unter den Folgen zu leiden haben und sterben, – dann erstirbt das scheinbar so national patriotische Heldentum sehr schnell und der Krieg findet ein blutiges Ende.

Den Tod und die Ermordung dieser Menschen hat auch die europäische und bundesdeutsche Friedensbewegung zweifelsfrei mitverschuldet, muss sie sich zurechnen lassen,- deshalb sind die Hände der Mitstreiter aus der deutschen Friedensbewegung dick mit Blut verkrustet. Und die serbischen Faschisten führen nach wie vor ihre großnationalistische ethnische Säuberungspolitik durch  –  siehe  http://www.n-tv.de/politik/Serben-blockieren-Grenzuebergang-article10392366.html und blockieren einen dauernden Frieden auf dem Balkan.

Wo bleibt der protestierende Aufschrei der bundesdeutschen und europäischen Friedensbewegungen gegen das menschenverachtende, faschistische China, –   080802_olympia_gross

z.B. sehr medienwirksam und öffentlichkeitswirksam während der Olympischen Spiele im faschistischen China oder während der Frankfurter Buchmesse, als das faschistische China Ehrengast der Buchmesse war –  gegen die willkürlichen Verhaftungen, Verfolgungen und Ermordungen von Regimegegnern, nicht nur in Tibet?

Da war die weltweite Aufmerksamkeit auf das faschistische China gerichtet, da war die beste Gelegenheit Klartext zu reden und diese Politik der systematischen Menschenverachtung anzuklagen – siehe  http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/china-1.html  und folgende Seiten – und der Friedensbewegung wieder Glaubwürdigkeit zurück zu geben.

Wir beklagen und erinnern völlig zu Recht die mehr als 6 Millionen Ermordeten aus den Konzentrationslagern der Nazis, wir schulden ihnen nach wie vor unser Nichtvergessen. Ich will hier nicht wechselseitig gegenrechnen und die Opfer des Hitlerfaschismus kleinreden, – doch das ist immer noch wesentlich weniger grauenhaft als die – nach Einschätzung von sachkundigen Historikern – etwa 70 Millionen Toten im faschistischen China während der Kulturrevolution, verschuldet durch den selbsternannten, skrupellosen „Gott-Kaiser“ und nachweislichen Kinderschänder Mao Tse Dong, der sich so gerne minderjährige Mädchen zuführen ließ, um sie zu entjungfern.

Wer einmal eine Podiumsdiskussion mit entkommenden Opfern des Massenmordes in Tibet miterlebt hat, das immer noch unauslöschbare Trauma durch eine chinesische Sondereinheit, deren einzige Aufgabe es war und ist systematische Massenvergewaltigungen durchzuführen und Menschen unter ärztlicher Aufsicht bei lebendigem Leib und ohne Betäubung an Organen auszuschlachten, – der wird das nie wieder vergessen – und fragt sich: Warum protestiert die Friedensbewegung nicht dagegen?  Genauso wenig wie die aus Tibet herausgeschmugelten Videobeweise von Scharfschützen, die an der Grenze zu Indien ganz gezielt und eiskalt tibetische Flüchtlinge wie Schneehasen abknallen und liquidieren.   chinaboycott

Nicht nur ich habe die bundesdeutsche, europäische und internationale Friedensbewegung immer auch als ein Forum und eine Gemeinschaft gegen Faschismus jeglicher Couleur und mörderische Menschenverachtung verstanden, wie er eben typisch ist für den international agierenden neuen Faschismus, der schon lange nicht mehr auf das Nazi-Regime Deutschlands definiert werden kann. Faschismus ist ein Ausdruck von Herrenmenschen-Wahn, von abgrundtiefer, gewissenloser Menschenverachtung und völliger Gleichgültigkeit gegenüber dem Menschenleben. Eine Terminologie, wie wir sie heutzutage leider wieder im ehemaligen, nach Freiheit und Demokratie dürstenden und jetzt wieder zerschlagenen Russland, im post-stalinistischen Putingrad unter der zynischen Herrschaft des  Völkermörders und Kriegsverbrechers Zar Vladimir Putin, der Mörderische,

Putin in Hitlerpose 3

aber auch in zahlreichen islamischen Staaten finden und miterleben müssen. Besonders die bundesdeutsche Friedensbewegung hat sich zum Arschlecker, zum Steigbügelhalter und Helfershelfer dieses neuen internationalen Faschismus missbrauchen und  degradieren lassen.

Neue Flagge Chinas 1a

Nicht unerwähnt sollen hier auch die etwa 100 Millionen chinesischen Wanderarbeiter, die als rechtlose Sklaven unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen jenen Wohlstand und das Wirtschaftswachstum erwirtschaften, den die chinesischen Parteiführer mit ihrer Prunksucht und persönlichen Bereicherung üppig verprassen. Was bis heute an Protesten gegen das faschistische China inszeniert wurde, war und ist kaum bemerkbar und nicht Teil der Friedensbewegung.

Wo bleibt der Aufschrei der Menschen mit politisch demokratischem Selbstverständnis in der Friedensbewegung gegen den systematischen Völkermord und die Vernichtung kultureller Identität in zahlreichen Staaten des islamischen Faschismus?

Dass der Krieg gegen Irak weitaus andere Gründe hatte, als uns die Politiker der „Koalition der Willigen“ unter der Führung des Kriegsverbrechers und Völkermörders George W. Bush vorgelogen haben, ist inzwischen eine hinreichend bekannte Tatsache. Aber es kam kaum Protest, als der Massenmörder Saddam Hussein mit Gasbomben kurdische Dissidenten und die Bevölkerung ganzer Dorfgemeinschaften ermorden ließ, als seine islamfaschistische Armee Kuwait überfiel. Zweifellos ist Kuwait ein totalitärer islamistischer Herrschaftsstaat mit untragbaren Gesellschaftsstrukturen. Aber der Protest der Friedensbewegung kam erst, als eine militärische Allianz versch. Staaten die Befreiung Kuwaits von Saddams Willkürherrschwaft erzwang, – und nicht wegen der gigantischen Umweltschädigung, weil die Truppen des despotischen irakischen Diktators die Ölfelder in Brand steckten. Verlogen und heuchelnd hieß die Parole jetzt: Kein Blut vergießen für Öl. Aber die zahlreichen von irakischen Soldaten ermordeten Kuwaitis und Bewohner des Emirats, haben ebenfalls geblutet, denn es waren Menschen – und Saddam Hussein ging es unbestreitbar allein um das kuwaitische Öl.

Gegenüber der römisch-katholischen Kirche nennt man so eine Geisteshaltung – völlig zu Recht – pure Heuchelei.

Es wird immer wieder verdrängt, dass weltweit weitaus mehr tote Muslime, Frauen, Kinder, Greise und Männer den Kriegsverbrechern und Völkermördern der alKaida, der Taliban-Faschisten, Hizbollah und Hamas zuzurechnen sind, die sich ganz offiziell mit dem Hitlergruß begegnen und Ehre erweisen, – 

hisbollah_hitlergruss

auch in Mali, wo wieder einmal, wie z.B. in Hamastan (ehem.Gaza) oder Pakistan Kindersoldaten missbraucht werden zur systematischen Ermordung von Muslimen. Ganz abgesehen von der systematischen Ermordung von Kindern durch Taliban-Faschisten in Afghanistan, weil das unter andersgläubigen Muslimen den größten Horror und Terror auslöst.  

Wie kann ein Mensch, der sich einer Friedenspolitik verschreibt diesen massiven Völkermord in allen islamfaschisten Staaten einfach ignorieren und negieren?

Seit wann versteht sich die bundesdeutsche und europäische Friedensbewegung als Solidaritätsorganisation zu den neuen islamischen Nazis / Faschisten?   Taliban verlassen Pakistans Buner-Distrikt

Wie können wir ernsthaft mit islamischen Faschisten Verhandlungen anstreben?

Hätten dann die Alliierten des 2.Weltkriegs nicht auch Verhandlungen mit Hitler und seinem Regime darüber führen müssen wie viele Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Sinti und Schwule, wie viele slawische „Untermenschen“ sie ermorden dürfen?

Dazu schweigt die bundesdeutsche Friedensbewegung eisern, klagt aber – völlig zu Recht – die Waffenlieferung an Saudi Arabien an und verschweigt dabei wohlwissend, dass Saudi-Arabien ein islamfaschistischer Terrorstaat und finanziell massiver Unterstützer des weltweiten islamischen Faschismus und Terrorismus ist, ein Land in dem Frauen nicht einmal allein auf die Straße gehen oder Auto fahren dürfen, in dem es aber völlig normal und durch die Sharia Gesetz ist, dass reiche alte Männer als „Kinderficker“ minderjährige Mädchen heiraten und missbrauchen können.

Stattdessen müssen potenzielle Sympathisanten der bundesdeutschen Friedensbewegung lesen, dass eine Nicht-Einmischung durch die freien Völker in den syrischen Bürgerkrieg gefordert wird, wo gerade der islamische Faschist Bashar alAssad den weitgehenden Völkermord am eigenen Volk, an Frauen, Kindern, Greisen und Männern mit brutalsten Mitteln durchexzerzieren lässt.

Etabliert sich hier die bundesdeutsche Friedensbewegung direkt als schlecht verschleierte Tarnorganisation des islamischen Faschismus?

Auch hörte oder las ich noch nie ein Wort gegen den hier längst alltäglich gewordenen islamischen kleinen Terror in der europäischen und bundesdeutschen Zivilbevölkerung durch die neuen Herrenmenschen der Salafisten / Terroristen, die uns Einheimische menschenverachtend als ungläubige „Kuffar“ (Lebensunwerte) und „Dhimis“ (Unterworfene – Sklaven – Beherrschte) diffamieren, die nicht verschleierten Mädchen und Frauen als Huren, ihre ungehorsamen Töchter und Ehefrauen auf brutalste Weise verprügeln, mit Säure verätzen oder ermorden, sie in mobile Gefängnisse aus Tschador, Burkha und Nikab sperren, weil nach islamistischem Grundverständnis Frauen wert- und rechtlose Lebewesen sind – Zitat: „Ein Huhn ist kein Vogel – eine Frau ist kein Mensch“

Ich habe noch kein einziges Plakat gesehen oder einen Protest vernommen gegen den vollgefressenen Junior-Diktator Kim Jong Un und sein faschistisches Militärregime in Nord-Korea, der sein eigenes Volk in den Hungertod treibt, international immer mehr isoliert und jetzt mit allen Mitteln einen Atomkrieg anzuzetteln versucht, – während die bundesdeutsche Friedensbewegung auf diesem Auge seit vielen Jahren völlig erblindet lediglich – ebenfalls zu Recht – die Abschaffung aller Atomwaffen in Deutschland und Europa fordert.

Das ist infam und verlogen.

Ich könnte das jetzt noch viele Seiten lang fortsetzen, habe zahlreiche Artikel dazu geschrieben und veröffentlicht, – und unterstelle der Friedensbewegung eine nicht geringe Mischuld durch ihr konsequentes Schweigen an diesen eklatanten Menschenrechtsverbrechen. Auch das sollte in absehbarer Zukunft einmal vor dem Menschengerichtshof in Den Haag erörtert und evt. sogar angeklagt werden.

Deswegen ist die bundesdeutsche Friedensbewegung völlig unglaubwürdig geworden, – nicht nur bei mir, deswegen kommen u.a. immer weniger zu den jährlichen Ostermärschen, auch ich nicht, denn die Aktivisten der Friedensbewegung glauben scheinbar noch immer völlig ignorant, die Menschen in unserem Land wären zu blöde um diese Zusammenhänge zu erkennen.

Das sind sie aber nicht, sie wenden sich – leider – nur schweigend ab, statt lautstark gegen dieses Verbrechen durch Verschweigen zu protestieren und die Führung der bundesdeutschen Friedensbewegung zur Verantwortung zu zwingen. Als inaktiver Friedensaktivist, der es nicht mehr mit seinem Gewissen verantworten kann am alljährlichen Ostermarsch teilzunehmen, unterliege ich bereits einem unumgänglichen Zwang, denn ich bin durch die Aktivitäten der bundesdeutschen Friedensbewegung gezwungen mich fremdzuschämen für so viel verlogene Heuchelei.

Nachtrag:

Der 1.Mai ist schon lange nicht mehr allein der Tag des Gedenkens an die „Arbeit“ oder der Solidarität mit den Arbeitnehmern, die in Niedriglohngruppen und Mini-Jobs, in Zeitarbeitsfirmen und der ständigen Bedrohung ihrer Arbeitsplätze durch Verlagerung ins billige Ausland außerhalb der EU, in mindestens einem Vollzeitjob vergeblich versuchen ihre Familien halbwegs angemessen zu versorgen und zu ernähren. Dass das immer schwieriger und kaum noch zu schaffen ist, ist längst ein offenes Geheimnis,  –  weswegen viele einen miserabel bezahlten Zweit- und Drittjob haben, unter Depressionen und Selbstzweifeln leiden, sich ausgebrannt fühlen. Der Arbeitsmarkt in der globalisierten Welt ist eben nicht viel mehr als ein menschenverachtender Sklavenmarkt mit dem berüchtigten Raubtierkapitalismus. Darüber darf man dann am 1.Mai offen diskutieren, sich beschweren und dagegen demonstrieren, ehe man am nächsten Tag in den gleichen Irrsinn resignierend zurückkehrt. 

Es ist der Tag der streitbaren Gewerkschaften, die angeblich die Interessen eben jener Arbeitnehmer vertreten und nicht nur bei Opel in Bochum über die Köpfe ihrer vertretenen Arbeitnehmer einsame Entscheidungen mit einem internationalen und ebenso unfähigen Konzernmanagement zu ihren Ungunsten mit dem endgültigen Verlust des Arbeitsplatzes vereinbaren. Schon seit Jahren wird gemunkelt, dass DGB als Abkürzung für „Der Große Beschiss“ stünde. Ich kann gut verstehen, dass nicht erst seit Opel Bochum viele Metallarbeitnehmer der IG Metall den Rücken kehren, denn in eine Organisation, die nicht ihre Interessen vertritt, sind sie längst durch ihren befristeten Arbeitsvertrag eingebunden. Dazu brauchen Sie nicht zusätzlich die IG Metall.

Aber am 1. Mai gibt man sich verbal kämpferisch  –  und weiß dabei genau, dass die seit vielen Jahren durch die von Sozialdemokraten eingeleitete Reform des Arbeitsmarktes mit dem Ziel der Niedriglohngruppen und der Verarmung immer größerer Gesellschaftsgruppen ein Hauptgrund für diese Massenverelendung ist. Die Leute gehen zur Kundgebung, geben sich „kämpferisch“ und marschieren anschließend zur Budenstadt der 1.Mai Präsenzen aus Parteien und allen denkbaren Sozial-Organisationen unserer Gesellschaft. Dort kriegt man dann völlig überteuerte, winzige Sand- und Obstkuchen, ebenso überteuerten Kaffee, verkokelte DGB-Solidaritätswürstchen, massenhaft bunte Flyer zur Vermittlung gesellschaftspolitischer Inhalte und Standpunkte, musikalische Unterhaltung durch Sambamusik und Folklore aus allen möglichen 3.Welt-Staaten, inklusive Tanzdarbietungen, – und kann sich wohlfühlen im Kreise Gleichgesinnter.

Tut man aber nicht, das mit dem Wohlfühlen war, ist und bleibt immer nur sehr begrenzt und oberflächlich, – denn auch hier treten die ideologischen Konkurrenzen und Feindseligkeiten offen zutage.

Aber darauf will ich jetzt gar nicht eingehen.

Hier trifft man vor allem ehemalige Zeitgenossen und Weggefährten, denen man eigentlich nie wieder begegnen wollte, natürlich einen Stand des linken Buchladens, die völlig zerstrittenen und „konterrevolutionären“ Vertreter der übrig gebliebenen K-Gruppen wie MLDP und DKP, noch immer engstirnig dogamtisch bornierte Betonköpfe und kalte Krieger der Weltrevolution, mit 20 Jahren Zeitabstand ebenso eigenständig denkunfähig wie in vergangenen Tagen, die sogenannte Linke selbstverständlich auch, – nicht zu vergessen die Piraten, die längst eine völlig neue Dimension des unmenschlichen, hasserfüllten Umgangs mit- und untereinander im Internet und der Öffentlichkeit gefunden haben.

Und natürlich ist auch die regionale Friedensbewegung präsent.

Da trifft man dann jene wieder, die man aus vielen jahren kennt, inzwischen gealtert, geistig zubetoniert und völlig erstarrt, immer noch mit den gleichen ideologischen Floskeln und Phrasen,  die sich scheinbar auch in einer Million Jahren nicht ändern werden. Die einstmals zotteligen Haare und Rauschebärte sind unverändert, nur inzwischen ziemlich ergraut, die früher schon ungepflegten Zähne weisen mittlerweile gräßlich aussehende Ruinenlandschaften eines Gebisses auf. Aber ihre Träger besitzen nicht dieses unverkennbar unterhaltsame Understatement von ZZ Top, sondern diese ideologische Unbelehrbarkeit und dogmatisch verbissene Verharren in einer „Wahrheit“, die schon längst keine mehr ist.

Nur sind sie völlig unfähig das wahrzunehmen,  –  denn wenn sie es wenigstens versuchten, würde ihr realitätsentfremdetes Weltbild sie wahrscheinlich in den Wahnsinn entgleiten lassen.

Natürlich wird dieser Artikel – siehe oben – ein Gesprächsstoff, kaum dass man mich geortet hat. Denn die ehemaligen Genossen, die nie welche waren, beobachten diese „Abweichler“ aus den ehemals eigenen, dicht geschlossenen Reihen wie Buchhalter der Revolution sehr genau, – und dieser Artikel hat mir schon vorher eine Menge Resonanz gebracht, zwischen Zustimmung und Hass-mails.

So etwas wird nicht gut geheißen, das ist purer Verrat an den ehemalig gemeinsamen Zielen, die niemals wirklich gemeinsam waren. Und ich erfahre Erstaunliches, nicht ganz unvermutet und unbekannt, aber auch nach so vielen Jahren noch immer erstaunlich.

„Das Ziel, die Arbeit und das Engagement der Friedensbewegung gilt nicht in erster Linie dem Aufzeigen von Konfliktherden in aller Welt, sondern der anzustrebenden Nicht-Existenz von Soldaten aller Art in allen Völkern und Staaten der Menschheit.“  

Das ist dann ungefähr genauso realistisch wie ein 6er im Lotto incl. Spiel 77 oder die Landung von außerirdischen Spezies am 2.Mai auf der Erde.

„Nur weil die Friedensbewegung zu einem Konflikt keine Stellung bezogen hat, heißt das noch lange nicht, dass es keine Stellung dazu gibt. Es ist nicht Aufgabe der Friedensbewegung solche militärischen Konflikte zu kommentieren und aufzuzeigen und sich überall einzumischen.“

Aber genau das tut doch die Friedensbewegung, wo immer die USA und andere sogenannte westliche Staaten in solche Konflikte involviert sind, von Afghanistan, über Irak bis irgendwo in Afrika. Nur zu den Massenmördern in Darfur hat sich lediglich die Gesellschaft für bedrohte Völker und Amnesty positioniert,  –  die Friedensbewegung nicht.

„Unser Engagement bleibt und ist die Entmilitarisierung der gesamten Menschheit …“

Ja, das hatten wir schon, völlig unrealistisch.

Außerdem habe es im serbischen Machtbereich niemals Konzentrationslager gegeben, das war alles nur westliche Propaganda, um den zerbrechenden Staat Jugoslawien weiter zu destabilisieren und die Serben zu stigmatisieren.

Das ist merkwürdig, denn selbst viele serbische Nationalisten gestehen inzwischen diese Existenz jener Konzentrationslager öffentlich ein.

Eine systematische und industrielle Ermordung von politisch militärischen Gegnern wie unter Hitler und dem 3.Reich, das war absolut einmalig in der Geschichte der Menschheit, hat es nie wieder bis heute gegeben.

Das stimmt, dem kann ich nur zustimmen, die Mühe haben sich die serbischen Faschisten nicht gemacht, sie haben kein Geld für die industrielle Ermordung und ethnische Säuberung aufgewendet, sie haben in ihren Konzentrationslagern ihre Gefangenen aus Männern, Frauen und Kindern schlicht erschossen oder einfach verhungern lassen, haben die Frauen systematisch und brutal vergewaltigt, ehe man ihnen die Kehlen durchschnitt.

Das ist unbestreitbar keine industrielle Vernichtung von Menschen, also kein Völkermord.

Und das mit Mao und der Kulturrevolution und den 70 Millionen Ermordeten ist lediglich westliche Gräuelpropaganda, Tibet war immer schon eine Teilrepublik Chinas. Ja, da befinden sich die Historiker wohl in einem völligen Irrtum, wenn sie etwas völlig anderes geschichtlich nachweisen können und selbst die chinesische sogenannte kommunistische Partei die kinderschänderischen Verbrechen Mao Tse Dongs nicht mehr bestreitet.

Das ist alles nur westliche Gräuelpropaganda.

Dass selbst Daniel Cohn-Bendit, einstmals das Schreckgespenst der kleinbürgerlichen Gesellschaft und scharfzüngiger Vordenker und Ideologe der 68er Bewegung heutzutage als Mitglied des Europa-Parlaments China als das neue Großreich des weltweiten Faschismus bezeichnet, belegt  –  nach Meinung meiner Diskussionsgegner  –  lediglich die Tatsache, dass er wie viele Grüne schon immer ein Befürworter für militärisches Engagement und Kriegseinsätze der Bundeswehr in aller Welt ist, ein reaktionärer Kriegstreiber der übelsten Art.

Irgendwie ist diese Erkenntnis völlig an mir vorbeigegangen,  –  glaube ich eine Sekunde lang.

Systematische Massenvergewaltigungen, brutalste Folter und Ermordungen von Pekinger Regimegegnern / Dissidenten in Tibet,  –  alles nur westliche Gräuelpropaganda um linke politische Bewegungen zu diskreditieren.

„Das Ziel, die Arbeit und das Engagement der Friedensbewegung gilt nicht in erster Linie dem Aufzeigen von Konfliktherden in aller Welt, sondern der anzustrebenden Nicht-Existenz von Soldaten aller Art in allen Völkern und Staaten der Menschheit. Unser Engagement bleibt und ist die Entmilitarisierung der gesamten Menschheit …“  

Wie gesagt, diese gebetsmühlenartige Wiederholung irrationaler Utopien hatten wir schon, völlig unrealistisch und lebensfremd, ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit unserer weltweiten Staatengemeinschaft. Es ist die aktive Unterstützung mörderischer Kriegsverbrechen durch nebulös verschleiernde, vorgeblich politisch motivierte Untätigkeit, wenn sich sogenannte „Friedens-Aktivisten“  darauf berufen jeglichen Einsatz von Soldaten und widerstandsfähigen Kämpfern gegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strikt abzulehnen. Das ist das Gleiche, als würde die bundesdeutsche Friedensbewegung zwar die Existenz von KZ´s und ihre schwerst misshandelten Insassen zur Kenntnis nehmen, aber jegliche Einmischung gegen das Unrecht verweigern und die Hände in Unschuld waschen, so wie einst Pontius Pilatus  –  und dabei noch  Zyklon B. zur Ungezieferbeseitigung an eben diese KZ´s  liefern, angeblich ohne zu ahnen, wozu es in Wirklichkeit benutzt wird.  

Denken wir doch mal nur ansatzweise diese welt- und lebensfremde Utopie einer konsequenten weltweiten Friedensbewegung mit ebenso strikter Nichteinmischung in militärische Konflikte und Unrechtsregime nur ansatzweise zu Ende, mit einem kleinen geschichtlichen Rückblick auf unsere jüngste Vergangenheit, die so vielen schon so unendlich fern erscheint. Wo stünden wir denn heute, hätten sich die Alliierten nicht mit einem gigantischen Blutzoll und Millionen Toten militärisch gegen das deutsche 3.Reich und die Hitlerfaschisten engagiert?

Es gäbe keinen Euro, sondern die Reichsmark mit aufgedrucktem Hitler-Bildnis, – aber ein geeintes Europa unter der Herrschaft des Hitler-Nachfolgers als neuer Führer und europäischer Kanzler. Israel würde nicht existieren, kein Palästinenserproblem, das jüdische Volk wäre bis auf eine verschwindende Minderheit irgendwo in sicheren freien Reststaaten ermordet, vergast und ausgelöscht. Deutsche Soldaten hielten zum Hitler-Geburtstag ihre traditionelle machtstrotzende Militärparade in London, Paris, Moskau und Berlin ab. Das deutsche Reich hätte seine Grenzen im Westen in Irland, im Osten im Ural, im Norden am Polarkreis, im Süden in den ehemals arabischen Staaten mit ihren gigantischen Ölvorkommen. Es gäbe keine 70 Millionen ermordete Chinesen durch den kinderschänderischen Mao Tse Dong, sondern 400 Millionen tote Chinesen durch die Herrschaft des kaiserlichen Japan. Den Vietnam- und Korea-Krieg hätte es niemals gegeben, denn die Ausdehnung des japanischen Kaiserreiches würde alle diese Völker und Staaten miteinschließen, – incl. der Ermordung und dem Holocaust von ca. 100 Millionen Koreanern, die zusammen mit den Chinesen von den Japanern genauso gehasst wurden, wie die Juden von Hitler und Konsorten. Wir lebten zwar unter der ständigen Knute einer allmächtigen und alles überwachenden GeStaPo und der geballten Staatsmacht der SS, aber ich hätte vermutlich durch meinen Vater eine glänzende Karriere in der NSDAP absolviert, wäre vielleicht wie er SS-Sturmbannführer geworden. Der neue Reichsführer verfügte über eine unvorstellbare Macht durch militärische Rüstung und Forschung der deutschen Wissenschaft und ließe durch seinen Generalstab die noch nicht umgesetzte Eroberung und Besetzung des amerikanischen Kontinents bis ins Detail planen. Wir lebten in einem erzwungenen Frieden seit mehr als 30 Jahren, mit Hunderten Millionen Toten als geschichtliches Erbe.

Eine grauenhafte Vision,  –  und die ist nur zkizziert, längst nicht vollständig.

Ich habe längst eingesehen, dass diese Diskussion absolut nichts bringt  –  und es liegt mir auch völlig fern diese verblendeten ehemaligen Weggefährten von dieser meiner Sicht der Realitäten zu überzeugen. Eine Gewissheit immerhin nehme ich von diesem Tag des 1.Mai unbestreitbar mit: Frieden ist weit mehr, als die illusionistische Leugnung von barbarischer, totalitärer Gewalt durch Unrechtsregime, mehr als die Nichtexistenz oder Nichtanwesenheit von Armeen und Soldaten, und auch viel mehr als eine rigorose, konsequente  Nichteinmischung in eskalierten Völkermord. Die deutsche und internationale Friedensbewegung trägt eine – zumindest moralische – Mitschuld am Elend von Millionen Opfern und Toten der Willkürherrschaft und des erbarmungslosen Terrors in dieser Welt, sie ist besudelt und öffentlich angeklagt als ignoranter Steigbügelhalter für Völkermord, Massenvergewaltigungen und Konzentrationslager.  Durch ihr politisches Nicht-Handeln macht sie zu einem wesentlichen Teil derartige Kriegsverbrechen für solche Massenmörder überhaupt erst möglich. 

Mir ist einfach nur kotzübel von so viel bornierter Ignoranz.

Glotz nicht so blöd – konkrete Poesie

Veröffentlicht am
Glotz nicht so blöd   – konkrete Poesie

Glotz nicht so blöd 

aktualisierte Neufassung

Hey du, was glotzt du so blöd?

Habe ich dir etwas getan?

Ist dir Unrecht geschehen durch mich?

Habe ich dich persönlich beleidigt?

Nein …?

Dann glotz nicht so blöd

und mach den Mund zu

sonst siehst du noch dämlicher aus

als du es sowieso bist

Da hat sich doch nichts verändert

zwischen dir und mir…

Früher hattest du nur die Tagesschau

oder Heute

Damals konntest du nicht wirklich beurteilen

wer dich bescheißt

Tag für Tag

Stunde um Stunde

denn alles erschien dir

ideologisch verbrämt verlogen

 

Jetzt hast du das Internet

Google – Wikipedia – Wikileaks

Politically Incorrect – Facebook

Spiegel.de – YouTube – World Press

Social Networks – die Piraten

jede Menge Informationen

ideologisch gefilterte Sichtwaisen

aller Art

jetzt kannst du endlich erkennen und beurteilen

wer dich noch immer bescheißt

ideologisch verbrämt verlogen

 

Aber –

beschissen wirst du trotzdem, mein Lieber

hinterfotzig erbarmungslos

schamlos Tag für Tag

Stunde um Stunde

vor allem durch und von dir selbst

 

Und du findest es längst okay und gut

hast es resignierend akzeptiert

dich abgefunden

Solange du keinen Krebs hast

lässt du dir von niemandem die gute Laune verderben

denn du bist up to date

immer auf dem neuesten Stand

hipp und hopp

heutig gegenwärtig jetzig

vernetzt und verarscht

 

Es interessiert dich doch einen feuchten Dreck

ob da 800 Millionen Typen in Asien krepieren oder wie oder was …

Die kennst du doch gar nicht persönlich

und willst sie auch nicht kennenlernen

 

Sie sind dir genauso scheißegal

wie die unbestreitbare Realität

dass China das neue Weltreich

des neuen Faschismus ist

dass 200 Millionen Chinesen

in menschenverachtender Armut und Elend

als Wanderarbeiter und Arbeitssklaven

in Holzverschlägen und Drahtkäfigen leben müssen

dass ein menschenverachtender rot lackierter Zar

Kriegsverbrecher und Völkermörder

Zar Vladimir Putin

Regimekritiker von schwer gepanzerten Sondereinheiten

zusammenprügeln, inhaftieren, verurteilen

lebendig begraben und ermorden lässt

Das ist dir doch scheißegal

genauso wie diese aneinandergereihten

miserabel lächerlichen Hitler-Karrikaturen

vom kinderschänderischen Mao Tse Tung

Deng Xiao Ping bis Hu Jintao

 

Es interessiert dich nicht

geht dir quer am Arsch vorbei

dass alle unsere mühselig erkämpften Freiheiten

unser geliebter irrationaler Individualismus

einer islamistischen Toleranzforderung

zum Opfer gebracht wird

 

Du hast einmal diskutabel gestritten

dir die Füße wund demonstriert

für die Gleichberechtigung

von Mann und Frau schrankenlos

und nimmst heute ignorant achselzuckend zur Kenntnis

Frauen in mobilen Gefängnissen aus Nikab und Burkha

Toleranz um jeden Preis bis zum totalen ad absurdum

 

Es gibt nicht wenige

die etwas daran ändern

die demokratisch protestierend Einfluss nehmen

die sich wehren und dabei keine Ruhe geben könnten

 

Aber das wärst in erster Linie

du selbst, mein Lieber

Doch ideologisch betoniert und borniert

unbelehrbar festgeklammert an

längst untergegangene Illusionen

fernab aller neuen Wahrheiten und Einsichten

hängt dein gealteter faltenreicher Arsch

nur noch breit und fett im Fernsehsessel

addest du twitternd deine neuesten Nichtigkeiten

 

Aber weißt du

wenn du endlich wach wirst

deine Scheuklappen von dir schleuderst

dir freie Sicht auf das reale Leben erlaubst

wenn ein vernichtendes Erdbeben in deiner Straße platzgreift

Wirbelsturmtornados dein Viertel heimsuchen

der schreiend pöbelnde Mob

religiös korrekt verschleiert und burkhatisiert

Tod den Juden – Juden ab ins Gas skandiert

die Synagogen wieder brennen

Neo-Faschisten Hand in Hand

mit islamischen Fundamentalisten

Hasspredigern und neuen Herrenmenschen

dir intolerant autoritär detailliert vorschreiben

wie du zu denken und zu leben hast

wenn die marodierende Armee

durch deine Straßen schießt

in deiner Stadt die Granaten und Bomben explodieren

Frauen, Kinder und Greise

abgeschlachtet werden – einfach so

aus unverschämt nackter Kriegs- und Mordlust

das Blut als mächtiger Strom im Kanal versickert

die Straßen glitschend von zerfetzten Eingeweiden

wenn in deiner Straße der kaltherzig geplante Völkermord

generalstabsmäßig vollzogen wird

dann bist du selber sehr stark betroffen

 

Nicht ein mal wegen der 3 ½ Millionen Toten,

von denen du einige sogar recht gut gekannt hast

die noch gestern deine uninteressanten Nachbarn waren –

nein, nur weil dann für dich der Weg

zum nächsten Zigaretten-Automaten

dein Internet und deine Social Networks

blockiert sind

 

Du hast doch die freie Wahl

zwischen Nichts und Gar nichts

Deine gewählten Volksvertreter

sind nur noch kriminelle Lobbyisten

die stopfen sich die Taschen voller Geld

das du im Mini-Job erwirtschaftet hast

Sie sind bereit alles zu sagen

was du und Millionen deiner Mitbürger

so gerne hören wollen …

… bis sie genug Stimmen gesammelt haben

für die nächste Präsidentschaft

 

Sei unbesorgt

ich bin kein Kommunist oder Rotgardist

Bolschewik oder Maoist

kein Anarchist oder Autonomer Linker

dazu müsste ich viel weiter extrem rechts stehen

 

Ich bin auch kein Humanist, Antichrist, Katholik oder Protestant …

… ich bin einfach nur ein Mensch

und ich hab Schiss vor der Zukunft

vor dem allgegenwärtigen Untergang der letzten Menschlichkeit

und vor dieser fragwürdigen Gegenwart erst recht

konfrontiert mit der eigenen Endlichkeit

in der wir alle ohne Skrupel und Ausnahme

ideologisch verbrämt belogen und betrogen werden

 

 

 

Also erzähl mir nichts – und glotz nicht so blöd.

 

 

 

©   Hans B.

10-mark-schein-produktion - alternativ 3

 

siehe auch   „Unerwünschte Wahrheiten“ 

http://www.hans-brakhage.de/Alayna-Belgarath/lyrik-17.html

 

 

Autonome Linksfaschisten / Terroristen …

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Autonome Linksfaschisten / Terroristen …

Autonome Kreuzberg 1

… nutzen, wie schon seit vielen Jahren überall in der Bundesrepublik und europaweit, wieder einmal eine Demo in Frankfurt für die Inszenierung ihrer Gewaltexzesse. Friedlich waren die bisherigen Blockupy Kundgebungen und Veranstaltungen nie, wurden mit steter Regelmäßigkeit zum Podium für terroristische Gewaltakte durch Polit-Hooligans, die sich in ihrer Terminologie in Nichts von den neofaschistischen Hooligans im Rahmen der Pegida wie z.B. in Köln oder dem IS in Syrien und Irak unterscheiden; – ihnen fehlt nur noch der Mut mordend durch unsere Städte zu marodieren. Die Erklärungen und Rechtfertigungen der Blockupy-Bewegung in Deutschland sind völlig irrational und ekelhaft abstoßend, denn es gibt keinerlei Rechtfertigung für solche Gewaltexzesse. Die Autos von privaten Anwohnern rund um die Demo anzuzünden, ist kein Akt der Sympathiewerbung für die durchaus berechtigten Forderungen gegen den derzeit herrschenden globalisierten Raubtierkapitalismus. Denn keine Versicherung zahlt den entstandenen Schaden, da bei inneren Unruhen die Haftung für den Versicherungsnehmer entfällt. Noch weniger kann es irgendein Verständnis für körperverletzende Angriffe auf Sanitäter geben, die versucht haben Verletzte mitten aus dem Kampfgetümmel zu bergen. Das Gleiche gilt für Feuerwehrleute, die angegriffen und zum Teil schwer verletzt wurden, weil sie vergeblich versuchten brennende Fahrzeuge zu löschen um potenzielle Gefahren für Unbeteiligte zu verhindern. Selbstverständlich sind auch die massiven Angriffe auf Polizeibeamte im Rahmen einer solchen Demo keineswegs zu rechtfertigen. Gewalt ist niemals ein legitimes Mittel zur Durchsetzung berechtigter politischer Forderungen gegen Ungerechtigkeit. Denn die liegt bereits im Bürgerkriegshandeln der bundesdeutschen Blockupy Bewegung. Es war allerdings auch im Vorfeld bereits bekannt und absehbar, dass der sogenannte „schwarze Block“ im Internet und den sogenannten (a)sozialen Medien zu eben diesen Gewaltexzessen aufgerufen hatte.

Seit scheinbar endlosen Jahren exerzieren sie zu jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit in den verschiedensten Städten und zu den unterschiedlichsten Anlassen ihre szenetypischen Bürgerkriegsszenarien mit brutaler Gewalt. Dazu laden sie ihre anti-demokratischen, terroristischen und gleichgesinnten Bündnispartner nicht nur aus den deutschen Städten ein, – genau wie die Neo-Nazis der NPD, dem NSU und der Pegida – sondern auch die hinlänglich bekannten politischen Gewalttäter aus den Niederlanden, Italien, Spanien und Griechenland, Polit-Hooligans, die wie Ratten aus ihren geheimen Löchern kriechen, wenn sich die Gelegenheit zu Krawall, Brandschatzung, Plünderungen und Terror bietet. Besonders empörend ist dabei ein massiver Angriff auf eine städtische Unterkunft minderjähriger Flüchtlinge, ein Verbrechen, dass dem NSU zur Ehre gereichen würde.

G8-Kritiker demonstrieren in Rostock

Sie sind stets schwarz vermummt, genau so wie die Schlägertrupps der NPD und des NSU, sie handeln mit uneingeschränkter rücksichtsloser Brutalität und menschenverachtender Gewalt, genau so wie die Islamfaschisten des IS / Islamischer Staat, wie die zerschlagene „Rote Armee Fraktion“ / RAF, wie die rechtsradikalen Terroristen aus dem NSU und anderen verfassungsfeindlichen Neo-Nazi Terror-Organisationen. Diese kleinbürgerlichen Söhne und Töchter reicher und mittelständischer Eltern, auf deren Kosten sie seit Jahren ohne ernsthafte Berufsabsichten studieren, sie handeln und argumentieren mit der gleichen kaltschnäuzigen Terminologie und Gewaltbereitschaft – (nur bei Action – Satisfaction) – wie ihre vorgeblichen politischen Feinde, die Neo-Nazis, sie sind gut vernetzt und nicht in durchschaubaren Strukturen organisiert wie eine Partei, genau wie die Neo-Nazis, sie führen Krieg gegen die Mehrheit dieses Staates und Volkes, also gegen uns alle, genau wie die Neo-Nazis,  – sie sind Neo-Faschisten. Mit ihren verbrecherischen Kriegsaktionen diskreditieren sie jeglichen berechtigten Protest gegen politische Fakten und Entwicklungen in unserem Land und versuchen  –  wie in den späten 70er Jahren die RAF  –  die Staatsmacht in einen Handlungsprozess zu zwingen, wo es am Ende nur noch Verlierer geben kann, wo unsere Selbstbestimmungs- und Bürgerfreiheitsrechte wieder einmal auf der Strecke bleiben. Doch wir, die Bürger dieses Landes sind – mit allen bekannten Einschränkungen und Unzulänglichkeiten – der sogenannte Souverän dieses Staates. Wir können und dürfen nicht tolerieren, dass Polit-Hooligans unseren Rechtsstaat von innen aushöhlen und zugrunde richten.

Krawalle in Toronto 04

Ausschreitungen in Athen 7

Wer Pflastersteine und Brandsätze gegen Polizisten schleudert, nimmt nicht nur schwere Verletzungen in Kauf, sondern demonstriert damit seine irrationale Bereitschaft zu töten, aus schon lange nicht mehr nachvollziehbaren politischen Motiven. Polizisten sind aber nicht die Prügelknaben der Nation. Sie sind vielleicht nicht unsere Freunde, aber auch nicht unsere erklärten Feinde. Sie machen nur ihren befohlenen und staatsbürgerlichen Job, – und sie besitzen die gleichen Menschenrechte und -pflichten wie alle Staatsbürger und andere Mitmenschen. Wer mit Vorsatz andere Menschen schwer zu verletzen oder zu töten versucht, ist nichts anderes als ein Mörder / Killer, ein Mensch ohne jedes weitere Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Der Polizei muss endlich das Recht zuerkannt werden auf gezielt mörderische Angriffe durch solche Autonome Linksfaschisten das eigene Leben durch Schusswaffengebrauch zu verteidigen, gegebenenfalls durch gezielte Schüsse den Täter kampf- und fluchtunfähig zu machen. Dabei ist es durchaus tolerierbar solche Terroristen der Autonomen Linken durch Polizeischüsse zu töten, wenn es keine andere Möglichkeit gibt einen mörderischen Angriff erfolgreich abzuwehren. Die Täter, wenn sie gefasst werden, müssen wegen Mordversuch angeklagt und mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden, nicht unter 12 Jahren Gefängnis, mit der Option auf anschließende Sicherungsverwahrung als unbelehrbare Gewalttäter.

Hamburger Autonome 10

Dass sich die Organisatoren der Blockupy Bewegung in Deutschland nicht klar und unmissverständlich von diesen Gewaltorgien distanzieren, ist beschämend und ein deutlicher Hinweis auf fehlendes Demokratieverständnis.  Besonders aber darauf sich in Zukunft nicht mehr mit den Aktionen der Globalisierungsgegner zu solidarisieren, ihren Demonstrationen fernzubleiben, denn es kann keinerlei Solidarität mit Terroristen geben.

siehe auch

http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/autonomelinke.html

Ausschreitungen bei Rostocker G8-Demonstrationen

Linksautonome Gewalttäter / Faschisten nutzen die Blockupy Demo für ihren „Bürgerkrieg“

Eine erschreckende Orgie der Gewalt

Athen ist mit aller Gewalt in Frankfurt angekommen

In Frankfurt eskalieren die „Blockupy“-Proteste

Frankfurt brennt: Dramatische Szenen aus einer Stadt im Aufruhr

Nahmen Blockupy-Organisatoren Gewalt in Frankfurt bewusst in Kauf?

Blockupy: „Die Polizei hat die Ausschreitungen provoziert“

Brennende Polizeiautos, Rauchsäulen über Barrikaden, Steinwürfe von Vermummten

Ausnahmezustand in Frankfurt

Blockupy grenzt sich nicht klar von Krawallen ab

Blockupy: „Wir distanzieren uns nicht pauschal“

Linke-Politiker Ulrich Wilken relativiert die Gewaltexzesse in Frankfurt

„Die Organisatoren können jetzt nicht so unschuldig tun“

Scharfe Kritik an Organisatoren nach Ausschreitungen in Frankfurt

Kritik an „abstoßender“ Gewalt

Frankfurter Blockupy Demo: Dumm, ignorant, kontraproduktiv

4000 hemmungslos brutale Terroristen waren in Frankfurt aktiv

Hessische Politiker entsetzt über Gewalt bei Blockupy

Ein Polizeirevier wurden von Autonomen Linksfaschisten angegriffen

Blinde Gewalt und Zerstörungswut sind mit nichts zu entschuldigen

Bei den Protesten zur Eröffnung der EZB brennen Einsatzfahrzeuge, wird ein Polizeirevier gestürmt, gibt es Verletzte und hunderte Festnahmen. Der Sachschaden dürfte in die Millionen gehen. Die hessische Polizei hatte sich zwar auf Gewalt bei der EZB-Eröffnung eingestellt. Doch selbst Innenminister Beuth hat nicht mit derart schweren Krawallen in Frankfurt gerechnet. Die FDP kritisiert hingegen die Abwesenheit des Ministerpräsidenten an so einem wichtigen Tag. Die Organisatoren des linken Blockupy-Bündnisses grenzen sich nicht eindeutig von den Ausschreitungen bei den Protesten in Frankfurt – obgleich „einige der Aktionen“ nicht gewollt gewesen seien. Frankfurts OB ist verärgert über die „Gewalt-Touristen“. 

Frankfurt brennt

Es brennt. Dichte Rauchwolken steigen über Frankfurt auf. Direkt an den Barrikaden ist das Atmen kaum mehr möglich. Zumal die Krawallmacher alles angezündet haben. Reifen und Mülltonnen. Möbel und Kleidungsstücke. Und ganze Autos. Vor allem Polizeiwagen brennen am Mittwochmorgen in der Innenstadt und im angrenzenden Ostend. Als die Feuerwehr kommt, fliegen Pflastersteine auf die Einsatzwagen. Dass es bei den Blockupy-Protesten anlässlich der Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt Krawalle geben würde, wussten alle. Die Polizei wusste es und rückte deshalb mit einem aus allen Bundesländern zusammengezogenen Großaufgebot in der Mainmetropole an. Die Kommunalpolitiker um Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wussten es und appellierten an die Demonstranten, friedlich zu bleiben. Die Geschäftsleute wussten es, viele von ihnen öffneten ihre Läden deshalb erst gar nicht. Niemand war daher überrascht, als die Polizei frühmorgens über erste Straftaten berichtete. Doch was sich dann den Vormittag über in der Stadt abspielte – damit hatte kaum jemand gerechnet. Eine endgültige Bilanz dieses Tages lässt sich am Mittwoch noch nicht ziehen. Fest steht: Es gibt Hunderte Verletzte. Die Polizei berichtet am Mittag von 90 angeschlagenen Beamten. Viele wurden von Steinen getroffen, andere mit ätzenden Flüssigkeiten angegriffen. Die Zahl der verletzten Demonstranten durch Schlagstöcke, Pfefferspray und Tränengas liegt bei mehr als 130. Pflastersteine wurden ziellos geworfen. Menschen, die direkt an den brennenden Barrikaden standen, erleiden Rauchvergiftungen.

Schon am frühen Morgen beginnen die Krawalle. Etwa 1000 Autonome ziehen in die Innenstadt und weiter zur EZB. Auf dem Marsch gibt es Randale auf jedem Meter. Schaufensterscheiben von Geschäften werden eingeworfen. Steine fliegen auf Polizisten. Tram- und Bushaltestellen werden komplett zerstört. Immer wieder brennt es, immer wieder werden Barrikaden errichtet. Um 6 Uhr hat das Chaos die Einkaufsstraße Zeil erreicht. Autonome belagern das am Rande der Geschäftsmeile gelegene 1. Polizeirevier und zünden Streifenwagen an. Anschließend wüten die Randalierer vor den Filialen von Sparkassen und klopfen Pflastersteine aus dem Trottoir. Unterdessen sperrt die Polizei die Autobahn A 661. Die Gefahr, dass Demonstranten die Fahrbahn blockieren, erscheint zu groß. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt stellt den Straßenbahnbetrieb in der Innenstadt ein, weil Autonome Steine auf die Wagen werfen. An der Flößerbrücke unweit der EZB errichten Krawallmacher Straßensperren. Niemand soll zu der um 11 Uhr angesetzten Eröffnung des Neubaus gelangen. Doch die Polizei greift massiv ein. Wasserwerfer spritzen auf die brennenden Barrikaden und auf die Demonstranten. Tränengas und Pfefferspray hängen in der Luft. Mit Schlagstöcken rennen behelmte Polizisten auf die Aktivisten los, schlagen zu, ziehen sich kurz darauf wieder zurück, während Steine auf sie einprasseln. Später melden sich immer mehr Anrufer bei der Polizei, weil ihre Autos angezündet wurden. Allein im Westend sollen es 35 Fahrzeuge sein. Horden rennen durch die Stadt und schlagen alles kaputt. Die Lage ist zeitweise außer Kontrolle. Randalierer tauchen in großen Gruppen in Hinterhöfen auf, ziehen Mülltonnen auf die Straße, zünden sie an. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird umgehauen.

Frankfurt brennt 2

Es gibt kein revolutionäres Subjekt mehr. Die linken Anführer der Republik sind in Politik wie Medien Bürgerkinder, Millionenerben, moralische Selbstbeglücker, die, in einem manichäischen Weltbild verstrickt, als Gute gegen das Böse kämpfen wollen. Ihr Politikverständnis ist romantisch. Sie glauben, Randale und Rabatz an symbolischen Orten wären der Beginn von etwas ganz Großem. Sie lesen Empörungsbestseller und weiden sich am globalen Elend jener, die irgendwie als Opfer des Kapitalismus durchgehen können. Sie erklären sich zu deren Repräsentanten. Die Ausschreitungen am Mittwoch zeigen, wozu diese Melange aus Kapitalismuskritik, Rebellions-Abenteuerurlaub und medialer Gratisverklärung in der Lage ist. Die Bürgerkinder singen im Zug zur Demo Arbeiterlieder, aber die einzigen Arbeiterkinder sind wohl bei der Polizei zu finden, die sie mit Steinen bewerfen.

So geht in ihrer lebensfremden Weltsicht Klassenkampf.

Die Bürgerkinder haben mit ihrem Vandalismus zumindest für ein paar Stunden den deutsch-europäischen Kern des Finanzkapitalismus in Frankfurt aufgewühlt. Diese Triebabfuhr wird sie beruhigen – und werden sie verhaftet, gibt es nicht nur die rote Hilfe, die gerne mal von Juso-Vorsitzenden unterstützt wird, sondern in der Regel Eltern, die mit ihren Anwälten die Sache abräumen. Interessanter ist die Frage, wer von der Zukunftskoalition R2G zum parlamentarischen Arm dieses Gewaltausbruchs gehört.

Die Linke und die grüne Jugend distanzieren sich von Gewalt, aber Katja Kipping  postet in den sozialen Netzwerken, dass die Polizei für das Aufheizen der Stimmung verantwortlich ist. Wie auch bei anderen Demonstrationen mit derartiger Krawallstruktur sind die friedlichen Ideologen nur die Sättigungsbeilage der Rabatz-Touristen. Die Fixierung auf eine biedere Xenophobie-Parade in Dresden hat den Linksradikalismus bagatellisiert. Im Kampf gegen rechts sehnten sich die „Antifaschisten“ nach der Wiederholung der Geschichte nicht als Farce, sondern als Heldensaga, nach der sie doch mit dem „Wehret den Anfängen“ Allerschlimmstes verhindert hätten.

„Blockupy“ ist ein linkes, banken- und kapitalismuskritisches Bündnis aus mehr als 90 Organisationen. Darunter finden sich beispielsweise Namen wie Attac, einige Gewerkschaften, die Partei Die Linke sowie Antifa-Gruppen – alles Organisationen, die nicht als Befürworter gewalttätiger Proteste gelten. Im Interesse aller wird zu klären sein, von wem genau die unerwartete Aggressivität der Frankfurter Krawalle ausging. Während Blockupy mit der Presse redet, gibt es im Ostend noch Rangeleien. Am Mittag berichtet die Polizei von rund 350 Festnahmen. Doch langsam beruhigt sich die Lage wieder. Am späten Nachmittag beginnt am Römerberg die Demonstration. Das Blockupy-Bündnis schätzt die Teilnehmerzahl auf mehr als 20 000, die Polizei spricht von 17 000 Menschen. Diese Demonstration bleibt friedlich. Immer wieder ist zu hören, man wolle sich den Protest nicht von Gewalttätern kaputt machen lassen. Am Abend meldet die Polizei über Twitter neue Randale. In der Innenstadt fliegen Pflastersteine auf Beamte.

Die schweren und anhaltenden Krawalle rund um die Eröffnung der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend haben bei hessischen Landespolitikern Empörung ausgelöst. Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) zeigte sich entsetzt über die Gewaltausbrüche bei den Blockupy-Demonstrationen in Frankfurt. „Leider haben sich die Befürchtungen bestätigt, dass es zu massiven gewalttätigen Aktionen kommt – in einem Ausmaß, wie Frankfurt es noch nie erlebt hat“, sagte Beuth in Wiesbaden. „Ich verurteile diese Ausschreitungen.“ Gewalttätige Angriffe auf  Einsatzkräfte und unbeteiligte Bürger, brennende Fahrzeuge, Barrikaden und eingeschlagene Scheiben könnten nicht im Einklang mit dem Versammlungsrecht und der Meinungsfreiheit stehen. „Hier wird Recht und Gesetz gebrochen.“ Seine Gedanken seien bei den Polizisten, die unter Einsatz von Leib und Leben dafür gesorgt hätten, dass die Eröffnung der Europäischen  Zentralbank (EZB) habe stattfinden können,  dass Unbeteiligte möglichst nicht zu Schaden kämen und die dazu beitrügen, dass friedlich Protestierende ihr Versammlungsrecht wahrnehmen könnten. „Ich appelliere an alle, die friedlich demonstrieren wollen, sich von Gewalttätern zu distanzieren und nicht zuzulassen, dass ihr Protest als Deckmantel für Straftaten missbraucht wird.“

Die SPD-Fraktion verurteile in aller Klarheit und Schärfe diese Straftaten, „die mit dem Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben“, sagte Schäfer-Gümbel am frühen Nachmittag iin Wiesbaden. „Wenn Polizeibeamte angegriffen und Feuerwehrleute daran gehindert werden ihre Arbeit zu tun, wenn Barrikaden oder Fahrzeuge brennen, wenn Steine fliegen und Schaufenster zerstört werden, dann darf es dafür null Toleranz geben und ich erwarte, dass auch alle friedfertigen Demonstranten und alle Veranstalter diese Exzesse uneingeschränkt verurteilen“, sagte Schäfer-Gümbel weiter. „Das Recht auf Versammlungsfreiheit schließt selbstverständlich auch den friedlichen Protest gegen Institutionen wie die Europäische Zentralbank ein, auch wenn ich selbst diesen Protest nicht teile. Aber die heutigen Gewalttaten sind schlichte Straftaten, die durch nichts zu legitimieren sind.“ Einzelne Gewalttäter dürfen mit Angriffen auf Polizisten und Feuerwehrleute, der Zerstörung von Autos und brennenden Barrikaden den friedlichen Protest der Mehrheit nicht in Misskredit bringen. Gewalt sei immer destruktiv, sie könne kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.

Die Organisatoren des kapitalismuskritischen Blokupy-Bündnisses haben die Ausschreitungen bei den Protesten gegen die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt bedauert. Eberhard Heise von der internationalen Organisation Attac sagte bei einer Pressekonferenz in Frankfurt: „Es gab eine Verabredung über den Rahmen für Blockaden und Aktionen zivilen Ungehorsams. Einige Teilnehmer haben sich aber nicht daran gehalten.“ „Wir distanzieren uns nicht pauschal“, sagte indes Blockupy-Sprecher Frederic Wester. Einige der Aktionen seien aber nicht geplant und nicht gewollt gewesen. Mitorganisatorin Hannah Eberle wertete die Proteste insgesamt als Erfolg. „Wir blicken auf einen erfolgreichen politischen Tag zurück“, sagte Eberle. Sie freue sich, „dass der Widerstand endlich den Weg nach Frankfurt gefunden hat“. Auch Eberle hob hervor, dass manche Aktionen außerhalb des zuvor vereinbarten Konsens gewesen seien. Auch sie ging aber nicht eindeutig auf Distanz zu den Ausschreitungen. Jennifer Werthwein von der Grünen Jugend sagte, durch die „Verarmungspolitik“ in Europa sei Wut entstanden. „Diese Wut ist jetzt auch in Frankfurt angekommen.“ Bei den Protesten waren mehr als 200 Demonstranten verletzt worden. Einige von ihnen hätten schwerere Verletzungen erlitten, wie Platzwunden oder ausgekugelte Arme, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte die Polizei berichtet, rund 80 Beamte seien bei einem Säureanschlag verletzt worden. Nach Polizei-Angaben wurden mehrere Streifenwagen angesteckt, ein Polizeirevier angegriffen sowie Feuerwehrwagen und Straßenbahnen mit Steinen beworfen. Insgesamt waren laut Blockupy etwa 6000 Aktivisten unterwegs, darunter 1000, die aus dem Ausland angereist waren. Der Polizei zufolge wurden bis zum Nachmittag mindestens 94 Polizisten verletzt, die meisten davon durch Reizgas.

Polizeigewerkschaften und Politiker kritisierten das Verhalten der gewaltbereiten  Aktivisten scharf. „Alle, die sich hier missbräuchlich auf Freiheitsrechte berufen, müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Hessens Innenminister Peter Beuth sah Gewalt „in einem Ausmaß, wie Frankfurt es noch nicht erlebt hat“. Die EZB sei einer der entscheidenden Akteure bei der Bewältigung der Finanz- und Schulden-Krise, die in vielen Euro-Ländern hohe Jugendarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Probleme zur Folge hatte. Die Zerstörungswut und die Gewalt vieler Blockupy-Teilnehmer sind durch nichts zu rechtfertigen, schon gar nicht durch die Machtfülle der Zentralbank. Die Kapitalismuskritiker sind auch nicht die Ersten, die dieses Demokratiedefizit bemerkt haben. Aber man sollte es ernst nehmen, wenn Menschen, die sich übergangen fühlen, sich abwenden und zum Teil radikalisieren.

siehe      http://www.n-tv.de/politik/Blockupy-Das-war-so-nicht-geplant-article14736211.html

http://www.n-tv.de/politik/Wirtschaftsweiser-verteidigt-die-EZB-article14731311.html

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/blockupy/hessische-politiker-ueber-gewalt-bei-blockupy-entsetzt-13491031.html

http://www.focus.de/finanzen/banken/ezb-eroeffnung-im-ticker-blockupy-proteste-in-frankfurt-massive-steinwuerfe-auf-polizei_id_4554695.html

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=91009&key=standard_document_54812349

http://www.ksta.de/politik/krawalle-zur-ezb-eroeffnung-in-frankfurt-demonstrationen-in-frankfurt-zeitweise-voellig-ausser-kontrolle,15187246,30159932.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/ezb-und-blockupy-es-ist-noch-viel-mehr-wut-zu-erwarten/11523860.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.blockupy-in-frankfurt-krawalle-rund-um-die-ezb.4d19d345-4364-4107-9630-a716a0545bd1.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fast-100-verletzte-polizisten-schwere-krawalle-bei-ezb-demo-in-frankfurt/11524624.html

https://www.tagesschau.de/inland/blockupy-135.html

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/tagesgespraech/tagesgespraech-ezb-protest100.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/proteste-in-frankfurt-ist-ezb-wichtigster-spieler-europas-13491717.html#aufmacherBildJumpTarget

http://www.focus.de/politik/videos/im-video-schwere-krawalle-bei-protesten-gegen-die-ezb-in-frankfurt_id_4552409.html

http://www.fnp.de/rhein-main/Polizeigewerkschaft-EZB-Krawalle-Vorgeschmack-auf-den-G7-Gipfel-rdquo;art1491,1317364

http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article138439885/Frankfurt-bereitet-sich-auf-massive-Krawalle-vor.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article138551346/Das-Hobby-der-Buergerkinder-Revolution.html

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/ezb-blinde-gewalt-und-zerstoerungswut-mit-nichts-zu-entschuldigen-bid-1.4955574

http://www.oe24.at/welt/EZB-Randale-in-Frankfurt/181125846

http://www.fr-online.de/leute/ard-sendet–brennpunkt–zu-ausschreitungen-in-frankfurt,27396094,30159610.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/film-zeigt-gewalt-exzess-angriff-auf-das-erste-polizeirevier-13491762.html

http://www.welt.de/newsticker/news1/article138563660/Polizei-Blockupy-Krawalle-waren-lange-vorbereitet.html

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/ezb-blockupy-wir-distanzieren-uns-nicht-pauschal-aid-1.4955876

http://www.stern.de/news2/aktuell/blockupy-proteste-mutmasslicher-angreifer-festgenommen-2181186.html

http://www.faz.net/agenturmeldungen/adhoc/gruenen-chefin-peter-fordert-aufklaerung-nach-gewalt-in-frankfurt-13492814.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/blockupy-schaefer-guembel-macht-organisatoren-mitverantwortlich-a-1024334.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-03/blockupy-frankfurt-ezb-protest-Kommentar

Ausschreitungen in Athen 28

Netz gegen Links-Faschisten 11

 

Urlaubszeit – Reisezeit – Sterbezeit

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Urlaubszeit  –  Reisezeit – Sterbezeit

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Ja, es ist endlich Sommer und Sommerferien, Sie können mit den Kindern gemeinsam die schönsten Tage und Wochen des Jahres verbringen, vielleicht sogar ihres Lebens. Wenn Sie über etwas mehr Geld verfügen als die mickrigen deutschen Durchschnittsverdiener, dann habe ich da einen guten Tipp für Sie.

Surfen sie also nicht gedankenlos weiter, sondern lesen und schauen Sie aufmerksam, – so ein Blog ist schließlich auch ein kleiner Teil der Erwachsenenbildung. Öffnen Sie ihren Geist, schauen Sie in ihr Inneres beim Lesen, genießen Sie mit Freude dieses endlose schwarze Loch.

Wie wärs denn mit Urlaub in Qatar, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi Arabien und / oder Kuwait, wo Sie den heißen Atem des Orients auf den Wangen spüren können, den Traum Arabiens. Das sind diese feudalistischen Königreiche des vergangenen Mittelalters, das da noch hinter den Fassaden glitzernder Wolkenkratzer und luxuriöser Hotels sehr lebendig geblieben ist, in diesen Staaten, deren Herrscher und Mächtige weltweit vernetzte islamistische Terrororganisationen finanzieren, z.B. auch die somalischen Piraten, die Feudalreiche, in denen Frauen nicht alleine auf die Straße gehen und niemals Auto fahren dürfen, wo es dem FIFA Boss Josef Blatter so gut gefällt, weil keine Regierung leichtfertiger zig-Millionen Bestechungsgelder zahlen kann, um an begehrte und prestigeträchtige internationale Fußballwettkämpfe zu kommen.

Sie wissen doch, was Fußball ist – oder?

Josef Blatter 13

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Wir hatten erst 2014 die WM in Brasilien, das sollten Sie aber wirklich mitbekommen haben. Da spielten die qualifizierten Staaten bzw, deren Nationalmannschaften einen begehrten Pokal aus, wohl wissend, dass Schiedsrichter und Spieler bereits gewonnen haben, weil sie verschiedene Matches an die Internationale Wettmafia im Vorfeld verhökert haben. Es gewinnen nicht die Besseren, sondern die, die die höchsten Wetterlöse bringen. In Folge gab es bekanntermaßen jede Menge zweifelbeladener Referee-Entscheidungen und trotz Millionen Gage fragwürdige Einsatzbereitschaft versch. Profi-Fußballer, nebst Brutalo-Fußball a la Blutgrätsche und einem beißwütigen Psychopathen nach Vorbild von Mike Thyson. Und während der WM sorgten versch. nationale Organisatoren der FIFA stets dafür, dass sie durch illegale, aber sehr lukrative Ticketverkäufe auch einen kleinen Anteil von diesem riesigen fetten Finanzkuchen bekommen. Das mit den vielen Millionen Dollar „Blatter-Geld“ für Qatar als Austragungsort haben Sie doch sicher in den Medien verfolgt.

Gut, sie erinnern sich also doch.  

Na gut, sie leben nicht in diesem erlesenen Luxus, aber sie können sich ja mal die Welt der Superreichen ansehen, sehnsuchtsvoll seufzen und staunen, und voller Begeisterung ihren Mann auf offener Straße küssen.

Nein, das war jetzt falsch, das dürfen Sie nicht, denn in Dubai, Qatar oder Saudi Arabien sind Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit streng verboten, da landen sie deswegen sofort im Knast und bleiben da erst mal ein paar Tage lang. Dabei können Sie noch froh sein, wenn Sie nicht zu 25 Peitschenhieben wegen öffentlicher Unzucht verurteilt werden. Aber natürlich können Sie ihre langjährige Ehefrau auch mit voller Absicht auf der Straße küssen, wenn Sie sie in Wahrheit endlich loswerden wollen. Die Kinder sind erwachsen und außer Haus wohnend, Eheglück ist seit Jahren ein Fremdwort, sie leben lediglich relativ friedlich aneinander vorbei, schwelende Konflikte werden ausgeschwiegen. Mit etwas Glück klappt das auch mit ihrer Geliebten, die ihnen schon längere Zeit auf die Nerven und den Sack geht, weil sie ihnen ständig mit Heiratsplänen in den Ohren liegt, – und weil sie nicht mit ihr verheiratet, nur liiert sind, wird sie wegen außerehelichem Sex zu Tode gesteinigt.

Also gut, das Ganze deutlich risikoärmer und preiswerter, all inclusive. Besuchen Sie doch mal den bekennenden Islamfaschisten, Diktator und selbsternannten Großsultan von Istanbul und Ankara Recep Tayyip Erdogan in seinem latent gewaltbereiten Polizeistaat Türkei, immer eine Reise wert.   Erdogan Sultan

Da können Sie garantiert gefälschte Uhren, Handys, Tablets, Turnschuhe und andere Markenware superbillig kaufen, richtige Schnäppchen. Sie dürfen sich nur nicht bei der Rückkehr vom deutschen Zoll erwischen lassen, denn der Kauf von Plagiaten ist strafbar. In vielen Basaren können Sie garantiert goldfreien  Goldschmuck erwerben, wahrscheinlich reichlich überteuert, – aber es ist ja Urlaubszeit, da darf man ruhig mal Fünfe grade sein lassen. Sie können auch gepanschten Wodka und andere Spirituosen kaufen, sogar in ihrem 4-Sterne-Hotel – und saufen, bis Sie kotzend über der Kloschüssel hängen oder der Arzt kommt. Ist ja alles inclusive, sie müssen es nur überleben.

Sie sollten allerdings ein wenig vorsichtig sein bei kritischen oder satirischen Äußerungen über den despotischen Sultan Erdogan und sollten ihren Kindern strikt verbieten Muscheln und vom Meerwasser schön glatt polierte Steine am müllübersäten Strand einzusammeln, die sie als Andenken mit nach Hause nehmen wollen. Des weiteren sollten Sie ihre minderjährigen Teenager nicht aus den Augen lassen, damit sie keine Chance bekommen mit anderen Teenagern herum zu knutschen oder sogar ein bischen Petting auszuprobieren, um erste sexuelle Erfahrungen zu machen. Dafür kommen ihre Kinder in der Türkei schnell unter Vergewaltigungsverdacht. Deswegen sind schon häufig so manche Familienväter zu der Ehre gekommen die Gastfreundschaft türkischer Gefängnisse kennenzulernen und zwischen Mördern, Vergewaltigern und Kakerlaken ungenießbares Essen zu erleben. Vermeiden Sie bitte auch den Besuch katholischer oder anderer christlicher Kirchen, geben Sie sich nicht als gläubige Christen zu erkennen, auch nicht als Freund des jüdischen Staates Israel, denn die Türkei befindet sich auf dem direkten Weg zu einem islamischen Gottesstaat von Erdogans Gnaden. Da sind Judenfreunde und bekennende Christen nicht selten das Ziel von brutaler Aggression, die mit Mord und Totschlag endet. Dann können Sie nicht einmal Souveniers für die ungeliebte Verwandschaft zu Hause mitbringen, denn Tote bringen niemals Geschenke mit, sie sind selber das Geschenk türkischer Gastfreundschaft.

Pakistan

Es gibt Alternativen,  –  besuchen Sie das Tal der Könige, die Pyramiden, Ägypten, die heiße und sandreiche Wildromantik der Sinai-Halbinsel  –  und machen Sie Schlagzeilen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank Walter Steinmeier werden mit Sicherheit den Anschlag auf deutsche Touristen durch die Muslim Bruderschaft auf das schärfste verurteilen. So machen Sie Schlagzeilen, wenn Sie im Zinksarg zurück kommen. Immerhin, Sie haben die Muslim Bruderschaft in ihrem Kampf gegen ein denkbares, demokratisches Ägypten gestärkt, denn dieser weitere Anschlag wird die Touristenzahlen und damit die ägyptische Wirtschaft noch weiter ins Minus führen. Und Sie haben den großen Vorteil, dass sie dieser neidischen und ungeliebten buckligen Verwandschaft keine Geschenke aus Ägypten mitbringen müssen, denn – wie schon gesagt – Tote bringen niemals Geschenke mit.

Für die politisch Engagierten und Linken, die immer die genaue und reale Wahrheit hinter den Schlagzeilen kennen und alle Verschwörungen der USA gegen den Rest der Welt aufzudecken und zu durchschauen  vermögen, gibt es allerdings nur ein Urlaubsziel. Nein, nicht Afghanistan oder Irak, auch nicht Pakistan oder womöglich der Iran, auch nicht das politisch instabile Tunesien oder Algerien. Lybien wäre evt. denkbar, allerdings nur für Fans von Survival-Urlaubstripps. Die Anhänger dieser fragwürdigen Urlaubsvariante können z.Zt. hautnah und direkt in Lybien erleben wie islamistische Milizen andersgläubige islamistische Milizen in blutigen, verlustreichen Gefechten abschlachten und um die Vorherrschaft in dem ehemaligen Reich des massenmörderischen Psychopathen Muammar alGaddafi kämpfen. 

Bliebe Marokko – na, ich weiß nicht, ob das wirklich empfehlenswert ist, denn auch dieses Land pflegt seinen Ruf als Urlaubsziel aus Bullshit and Fucking People. Kenia wäre denkbar, obwohl da die Al Schahbab Miliz z.Zt. wie entfesselt mordet. Hat irgendwie seinen Reiz …

Was meinen Sie – AlKaida ist besiegt, der Kopf der Hydra wurde abgeschlagen, Osama Bin Laden von Navy Seals liquidiert? Na und, es gibt längst sehr effektive Nachfolger und massenmörderische Splittergruppen, die beachtliche Völkermordergebnisse vorzuweisen haben, siehe die islamischen Menschenschlächter von Boko Haram.

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Hamas 1   hisbollah_hitlergruss

Nein, das einzig wahre Urlaubsziel für die „vereinte deutsche Linke“ – schon um die uneingeschränkte Solidarität zu bekunden – ist Hamastan / ehem. Gaza. Die können wahrhaft jeden Dollar, Euro oder wie immer Sie zahlen brauchen, denn der Bevölkerung dort geht es extrem schlecht. Stören Sie sich bitte nicht an israelischen Luft- und Raketenangriffen, und auch nicht an den Raketen, die von Gaza nach Israel abgeschossen werden, nicht an den verstümmelten, zerschossenen und verwesenden Leichen überall in den Straßen und erst recht nicht an jenen Hamas Aktivisten und Freiheitskämpfern, die sich mit gestreckten rechten Arm und Hitlergruß begegnen. Als richtiger Deutscher fühlt man sich da doch gleich viel besser, fast wie Zuhause, und ansonsten sind das sowieso die Israelis schuld, die ewigen verdammten Juden, die bekanntlich immer an allem Schuld sind. Das wussten wir alle zwar schon seit vielen Jahrzehnten durch Herrn Dr. Josef Göbbels, – aberdas wurde ja jetzt lange unterdrückt und es ist gesellschaftspolitisch wichtig, das immer wieder einmal von kompetenter Stelle bestätigt zu bekommen.  

Nein, das sehen Sie jetzt aber völlig falsch. Es stimmt zwar, dass ihnen hier schon 12-jährige auf der Straße begegnen, die eine Kalaschnikow und Handgranaten am Hosengürtel mit sich tragen, – aber das ist eben Hamastan, das Land der ungeahnten Freiheiten. Hätten Sie die in ihrer Kindheit gehabt, würde so mancher „Volksvertreter“ längst nicht mehr leben, sondern sich die Radieschen von unten betrachten. In Hamastan gibts keine Radieschen.

Hamas 2   Hamas 5

Die Palästinenser und da ganz besonders die Hamas sind nur die armen, wehrlosen Opfer der aggressiven israelischen Politik in Nahost. Für die religiösen und politischen Führer der Hamas ist es allemal preiswerter und logischer selbstgebastelte Raketen auf Israel abzuschießen und einen neuen Krieg zu provozieren, als  kosten- und personalintensive Renomeekampagnen zu führen oder zerstörte Häuser ihrer palästinensischen Mitbewohner wieder aufzubauen. Das wirkliche Leben der palästinensischen „Freiheitskämpfer / Gotteskrieger“ findet sowieso in den gigantisch ausgearbeiteten Tunnelsystemen unter Hamastan statt, die mit zig-Millionen Unterstützungsgeldern kilometerlang gebaut wurden statt neue Wohnhäuser für die Bevölkerung. Da unten gibt es Licht, Strom, Kommunikation, Vorratsräume, Büros, – und trotzdem sind es nichts anderes als Rattenlöcher. Sie erinnern sich doch sicher noch, wie man den gefürchteten, allmächtigen irakischen Diktator Saddam Hussein aus einem dreckigen Erdloch herausholte, – so ähnlich leben in den Tunneln die höher gestellten Hamas-Faschisten. Dringend benötigte Lebensmittel für das palästinensische Volk wird in diesen Tunneln allerdings nicht gehortet, nur Waffen und die bereits genannten Raketen – und natürlich jede Menge „Führer“ der versch. Organisationen in Hamastan. Da unten fühlen sie sich relativ sicher vor gezielten Mordversuchen durch den Mossad. Als engagierter und Palästina solidarischer bundesdeutscher oder europäischer Linker erhalten Sie vielleicht Gelegenheit selbst einige Tage in diesen Tunneln zu verbringen.

Das wäre doch mal etwas ganz Anderes, als besoffener Urlaub am Bombentrichter übersäten Strand.

So führt die palästinensische Hamas einen effektiven ökonomischen Krieg gegen Israel, denn die haben jetzt die Kosten für die Ernährung Hunderter Gefangene in den israelischen Gefängnissen zu tragen. Und bei den israelischen Gegenangriffen getötete Palästinenser gibts gratis obendrauf. Die zig-Millionen Dollar auf geheimen Konten in der Schweiz bleiben davon unberührt, denn die Toten müssen nicht mehr hungern oder ernährt werden. Tote bringen nicht nur keine Souveniers aus dem Urlaub mit, sie brauchen auch keine Unterkunft, Haus oder Wohnung. Dabei wird von Hamas Seite immer mit Nachdruck dafür gesorgt, dass mindestens 2 Kinder unter den Todesopfern sind. Im Zweifelsfall müssen auch schon mal zwei oder drei als Märtyrerkinder für die gute Sache des palästinensichen Volkes geopfert werden, – diese verdammten Juden können aber auch wirklich nichts richtig machen, – nicht einmal Kinder bei ihren Gegenangriffen töten. Es bringt rein gar nichts, wenn sie kosmetisch so hergerichtet und fotografiert werden, dass sie nur tot aussehen. Sie müssen schon echt und real tot sein, um sie der internationalen Presse vorführen zu können.

israelischer Bombenangriff auf Gaza 01a    israelischer Bombenangriff auf Gaza 12a

Das ist eben das schwere Lebenslos der Palästinenser, der Freiheitskampf des palästinensischen Volkes gegen die Juden verlangt eben manchmal von Familien schwere Opfer und Entscheidungen auf dem Weg zum Frieden, – und Islam bedeutet bekanntlich Frieden, auch für Palästinenser. Schon der mächtige Terroristen-Führer Yassir Arrafat erkannte das an und brachte große Opfer, vor allem aber viele hundert Millionen Dollar Hilfs- und Unterstützungsgelder, auch von der EU, in die Sicherheit Schweizer Bankkonten. Da liegen sie noch immer sicher, niemand kommt da ran, nicht die palästinensische Führung, nicht einmal die Witwe von Arrafat, denn selbst der vertraute er nicht. Das ist sicher ein schweres Opfer für den Terrorfürsten gewesen so viel Geld außer Reichweite des eigenen Volkes zu bringen.

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Tote Kinder machen sich in den Medien für die eigene Propaganda immer hervorragend gut. Die Familien nehmen das mehr oder weniger klaglos hin. Schließlich werden ihre Kinder damit zu Helden des Freiheitskampfes, zu echten Märtyrern, ehe sie noch richtig eigenständig denken und ein echtes Leben genießen konnten. Aber auch tote Greise und tote alte Weiber, möglichst blutig zerfetzt, heizen die Feindschaft gegen Israel und den Westen prima an. Wenn es mal nicht genügend Tote gibt, im einzigen funktionierenden Kühlhaus liegen noch jede Menge Leichen und Leichenteile rum, die der Presse präsentiert werden können. Gute Vorausplanung ist der beste Freiheitskampf. Den Leichen macht das nichts aus, die protestieren nicht gegen ihre Zurschaustellung, die sind schon tot. Außerdem sind getötete Palästinenser ein ökonomisch gesellschaftspolitischer Vorteil, weil sich damit am offiziell knappen Geld sparen und hervorragend Hass gegen Israel schüren lässt, von wegen Märtyrer, Paradies, 75 Jungfrauen und so.

Nun werden Sie mal nicht gleich neidisch, 75 Jungfrauen stehen Ihnen nun mal nicht zu, bestenfalls 75 virtuelle Fazebookfreunde.

Von der Hamas lernen heißt eben siegen lernen, und ist  immer ein enormer ideologischer Pluspunkt, – irgendwie, glauben die Genossen auf ihrem Urlaubstripp in Hamastan, auch wenn sie keine Souveniers mit nach Hause bringen,  –  außer natürlich die Läuse und Flöhe, weil Hygienemangel in Gaza ganz normal ist.

Aber daran sind auch nur die Juden schuld, die verdammten Juden. 

Den Juden ist immer alles zuzutrauen!
9 Millionen Dollar für Hass. Der Stürmer der algerischen Fußballationalmannschaft, Islam Slimani (der heißt wirklich so), hat verkündet, dass die Mannschaft ihre Einkünfte aus der Fußball-WM den Palästinensern im Gaza-Streifen schenken will: “Sie brauchen es mehr als wir.” 9 Millionen Dollar, damit der Gazastreifen weiterhin “judenrein” sein kann! Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von der Hamas frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden sofort in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gaza-Kristallnacht”.
9 Millionen Dollar, damit der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas weiterhin propagieren kann: „Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte! Juden sind Ratten“

Hä, irgendwo habe ich so etwas schon einmal gelesen … wo war das noch … ich glaube in einer Zeitung … ich glaube, die nannte sich „Der Stürmer“ … war vielleicht ne Fußballzeitung … von wegen Stürmer.

9 Millionen Dollar für ein Volk, von dem laut einer aktuellen Umfrage 90 Prozent nicht finden, dass Juden die gleichen Rechte haben sollten wie Araber. 67 Prozent fordern sogar die komplette Vernichtung Israels.
9 Millionen Dollar für Raketen und Mörser, die fast täglich auf Israel abgefeuert werden.
9 Millionen Dollar für Fernsehsendungen, in denen Kinder mit diabolischen Zeichentrickfilmen zum Hass auf Juden erzogen, mit denen sie indoktriniert, manipuliert und betrogen werden, damit sie Lust am Morden und Rache verspüren, – weil die verdammten Juden laut den stets wahrheitsgemäßen Hamas-Kinder-Comicmovies im Nachmittagsprogramm Palästinenserkinder einfangen, bei lebendigem Leibe kochen, würzen und auffressen, weil Juden eben schon immer gerne kleine Kinder fressen.
9 Millionen Dollar für ein Volk, das zu großen Teilen auf die Straße geht und sich jubelnd freut, weil AlKaida Kämpfer zwei Flugzeuge in die Tower des World Trade Center gelenkt und dabei mehrere Tausend Menschen getötet haben, – oder wenn 2 jüdische Schuljungen entführt und ermordet werden.
9 Millionen Dollar für ein Volk, das von einer Partei regiert wird, dessen Gründungscharta im Artikel 7 folgende Worte aufweist:
„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Die armen Menschen im Gazastreifen brauchen nicht noch mehr Geld! Die armen Menschen im Gazastreifen brauchen weniger Terroristen und Politiker, die das viele Geld, das in den Gazastreifen fließt, für Hass, Mord und Krieg gegen Juden ausgeben. Kaum eine Region der Welt wird mit mehr Spendengelder überhäuft als der Gazastreifen. Die Menschen im Gazastreifen sind nicht arm, weil sie zu wenig Geld haben, sie sind arm, weil dort zu viele hassen!

Aber das dürfen Sie natürlich in Hamastan nicht auf offener Straße einfach so sagen, dass wäre kontraproduktiv und außerdem anti-islamisch. Denn selbst als noch so vehement engagierter Linker aus der Bundesrepublik Deutschland wären Sie sonst schneller tot, als Sie denken können, – falls Sie denken können. Dann können Sie für die nicht mitgereisten Genossen und Genossinnen keine kleinen Souveniers aus Hamastan mitbringen, denn Tote bringen niemals Geschenke mit.

Also los, das sollte jetzt Anreiz genug für einen echten Abenteuer-Urlaub sein. Vergessen Sie dabei auch nicht unser latentes bundesdeutsches Demographieproblem. Lebendig sind Sie der Rentenversicherung viel weniger wert, eher eine finanziell unerträgliche Belastung, – aber tot und im Zinksarg steigert sich ihre Beliebheit um ein vielfaches. Stehen Sie ruhig ganz offen zu ihrer penetranten Ignoranz gegenüber der geopolitischen Wirklichkeit: Machen Sie Urlaub in den islamisch arabischen Staaten, wenn Sie mehr erleben wollen.

 

siehe auch „Politische Plakate“   http://www.brakhage.info/politische-plakate-2 

 

Die Linke – eine Partei proklamiert ihre Unwählbarkeit

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Die Linke  –  eine Partei proklamiert ihre Unwählbarkeit

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Es hat sich nicht viel geändert an der politischen Substanz, der Argumentation, der Streitkultur und dem persönlichen Umgang miteinander in der Linken, wobei ich nicht allein die hier genannte „Die Linke“ meine. Es gibt eine schon fast irrationale Tradition in sogenannten linken Parteien und Organisationen im internen Umgang mit Andersdenkenden und Abweichlern von der offiziellen Parteilinie. Das war schon zu Zeiten der DKP so, obwohl ich hier jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern will. Aber es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass linke Parteien und Organisationen einen gewaltig stinkenden Sumpf aus persönlichen und vorgeblich politisch motivierten Intrigen geschaffen haben und pflegen. Ich will hier auch nicht Geschichtsfälschung betreiben, aber die „Dolchstoßlegende“ passt auf keine anderen Parteien so punktgenau, – da wird intrigiert, Gerüchte gestreut, verleumdet, Hasskampagnen gesteuert, politische Gegner aus der eigenen Partei / Organisation öffentlich demontiert, nach Möglichkeit noch nachgetreten und so ziemlich jede übelste Sauerei in der Streitkultur angewendet, die nur vorstellbar ist. Das war schon in den 70er und 80er Jahren so – und auch der mehr oder weniger offen vertretene Anti-Semitismus aus falsch verstandener und völlig einseitiger Solidarität mit islamfaschistischen Terrororganisationen ist nicht neu oder überraschend. Ich will hier aber nicht nur an die DKP erinnern, sondern auch an die KPD/ML/AO oder den Kommunistischen Bund Westdeutschland, in der linken Szene spöttisch als KBWichtig bezeichnet. Das waren wahre Schlangengruben der Intrigen untereinander, mit einem persönlichen Umgang miteinander, der jedes Maß an menschlicher Zivilisation verhöhnt.

Viel hat sich nicht geändert, das ist seit Jahren bei „Die Linke“ medienöffentlich und parteischädigend hinreichend zu beobachten. Es ist nicht nur der Überhang an unverbesserlichen Stalinisten und politischen Kadern aus der ehem. SED, es ist vor allem der Stil des persönlichen, unsolidarischen Umgangs, der diese Partei für mich und viele andere potenzielle Wähler/innen absolut unwählbar macht. Da mag man Gregor Gysi aus den verschiedensten politischen Gründen mögen oder nicht, es gibt Grundregeln des menschlichen Umgangs, die auch für gewählte „Volksvertreter“ der Linken gelten müssen.

Inge Höger und Annette Groth

Hetzjagd auf Gregor Gysi

Anti-semitischen Israel Kritikern droht Hausverbot im Deutschen Bundestag

Gregor Gysi von Israel Kritikern bis aufs Klo verfolgt

Sahra Wagenknecht: Eine ziemlich üble Geschichte  

Weiter heftiger, öffentlicher Streit nach dem Eklat mit Israel Kritikern

Parteiinterne Forderungen nach Amtsverzicht

Stolpern zwei Linke über die „Klo-Affäre“?

Israelhasser jagen Gysi durch den Bundestag

Gysis ungebetene Gäste im Bundestag

Wie lange will Gregor Gysi noch diese persönlichen Anfeindungen ertragen?

Die Linkspartei streitet heftig über die Konsequenzen

Radikale, anti-semitische Israelkritiker beschimpfen und bedrängen Gysi im Deutschen Bundestag

Anti-Semitismus Streit führt bis aufs Klo

Linken Geschäftsführer fordert harte Konsequenzen

Inge Höger und Annette Groth sollen den Bundestag verlassen. Das fordert zumindest einer ihrer Fraktionskollegen. Grund: Die beiden sind mit an dem Eklat um Gregor Gysi beteiligt. Linken-Abgeordnete hatten israelfeindliche Publizisten zum Gespräch geladen, Fraktionschef Gysi untersagte die Treffen. Die Abgewiesenen stellten ihn aggressiv zur Rede. Der Fraktionschef selbst gibt sich bedeckt – wohl aus gutem Grund. Linken-Fraktionschef Gregor Gysi wird von einem Israel-Kritiker aufgelauert und bis auf die Bundestagstoilette verfolgt. Seine Stellvertreterin Sahra Wagenknecht nennt das „völlig inakzeptabel“. Das ist eine relativ harmlose Formulierung, die zuerst einmal irritiert, aber nicht mehr so sehr, wenn man das angespannte Verhältnis zwischen Wagenknecht und Gysi berücksichtigt. Ich kann mir durchaus die klammheimliche Häme über den unentschuldbaren Eklat vorstellen.

Regierungserklaerung zum Europaeischen Rat

Der Ärger bei der Linken ist nicht verraucht. Auch zwei Tage nach der Aktion eines Israel-kritischen Journalisten, der Fraktionschef Gregor Gysi vor seinem Büro abgefangen und bis auf die Bundestagstoilette verfolgt hatte, erregen sich die Abgeordneten. Drei Mitglieder der Fraktion, die zum linken Flügel gehörenden Politikerinnen Inge Höger, Annette Groth und Heike Hänsel, haben sich bei Gysi entschuldigt – sie standen mit im Pulk, als der Publizist David Sheen gemeinsam mit weiteren Journalisten am Montagnachmittag Gysi vor seinem Bundestagsbüro bedrängte. Gleich mehrere Leute zückten bei der Aktion ihre Handy-Kameras und filmten. Ausführlich hatte die Linksfraktion den Vorfall am Dienstag diskutiert, denn der aus Kanada stammende und Israel lebende Sheen und sein US-amerikanischer Journalisten-Kollege Max Blumenthal waren vom linken Flügel der Fraktion eingeladen worden zu einem „Fachgespräch“ zum Gaza-Konflikt am Montag im Paul-Löbe-Haus des Bundestages – namentlich von Höger, Groth und Vize-Fraktionschef Wolfgang Gehrcke. Von dort zog ein Trupp zum Gysi-Büro, wütend, weil der Fraktionschef verhindert hatte, dass am Sonntag – dem Jahrestag der Reichspogromnacht – im Namen der Linksfraktion eine Veranstaltung mit den Israel-Kritikern in der Berliner Volksbühne stattfand. Auch die drei Abgeordneten Höger, Groth und Hänsel geben eine persönliche Erklärung ab. Ziel der Veranstaltung am Montag im Bundestag sei gewesen, „in den Medien verbreitete Anschuldigungen“ gegen Sheen und Blumenthal zu klären – beiden werden Vergleiche der Politik Israels mit den Verbrechen der Nazi-Zeit vorgehalten. „Die Situation geriet außer Kontrolle“, geben die drei Politikerinnen zu. „Als Gregor Gysi aus dem Büro kam, verfolgten ihn mehrere Personen und bedrängten und beschimpften ihn in völlig inakzeptabler Weise“. Von einem „unwürdigen Vorgang“ sprechen die Abgeordneten. Aus „billiger Sensationslust“ sei ein Video dazu veröffentlicht worden, dem ursprünglichen Anliegen eines „fairen Dialogs über den Nahost-Konflikt“ so geschadet worden.

Abends veröffentlichte die Fraktion eine Entschließung, laut der Gysi eine Entschuldigung der drei Abgeordneten Höger, Groth und Hänsel zwar annimmt. Der Abgeordnete Michael Leutert forderte die beiden Parlamentarierinnen Inge Höger und Annette Groth zur Niederlegung ihrer Mandate auf. Höger und Groth hatten den in Israel lebenden Journalisten eingeladen. Zugleich heißt es in diesem Beschluss: „Gleichwohl verurteilt die Fraktion auf das Schärfste das Agieren gegenüber unserem Fraktionsvorsitzenden.“ Eine Wiederholung will die Fraktion ausschließen mit dem Satz: „Wer uns oder unsere Genossen so feindselig behandelt wie an diesem 10.11., mit dem werden wir nicht kooperieren.“ Auch Linken-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn rügt: „Ein solches Verhalten ist mit meinem Verständnis linker Politik und politischer Kultur nicht vereinbar.“ Konsequenzen zieht auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Er leitete am Mittwoch gegen Sheen und Blumenthal Verfahren zur Verhängung von Hausverboten ein. „Jeder Versuch, auf Mitglieder des Deutschen Bundestages Druck auszuüben, sie körperlich zu bedrängen und damit die Wahrnehmung der Aufgaben des Hauses zu gefährden“, ist laut Lammert indiskutabel und muss unterbunden werden. Zuvor hat das American Jewish Committee (AJC) Berlin getwittert: „Irre Israelhasser verfolgen Gysi bis aufs Klo. Wer sorgt eigentlich für Sicherheit im im Bundestag?“

Auch Gysi selbst gibt sich nach dem Vorfall nicht nachtragend. Eine Entschuldigung der beiden Abgeordneten hatte er bereits akzeptiert. Die Möglichkeit eines Fraktionsausschlusses erwägt er öffentlich nicht. Mit gutem Grund: Werden Höger und Groth fraktionslos, verliert die Linke den Status der größten Oppositionspartei, denn die Grünen haben derzeit nur einen Sitz weniger als die Linke. Gregor Gysi wäre dann auch nicht mehr Oppositionsführer. Wenn Höger und Groth dagegen auf ihre Bundestagsposten verzichten würden – so wie es Leutert fordert -, dann würden Linke-Politiker nachrücken.

siehe        http://www.n-tv.de/politik/Stolpern-zwei-Linke-ueber-die-Klo-Affaere-article13950071.html

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/hetzjagd-auf-gregor-gysi-israel-kritikern-droht-hausverbot-aid-1.4663704

http://www.tagesspiegel.de/politik/gregor-gysi-von-israel-kritikern-verfolgt-wagenknecht-eine-ziemlich-ueble-geschichte/10968838.html

http://www.neues-deutschland.de/artikel/952106.weiter-streit-nach-eklat-um-israel-kritiker.html

siehe auch Video       http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/5696318/israel-hasser-jagen-gysi-durch-den-bundestag.html

http://kurier.at/politik/weltchronik/gysi-von-israel-gegner-bis-auf-toilette-verfolgt/96.651.577

siehe auch Video      http://kurier.at/politik/weltchronik/gysi-von-israel-gegner-bis-auf-toilette-verfolgt/96.651.577

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.in-herrentoilette-eingeschlossen-bis-aufs-klo-israel-kritiker-verfolgt-gregor-gysi.c7e2d85b-06e8-45c9-a8af-3319ae7a8a73.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gysi-im-bundestag-bedraengt-linkspartei-streitet-ueber-konsequenzen/10969640.html

http://www.nzz.ch/newsticker/radikale-israelkritiker-beschimpfen-linke-chef-gysi-im-bundestag-1.18423486

siehe auch Video          http://www.focus.de/politik/deutschland/jagd-auf-linken-fraktionschef-das-sagt-gysi-zur-toiletten-attacke-im-bundestag_id_4267378.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gregor-gysi-linken-abgeordnete-entschuldigen-sich-bei-gysi-a-1002457.html

siehe auch Video        http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article134255602/Gysi-und-der-Kettenhund-Hier-geht-es-zum-Video.html

http://www.taz.de/Antisemitismus-Streit-fuehrt-bis-zur-Toilette/!149319/

http://www.ksta.de/politik/gregor-gysi-von-israelkritikern-bedraengt-linken-geschaeftsfuehrer-fordert-konsequenzen,15187246,29022020.html

http://www.fr-online.de/politik/israel-kritiker-verfolgt-gysi-bis-auf-bundestagstoilette,26577298,29019700.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/fraktionschef-der-linken-israel-kritiker-verfolgt-gysi-bis-auf-bundestagstoilette-1.2216509

siehe auch Video        http://www.welt.de/politik/deutschland/article134236216/Gregor-Gysi-flieht-vor-Antizionisten-auf-Toilette.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/gysi-israel-sheen-Blumenthal

 

Nachtrag zu „Moskaus 5.Kolonne“

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“Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …”

George Orwell

siehe      https://belgarathblog.wordpress.com/2014/08/08/moskaus-5-kolonne/

In der Ukraine-Krise zeigt Die Linke ihr wahres Gesicht – als eine Partei, der die Gefolgschaft Putins wichtiger ist als das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung in der Ukraine. Mit solchen Leuten darf man in einer Demokratie keine Politik machen.

Wozu brauchen wir in Deutschland noch das politische Kabarett, wo es doch die Linke gibt? Obwohl: So lustig ist es eigentlich gar nicht, wie diese Partei sich bei der politischen Krise in der Ukraine an Wladimir Wladimirowitsch Putin ranschmeißt. Der russische Autokrat scheint bei seinen deutschen Freunden die niedersten Instinkte zu wecken – und vielleicht zeigt die Linkspartei bei dieser Gelegenheit ja ihren wahren Kern. Nämlich den einer Ansammlung von Wirrköpfen, die mental noch immer mitten im Kalten Krieg stecken, obwohl die Welt sich seither von Grund auf verändert hat. Jedenfalls scheint es bei vielen Linken immer noch nicht angekommen zu sein, dass Moskau keineswegs mehr für das gloriose Projekt eines globalen Sozialismus‘ steht, sondern vielmehr für dessen exaktes Gegenteil: eine eurasische Union mit neokonservativer Agenda unter der Führung einiger sich selbst bereichernder Quasi-Diktatoren. Aber all das spielt eben keine Rolle, wenn es bereits reicht, sich dem auftrumpfenden Antagonisten der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union verzückt an die Brust zu werfen. Ganz nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Dafür nimmt man dann auch gern allerlei intellektuelle Verrenkungen in Kauf.

Die linke Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke hat sich ja bekanntlich nicht entblödet, den Umsturz in der Ukraine als eine „Tragödie“ zu bezeichnen; der Ex-Diktator Janukowitsch habe in Sachen Annäherung an die EU „erst im allerletzten Moment die Reißleine“ gezogen, so Jelpkes Wortwahl in ihrem Beitrag für die Tageszeitung Junge Welt. Woraus ziemlich klar hervorgeht, dass aus Sicht dieser Frau die Assoziierung mit einem demokratischen Europa nichts anderes bedeutet hätte als eine harte Landung mit tödlichem Ausgang (zumindest, wenn man ihre Fallschirm-Metaphorik ernst nimmt). Es kommt aber noch besser: „Brüssel seinerseits hat nicht gezögert, sich die Naivität der Maidan-Demonstranten zunutze zu machen“, so Jelpke im Originalton. Das muss man sich tatsächlich auf der Zunge zergehen lassen: eine Bundestagsabgeordnete aus Deutschland bescheinigt Menschen, die sich unter Lebensgefahr gegen eine kleptokratische Oligarchen-Marionette auflehnen, naiv zu sein. Also dumm, unreif, politisch nicht satisfaktionsfähig. Wir sollten uns nicht scheuen, diese Haltung als das zu bezeichnen, was sie ist: als linkes Herrenmenschentum der widerlichsten Art, eine mehr als typische Sowjetfaschistin.

Unter dem Deckmantel aufrechter Empörung empfinden maßgebliche Vertreter der Linkspartei offensichtlich eine klammheimliche Freude über die Beteiligung der rechtsextremen Swoboda-Partei an der ukrainischen Übergangsregierung. Denn das ist der Basso continuo ihrer antiwestlichen Klagelieder, mit dem sie den ukrainischen Aufstand ganz im Sinne der russischen Regierung zu desavouieren und zu delegitimieren suchen.

den ganzen Artikel siehe    http://www.cicero.de/berliner-republik/linke-moskaus-fuenfte-kolonne/57414

neue russische Flagge 2

 

 

Moskaus 5.Kolonne

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Moskaus 5.Kolonne

… ist eigentlich nur eine bösartig unterstellte Verleumdung, ein Treppenwitz der Geschichte im Kalten Krieg zwischen Warschauer Pakt und den Staaten des sogenannten freien Westens, der eigentlich nie wirklich so frei war, wie ihm immer noch nachgesagt wird. Moskaus 5.Kolonne ist eine nebelumwaberte Legende ohne echte Substanz, – und dennoch existiert sie irgendwie, wenn auch nicht so, wie manche ewige Revanchisten in den 60er Jahren sie als Drohkulisse an die Wand malten, – sie existiert seit vielen Jahrzehnten, hat sich verändert, dem Zeitgeschehen angepasst, zahllose Protagonisten verloren und andere hinzugewonnen, die wie früher kein klares Bild dieses Mythos prägen. Wie bei allen Legenden und sagenumwobenen Mythen ist ein Körnchen Wahrheit daran, – aber es ist dermaßen banal und trivial, dass es eigentlich keiner Erwähnung wert ist.

 

„Freiheit ist das Recht, das zu sagen, was andere nicht gerne hören wollen …“

George Orwell

 

Als 5. Kolonne werden heimliche, subversiv tätige oder der Subversion angeklagte Aktivisten irgendeines nicht klar definierten Widerstands bezeichnet, in diesem Fall Aktivisten des längst untergegangenen Traumes der sozialistisch-kommunistischen Weltrevolution, in der die politische Führung der Sowjetunion, das ZK der Kommunistischen Partei der UDSSR im Kreml, also Moskau,  immer eine entscheidende Rolle spielte. Heutzutage hat sich der real existierende Sozialismus / Kommunismus längst über die steilen Klippen auf den Müllabladeplatz der Geschichte gestürzt, Muster ohne Wert, Selbstmord aus niedrigen Beweggründen, abgetakelt, abgewirtschaftet, ideologisch verblödet, geisteskrank und ausgehöhlt, ad absurdum geführt, – aber nie wirklich begraben und vergessen.

Aber der ehemalige Vorsitzende der SPD Kurt Schumacher verkündete in den 50er Jahren eine Wahrheit, die bis heute absoluten Bestand besitzt: Kommunisten sind rot lackierte Faschisten.

Putin in Hitlerpose 

In den 50er und 60er Jahren des strikten westlichen Anti-Kommunismus versuchen weitgehend naive, ungebildete und ausgesprochen schlecht organisierte Mini-Kader den Wiederaufbau einer deutschen und europäischen Kommunistischen Partei  –  und scheiterten kläglich, denn zu übel waren die realen Erfahrungen, die die Menschen schon damals mit dem real-existierenden Kommunismus machten. Aber immerhin schafften sie es einen ganzen Strauß oder Flohzirkus von Tabus im Kampf der Sozialismus / Kommunismus als kommendes Heil für die ganze Menschheit suchenden Aktivistenkreisen zu etablieren, der über viele Jahre nicht verlorenging, sondern sogar noch drastisch ausgebaut wurde.

Tabu war Kritik an den Folgen der russischen Oktoberrevolution, an der DDR, damals noch von vielen als Ostzone bezeichnet.

Tabu war jegliche Kritik an sogenannten sozialistischen Bruderstaaten, besonders an der Tschechoslowakei, die nach dem Prager Frühling unter die Terrorherrschaft der Roten Armee geriet.

Absolutes Tabu war jegliche Kritik an Berufsrevolutionären wie dem kubanischen Massenmörder und Diktator Fidel Castro, ebenso an Mao Tse Dong und dem Eroberungskrieg Chinas gegen das nahezu unbewaffnete, religiös geführte Tibet und Nepal.

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Absolutes Tabu war jegliche Kritik an afrikanisch sozialistischen Freiheitsbewegungen gegen die Nachwirkungen der Kolonialzeit, – auch wenn deren Handeln und Agieren noch so irrational und destruktiv war.

Absolutes Tabu waren Zweifel an der Führungsrolle der Sowjetunion in der real-sozialistischen Weltgemeinschaft, an den Entscheidungen des Völkermörders und psychopathischen Diktators Josef Stalin.

Geradezu Ketzerei und totales Tabu waren Kritik und unliebsame Enthüllungen über Wladimir Iljitsch Uljanow, genannte Lenin, egal ob es ernstzunehmende Hinweise darauf gab, dass auch er wie sein unliebsamer Nachfolger Stalin bereits in Massenmorde verwickelt war.

Tabu waren Diskussionen über die Rolle Leo Trotzkis und Lenins in den Jahren des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion, ihre auseinanderdriftenden politischen Standpunkte bis zu Ermordung Trotzkis durch einen gedungenen Mörder des Kreml.

Absolutes Tabu waren Diskussionen und Veröffentlichungen über KZ´s in der Sowjetunion, dort Gulags genannt, die es ebenso in China gab.

Absolutes Tabu waren Diskussionen und veröffentlichte Kritik an den politischen Strategien von Karl Marx, Friedrich Engels, Rosa Luxenburg und Walther Ulbricht, dem „Spitzbart“.

Absolutes Tabu waren Veröffentlichungen, Kritik und Diskussionen über sogenannte politische Säuberungen (Massenmorde) in der Sowjetunion, über zig-Tausende Regimekritiker, die in den Gulags zu Tode gebracht wurden, über die zig-Millionen Russen und Mitglieder anderer Volksgruppen, die während des menschenverachtenden Stalinismus auf grausamste Weise ermordet wurden. Stalin, der große sozialistische Führer, war wie der Papst der christlichen Welt, absolut unfehlbar. 

In den 70er Jahren war die 5.Kolonne Moskaus und des Kreml besser organisiert, verfügte über ungeheure Finanzmittel, präsentierte sich publikumswirksam in der Öffentlichkeit und versuchete jede, aber wirklich jede Bürgerinitiative und Bürgerbewegung möglichst schnell unter ihre Kontrolle zu bringen und für die eigenen Ziele einzuspannen. Federführend war da vor allem die DKP und ihre Jugendorganisation SDAJ.

Aber in den 70er Jahren brachen u.a. auch die ideologischen Schranken, die Führungsrolle der Sowjetunion war längst nicht mehr unumstritten, die sogenannte „Linke“ zerbrach und zersplitterte in zahllose Fraktionen, wobei der KBWichtig, der Kommunistische Bund Westdeutschland mehr oder weniger vergeblich versuchte eine Führungsrolle zu übernehmen, scharf und eifersüchtig wegen des wachsenden Einflusses angegriffen vom Kommnunistischen Arbeiterbund, der KPDAO und später von der KPDML, die sich heute teilweise mit ihren Aktivisten in der MLPD wiederfindet.

Was die Wahrheit im sozialistischen Bruderkampf war, bestimmten UZ, Rote Fahne und andere sogenannte Zentralorgane der Weltrevolution, die niemals weiter in unerreichbarer Ferne lag. Jede noch so kleine Splittergruppe, jede Fraktion hasste die jeweils andere, hörte auf das, was Radio Peking, Radio Moskau oder Radio Tirana zu verkünden wusste, selbst wenn das Verkündete unverkennbarer und widersprüchlicher ideologischer Unfug war, – und alle hegten jeweils für sich die unbestrittene Überzeugung die einzig wahre Vertretung der Arbeiterklasse zu sein, die wahre Lehre des Sozialismus / Kommunismus zu vertreten. 

Der jüdisch östereichische Liedersänger Georg Kreisler fasste es in zwei Sätzen zusammen: „Der Stuss des Gedrängels um Marx oder Engels wird immer schlimmer. Sie argumentieren wie immer, doch nur sehr viel dümmer.“ 

Der Vorteil des wachsenden Alters ist, dass man als selbstkritischer und gesellschaftskritischer, geschichtsbewusster Mensch auf Erfahrungen aus vielen Jahrzehnten zurückblicken kann, – und so kann ich bestätigen, dass es absolut stimmt. Ich habe nie mehr so viel ideologisch bornierten Schwachsinn gehört, nie so viele hohle Phrasen über den Sozialismus / Kommunismus herunterbeten hören, wie in den 70er, 80er und 90er Jahren, bis endlich – wie eine Erlösung – die real-existierende kommunistische Welt mit ihren innerlich längst zerrütteten Satelitenstaaten durch zahllose  Staatsbankrotte zusammenbrach. 

Es gibt hoffnungslose Optimisten die fest daran glauben und wieder besseres Wissen behaupten, dass damit diese hirnlosen, bornierten Sozialismus Diskussionen endeten.

Doch das stimmt nicht, denn die Aktivisten und Protagonisten dieser Jahre sind ja nicht wie die Dinosaurier an eigener Blödheit ausgestorben, sondern haben ihr sogenanntes Wissen unbelehrbar über die Realitäten weitergetragen, an jüngere Generationen. Heutzutage sind diese nachgeborenen Aktivisten gewaltbereiter, wesentlich dümmer und ungebildeter, völlig verphrast, lauter grölend als jemals zuvor und um keinen Preis an einer fairen, zuhörenden und sich wechselseitig austauschenden Diskussion interessiert. Sie kennen angeblich die „Wahrheit“, agieren dumm und ignorant in den neuen sozialen Medien, bersten förmlich von dogmatischer Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und finden sich nach wie vor in zahllosen Zirkeln, Organisationen und Parteien wie der MLDP, DKP, die Linke, in den Hilfsorganisationen für die Palästinenser und ihren Kampf gegen Israel wieder. Die Aktivisten sind dabei meistens völlig blind gegenüber den real existierenden Tatsachen, dass sich z.B. Hamas und Hisbollah mit dem Hitlergruß begegnen, dass die Autonome Linke die zum Verwechseln ähnliche, oft sogar bis ins Detail gleiche Sprache, die Terminologie und den latent gewaltbereiten Aktionismus der Neo-Nazis anwenden, dass sie sogar zum Verwechseln ähnlich gekleidet sind.   

Diese schwarz vermummten Gewalttäter argumentieren und handeln verbrecherisch wie Terroristen, – Terroristen sind durch ihre menschenverachtenden Gewalttaten den Faschisten gleichzusetzen, was im Schlußfakt bedeutet, dass die Terroristen der Autonomen Linken nicht nur wie Neo-Nazis agieren und auftreten, sie sind die neuen deutschen Faschisten.     

Durch die bereits angeführte Dummheit und Ignoranz, basierend auf einem eklatanten Mangel an Allgemeinbildung und politischem Geschichtsbewusstsein, denn aus der Geschichte lernen ist längst nicht mehr opportun, ist die aktuelle Selbstdarstellung dieser neuen Linken entstanden. Heutzutage holt man sich je nach Bedarf Information zur kurzzeitigen Umsetzung aus dem Internet und den untereinander wetteifernden Zirkeln in den sozialen Netzwerken, wo nicht mehr intelektuell argumentiert und diskutiert, eigene Standpunkte erarbeitet, sondern nur noch polemisiert und gepöbelt wird. Nach diesem kurzlebigem Gebrauch wird dieses kopierte „Wissen“ wieder abgelegt und beerdigt, als hätte es nie existiert. 

So arbeiten die neuen Mitglieder dieser selbsternannten und selbstherrlichen linken Elite, der neuen selbstgerechten Speerspitze der Weltrevolution unreflektiert einem faschistischen Massenmörder und Kriegsverbrecher in die Hände, Zar Vladimir Putin, der Mörderische, dem es mit brutaler Härte gelang das auf Demokratie und Rechtstaatlichkeit zustrebende Russland politisch zu zerschlagen und das post-stalinistische Putingrad zu etablieren. Es interessiert niemanden in diesem Kreis der „Weltrevolutionäre“, dass dieser Kriegsverbrecher Putin persönlich verantwortlich zeichnet für die Ermordung kritischer Journalisten im ehem. Russland, für die systematische Massenvergewaltigung widerstandsunfähiger tschetschenischer Frauen und Mädchen, für die Ermordung von zig-Tausenden tschetschenischer Zivilisten, für die Ermordung von 100-Tausenden syrischer Zivilisten durch Unterstützung des Islam-Faschisten Bashir alAssad.

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Die territoriale Integrität und Selbstbestimmung anderer Völker und Staaten wird durch diesen stalinistischen Sowjetfaschisten Zar Vladimir Putin, der Mörderische, nachhaltig in Frage und zur Disposition gestellt,  –  und das wird sich absehbar nicht auf die Ukraine und die Krim beschränken.

Durch eigene ignorante Dummheit werden diese Aktivisten der neuen Linken zu Handlangern und Wegbereitern eines unabweisbaren Faschisten, dessen skrupellose Handlungsstrategie nicht nur in der Ukrainekrise wie von Hitler persönlich diktiert erscheint. 

Es macht keinen Sinn, mit diesen Aktivisten zu diskutieren, ihnen ihren ideologischen Dünnschiss vorzuhalten, denn sie haben sich völlig von der Realität entfremdet und abgeschottet, wollen nichts davon hören und wissen, haben ihr festes Feindbild im Kopf. Durch ihre eigene ignorante Dummheit rücken sich diese „Aktivisten der Weltrevolution“ in die unmittelbare Nähe des real-existierenden Faschismus. Eskalierende Gewalt und individueller, geistloser Terror gegen Andersdenkende sind da  elementarer und folgerichtiger Bestandteil, legitimes Mittel zur Durchsetzung fadenscheiniger politischer Ziele. 

   

Allerdings muss man diesen soziopathischen Realitätsverlust auch zugunsten der Täter ein wenig relativieren, denn sie sind auch Opfer, Opfer einer perfiden und menschenverachtenden permanenten Indoktrinierung über viele Jahre / Jahrzehnte. Es ist ungeheuer schwer den eigenen ideologisch politischen Standpunkt in Frage zu stellen und gegebenenfalls auch aufzugeben. Ich kann das durchaus beurteilen, denn ich war fast 25 Jahre aktives und engagiertes Mitglied der SPD und kann mich nicht davon freisprechen zahlreiche gesellschaftspolitische Entwicklungen in diesem Land mitgetragen zu haben. Als ich mit der Wahl von Gerhard Schröder zum Kanzler die bundesdeutsche Sozialdemokratie endgültig beerdigt sah und aus der Partei austrat, war das ein sehr schmerzhafter Schritt, der nicht nur eine tiefe Leere in mir erzeugte, er stellte auch meine gesamte Person in Frage. Dennoch weiß ich heute, dass es die richtige Entscheidung war, dass ich mich vor meiner Vergangenheit nicht verstecken, sie nicht verleugnen kann.

Daher kann ich nachvollziehen, warum es den Aktivisten von Moskaus 5.Kolonne so ungeheuer schwerfällt das selbsterrichtete ideologische Lügengebäude einzureißen, das unendlich dichte Netz der Lügengespinste fern der realen Wahrheit zu zerreißen. Wer von diesen Aktivisten verlangt das einfach abzulegen, der erwartet eine zerstörerische Selbstverleugnung der eigenen definierten Identität.

Also werden die Lügen aufrecht erhalten, denn das ist der leichtere Weg.

Morde gegen kritische Journalisten und Dissidenten in der Sowjetunion / Russland sind pure Propaganda des Westens und der USA, Lügen und Verleumdungen. Wobei diese Dissidenten ohnehin Verräter am Sozialismus sind und liquidiert werden dürfen und sollen. Massenmorde im Namen des Sozialismus / Kommunismus sind in jedem Fall gerechtfertigt um jegliche kleinbürgerliche Opposition zu eleminieren.

Tibet ist nie militärisch besetzt worden, war schon immer ein Teil Chinas und der Völkermord an Millionen Tibetern eine Lüge.

Das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens war vom Westen gesteuert um die revolutionäre Führung Chinas zu destabilisieren und das Attentat vom 11.September 2001 geht eindeutig auf das Konto der CIA und des Mossad.

Der Sturz der korrupten und stalinistischen Regierung der Ukraine war ein Putsch von EU Politikern und US-Geheimdienst. die Übergangsregierung von Kiew eine faschistische Junta.

Kommt Ihnen die Terminologie der dogamtischen Argumentation auch so verdächtig bekannt vor?

Haben Sie das auch schon mal etwas anders formuliert bin den Geschichtsbüchern über Hitlers  3.Reich gelesen?

Die Tatsache, dass gerade ca. 3% der ukrainischen Bevölkerung hinter dem sogenannten Rechten Sektor stehen, wird von Moskaus 5.Kolonne absolut ignoriert, genauso wie die vielen Toten in Kiew und auf dem Maidan, die auf das Konto des gestürzten Diktators Janukowitsch gehen.

In der Bundesrepublik stehen der verfassungsfeindlichen NPD weit mehr als 3% der Bevölkerung nahe, auch wenn die nicht unbedingt die NSU-Terroristen-Unterstützer wählen. Aber niemand mit klarem Verstand und politischem Selbstbewusstsein käme ernsthaft auf die Idee die von vielen ungeliebte Große Koalition und die Bundesregierung unter Angela Merkel als ein faschistisches Regime zu bezeichnen. Das machen nur politische Vollidioten und Schwachköpfe, die längst jeden Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit verloren haben, das macht nur die von Moskau geförderte und finanziell unterstützte 5.Kolonne.    

Der beste Nährboden für die Verführung und ideologische Indoktrinierung / Radikalisierung ganzer Generationen mit ihrer idealistischen Sinnsuche über das Leben hin zu einer pseudo-sozialistischen Volksgemeinschaft, die in Wirklichkeit nichts anderes ist als eine brutale menschenverachtende Diktatur, ist die Verlogenheit und Heuchelei der selbsternannten Wächter und Bewahrer für Demokratie, Menschenrechte und Selbstbestimmung der Völker, wie die Administration der Verunreinigten Staaten von Amerika, ein zutiefst verbrecherisches Regime ohne irgendeine real erkennbare soziale Kompetenz, die sich anmaßt andere Völker mehr oder weniger offen versklaven, ausbeuten und ausspionieren zu dürfen, sie ihrer Selbstbestimmung und Privatsphäre zu berauben, in zahllose, unbestreitbare  Kriegsverbrechen verwickelt ist und sich dabei noch immer als bedeutendes Vorbild für Freiheit in der Welt definiert.

Aus rational schon lange nicht mehr nachvollziehbaren Gründen buckelt die sogenannte freie westliche Welt unterwürfig, kriecht gedemütigt auf den Knien vor dieser letzten verbliebenen Supermacht, deren Macht allerdings auf tönernem, mehr als deutlich angeschlagenem Sockel steht und Tag für Tag, Jahr für Jahr die Menschheit durch ihre Arroganz der Macht frustriert und anekelt. Denn die Verunreinigten Staaten von Amerika sind als Völkergemeinschaft im Inneren zutiefst gespalten und dominiert von einer Partei der nationalistischen Republikaner, die zu Recht als die treibende Kraft bezeichnet werden darf, die die USA auf den unumkehrbaren Weg zu einem totalitären Polizeistaat, zu einer faschistoiden Gesellschaft geführt hat, absolut verachtenswert.

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Ich glaube nach wie vor, dass die Mehrheit des US-amerikanischen Volkes diesen Weg nicht gehen will, dass die schweigende Mehrheit des amerikanischen Volkes nicht in einem totalitären Überwachungsstaat leben will,  –  aber auch, dass die Mehrheit des amerikanischen Volkes zu naiv und ungebildet über politische Zusammenhänge und internationale Beziehungen ist, um zu erkennen, wohin die seit Jahrzehnten ausgeuferte Politik in Washington führen wird. Das amerikanische Volk ist wehrlos in einer Ideologie gefangen die die Verunreinigten Staaten von Amerika stets an 1.Stelle vor anderen Staaten stellt. Ein schwarzer Präsident allein macht jedoch noch keine liebenswerte Demokratie. Noch sind die Verunreinigten Staaten von Amerika nicht gleichzusetzen mit dem post-stalinistischen / sowjetfaschistischen Putingrad, – aber bis dahin ist es nur noch ein kleiner Schritt.     

Wir dürfen uns keiner Illusion hingeben, kein irrationales Verständnis für den Despoten, Völkermörder und Kriegsverbrecher, dem post-stalinistischen Zaren Vladimir Putin, der Mörderische gewähren,

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kein Nachgeben aufgrund wirtschaftspolitischer Abhängigkeiten oder diplomatischer Floskeln ohne faktisch praktische Anwendungsmöglichkeit. Putingrad, das ehem. Russland ist heutzutage nach dem mächtigen faschistischen China und den Islamfaschisten aus zahlreichen islamistisch dominierten Staaten, die 3.Weltmacht des international vernetzten neuen Faschismus, der schon lange nicht mehr allein durch den deutschen Hitlerfaschismus des 3.Reiches definiert werden kann und darf. Industriell und systematisch vollzogener Völkermord, die Anektierung souveräner, selbstbestimmter Staaten und Völker, auch durch pseudo-religiös verbrämten Herrschafts- und Unterwerfungsanspruch unter ein selbsternanntes Herrenmenschentum der verlogen heuchelnden Islamisten, ist schon lange keine alleinige Domäne der deutschen Hitlerfaschisten mehr.

Die Wutrede des Bundesaußenministers wurde zum YouTube Hit

Die Wutrede ist ein Renner im Internet

Fast eine Million Klicks auf Steinmeiers Wutrede 

„Wer ist hier der Kriegstreiber“

Steinmeier weist hirnlose Krakeler in die Schranken 

Steinmeiers ungeahnter Mut zur Wut

Endlich einmal klare Kante gegen autonome Linksfaschisten 

Der Außenminister brüllt zurück

Wer ist hier der Kriegstreiber? – Steinmeier hat es satt

Die Kriegstreiber sitzen vor allem in der Linken 

Der Kriegstreiber-Vorwurf gegen Frank-Walter Steinmeier ist perfide. Der Außenminister hat sich während der vergangenen Monate immer wieder um einen Dialog in der Ukraine bemüht – und darum, Gesprächskontakt mit Moskau zu halten, was ihm viele Kritiker nach wie vor vorwerfen, weil es besser gewesen wäre endlich klare Worte in Richtung des ehem. Russland gegen Zar Vladimir Putin zu richten.

Was wird man von diesem Europa-Wahlkampf in Erinnerung behalten? Die Fernsehduelle der sogenannten Spitzenkandidaten? Vermutlich nicht, dafür liegen die Kandidaten programmatisch relativ nahe beieinander, und eine elektrisierende, mobilisierende Wirkung ist auch nicht gerade aufs Wahlvolk ausgegangen. Vielleicht ist es die „Wutrede“ des Außenministers Steinmeier, der bei einer Wahlveranstaltung der SPD in Berlin auf „Kriegstreiber“-Rufe sogenannter Demonstranten lautstark zurückgekeilt hat. So erregt und laut hat man Steinmeier lange nicht erlebt und als Wahlkämpfer möglicherweise auch noch nie gesehen. Es wird einige Sozialdemokraten geben, die sich so einen leidenschaftlichen Auftritt Steinmeiers bei früherer Gelegenheit gewünscht hätten, selbst wenn er sich hat provozieren lassen und eine Blöße gab. Recht hatte er in jedem Fall; er hat sich nicht einschüchtern lassen.

Steinmeier ist für seinen Dialogansatz gescholten und der Naivität bezichtigt worden; manches von dem, was er bislang in Bezug auf Russland für richtig hielt, hat sich dank Putin als Illusion erwiesen. Dank jenem Mann, den die Neue Rechte in Europa – aber nicht nur die – verehrt. Die Lektion von Berlin: Auch Minister brauchen sich nicht alles gefallen lassen.

Das Röhrende, das kennt man von ihm. Die Stimme eintönig laut, eine Faust geballt, der Mund aufgerissen. Empörung, klar. Aber leider wirkt sie einstudiert. Wer Frank-Walter Steinmeier mal bei einem öffentlichen Auftritt erlebt hat, wird sich vielleicht an einen solchen Moment erinnern können. Am Montag war es wieder so weit.

Der Alexanderplatz-Moment ist deshalb so interessant, weil er in seiner Authentizität so gar nicht zu Steinmeier zu passen scheint. Steinmeier ist ein sehr populärer Politiker, aber man kann nicht sagen, dass das Leidenschaftliche zu seiner Kernkompetenz gehört. Er kann im Schlaf die Vorzüge einer Rentenreform oder die hintersten Ecken des Steuerrechts erklären, aber wie er als Person tickt und wie es in seinem Inneren aussieht, das kann er hervorragend verbergen. Steinmeier funktioniert einfach immer weiter. So wird er weithin gesehen.

Und plötzlich das. Kriegstreiber? Ihr könnt mich mal. Er, der sonst auch in seiner Empörung die Grenzen des politischen Anstands niemals verlässt, brüllt mal richtig drauf los.

Vielleicht, weil er vom vielen Reisen gestresst ist. Vielleicht auch, weil es ihn nervt, dass die gesellschaftliche Linke bei Fragen von Krieg und Frieden so selbstzerstörerisch wird. Man weiß es nicht. Man ahnt nur, dass die Empörung mal nicht aufgesetzt ist. Er hat ja wenig zu gewinnen. Demonstranten fertigzumachen, ist kein feiner Stil. Die Kommentatoren könnten ihm auch vorwerfen, die Nerven verloren zu haben. Aber das macht niemand.

Warum nicht? Vielleicht liegt es daran, dass solche Momente zu selten geworden sind in der Politik. Die Berliner Republik ist ein hochprofessionelles System, in dem die Protagonisten inzwischen von der Angst getrieben sind, einen Fehler zu begehen oder in einem schwachen Augenblick erwischt zu werden. Wer patzt, verliert. Die Kontrolliertheit, mit der die meisten Politiker agieren, ist verständlich. Aber sie lässt sie roboterhaft erscheinen.

Sicher, ein Peer Steinbrück schluchzt auf offener Bühne. Aber Leidenschaft oder Zeichen menschlicher Regung werden im Politikbetrieb heutzutage immer mehr zur Ausnahme. Früher ging Helmut Kohl schon mal auf einen Juso los, wenn er mit Eiern beworfen wurde. Oder Joschka Fischer auf die Grünen, nachdem er einen Farbbeutel abgekriegt hatte. Heutzutage verläuft alles immer steriler. Und weil gleichzeitig die Politikverdrossenheit wächst, darf man annehmen, dass da ein Zusammenhang besteht.

Ja, und? Mehr Blut, Schweiß und Tränen in der Politik und der Wähler ist zufrieden? So einfach ist es nicht. Angela Merkel zum Beispiel gehört seit Jahren zu den populärsten Vertreterinnen ihres Fachs, ist aber nun wirklich keine Vorreiterin in Sachen Leidenschaft. Das Interesse an Steinmeiers Ausfall aber könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Bürger eine gewisse Sehnsucht nach Politikern haben, die mal einen Moment aus ihrem Panzer heraustreten. Die sich hinter die Fassade blicken lassen. Oder wenigstens den Eindruck erwecken, als würden sie für ihre Sache brennen.

siehe    http://www.faz.net/aktuell/politik/steinmeiers-wutrede-auch-minister-muessen-sich-nicht-alles-gefallen-lassen-12950655.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/wut-rede-des-aussenministers-steinmeier-sprecher-legt-nach-unverschaemtheit/9917884.html

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4780204/wutrede-ein-renner-im-internet.html

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/steinmeier-ist-nicht-stolz-auf-seinen-youtube-hit-aid-1.4257936

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3809769/Steinmeier-platzt-der-Kragen_Wutrede-als-Hit-auf-YouTube?_vl_backlink=/home/index.do

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinmeier-wutrede-warum-der-schreiende-aussenminister-so-fasziniert-a-970665.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinmeier-erntet-respekt-fuer-wutrede-gegen-montagsdemo-a-970706.html

http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Medien/Uebersicht/Steinmeiers-Wutrede-wird-Youtube-Hit

http://www.derwesten.de/wp/politik/mehr-als-600-000-klicks-steinmeier-video-wird-youtube-hit-id9373663.html

http://www.fr-online.de/politik/steinmeier-video-steinmeiers-wutrede-youtube-hit,1472596,27194422.html

http://www.rundschau-online.de/politik/aussenminister-bruellt-zurueck-steinmeiers-ausraster-wird-zum-internet-hit,15184890,27195202.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/emotionen-im-wahlkampf-steinmeier-bruellt-fuer-europa/9925378.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/europawahl-2014/an-alle-die-da-krakeelen-und-schreien-steinmeiers-beherzte-brandrede-im-wortlaut_id_3860232.html

http://www.n-tv.de/politik/Steinmeier-bei-Youtube-Wutrede-wird-hunderttausendfach-geklickt-article12870281.html

http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article128240983/Steinmeier-schreit-seine-Gegner-nieder.html

http://www.n-tv.de/politik/Steinmeier-hat-es-satt-article12862001.html

siehe auch „Die autonome Linke – die neuen deutschen Faschisten“   http://www.hans-brakhage.de/belgaraths-turmzimmer/autonomelinke.html 

Autonome Kreuzberg 1

 

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